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Giftige H├Ąme und R├╝cktritte - PEN ringt um Neuanfang

Von dpa
Aktualisiert am 14.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Der Journalist Deniz Y├╝cel ist ├╝berraschend als PEN-Pr├Ąsident zur├╝ckgetreten.
Der Journalist Deniz Y├╝cel ist ├╝berraschend als PEN-Pr├Ąsident zur├╝ckgetreten. (Quelle: Martin Schutt/dpa./dpa)
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Gotha (dpa) - Nach dem Gothaer PEN-Beben, das in dem ├╝berraschenden Abgang des Pr├Ąsidenten Deniz Y├╝cel gipfelte, steht die Schriftstellervereinigung vor einem Scherbenhaufen - und vor einem Neubeginn.

├ťber den Showdown auf der Mitgliederversammlung des deutschen PEN-Zentrums in der th├╝ringischen Residenzstadt waren auch am Samstag noch immer viele Mitglieder entsetzt. Als besch├Ąmend, unw├╝rdig und sch├Ąbig empfanden sie die Grabenk├Ąmpfe zwischen Y├╝cel-Kritikern und Unterst├╝tzern. Zugleich wurden aus den PEN-Reihen Forderungen nach Erneuerung und Verj├╝ngung des Vereins laut.

In der Aussprache am Samstag war von "toxischer M├Ąnnlichkeit" und "einer Riege alter westdeutscher Herren" die Rede, die pers├Ânliche Eitelkeiten vor die politische Wirksamkeit des Vereins stellten. Einige PEN-Mitglieder dachten laut ├╝ber einen Austritt nach.

Die Schriftstellerin Julia Franck sprach von einem "H├Âllenspektakel" in Gotha und Gefechten, an denen sie sich nicht beteiligen wolle. Ihre Kollegin Thea Dorn sagte, f├╝r sie mache ein Verbleib im PEN nur Sinn, wenn sich die Vereinigung radikal neu aufstelle. PEN-Mitglied Herbert Wiesner mahnte: "Wir brauchen einen Neuanfang mit j├╝ngeren Leuten nach diesem Desaster, wir steuern ins Nirwana."

Was war passiert? Erst im vergangenen Oktober hatte der PEN die F├╝hrungsriege mit dem Journalisten Y├╝cel an der Spitze gew├Ąhlt. Keine sieben Monate sp├Ąter hatte sich das Pr├Ąsidium im Streit selbst zerlegt. Im Kern ging es um den F├╝hrungsstil, Mobbingvorw├╝rfe, Beleidigungen und Umgangston. Stein des Ansto├čes war ein an Dritte weitergeleiteter umfassender interner Mailverkehr.

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"Bratwurstbude" und Austritt

Der 48-J├Ąhrige Y├╝cel entging daraufhin am Freitagabend in Gotha nur knapp einer Abwahl, schmiss danach aber dennoch w├╝tend hin, weil er keine "prominente Galionsfigur einer Bratwurstbude" sein wolle. Zugleich verk├╝ndete der Journalist, der ein Jahr wegen angeblicher Terrorpropaganda in t├╝rkischer Untersuchungshaft sa├č, seinen Austritt aus der Schriftstellervereinigung.

PEN gilt weltweit als Stimme verfolgter und unterdr├╝ckter Autoren. In Gotha sprachen die Mitglieder nur ├╝ber eins: sich selbst - und dass in einem teils unvers├Âhnlichen und giftigen Ton, in dem sich keines der Lager etwas schenkte. Der Streit offenbarte nicht nur ein tiefes Zerw├╝rfnis, sondern auch ein Ringen um die Ausrichtung von PEN. Y├╝cel sprach nach seinem R├╝cktritt von einer Diskrepanz zwischen der PEN-Vergangenheit mit gro├čen Namen und der Gegenwart, in der "Selbstdarsteller und Wichtigtuer" den Verein als B├╝hne missbrauchten und f├╝r die verfolgte Autoren nur Beiwerk seien.

Um den Weg f├╝r einen Neuanfang frei zu machen, war am Samstag in Gotha dann das komplette noch verbliebene Pr├Ąsidium zur├╝ckgetreten. Als ├ťbergangspr├Ąsident wurde mit gro├čer Mehrheit der Schriftsteller Josef Haslinger gew├Ąhlt. Er soll bis zur Neuwahl der F├╝hrungsriege auf einer au├čerordentlichen Mitgliederversammlung in einigen Monaten die Schriftstellervereinigung f├╝hren. Haslinger war bereits einmal von 2013 bis 2017 PEN-Pr├Ąsident. Er wolle den Neustart vorbereiten, sagte Haslinger.

Mit den teils ├Âffentlich ausgetragen Streitereien der vergangenen Monate hat PEN an Sichtbarkeit gewonnen, an Ansehen wohl aber nicht. Einigkeit herrschte in Gotha nur in einem Punkt: Es gibt nur Verlierer.

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