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Moderatorin Caroline Beil schimpft über Migrations-Debatte nach Silvester-Chaos


Promis schimpfen über Silvester-Debatte: "Scheißaussage"

Von t-online, sow

Aktualisiert am 08.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Caroline Beil: Die Moderatorin reagiert beim Thema Silvesterkrawalle mit emotionalen Worten.
Caroline Beil: Die Moderatorin reagiert beim Thema Silvesterkrawalle mit emotionalen Worten. (Quelle: imago images/Stefan Zeitz imago/snapshot Montage: U.frey/t-online)
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Die Krawalle in der Silvesternacht sorgen weiter für Zündstoff und hitzige Diskussionen. Wer ist schuld, was muss sich ändern? Auch Promis schalten sich ein.

Brennende Fahrzeuge und Autos, Feuerwehrleute und Polizisten in Lebensgefahr, bürgerkriegsähnliche Zustände: All das sorgt auch vier Tage nach dem Jahreswechsel für Diskussionen. Im Zentrum steht dabei inzwischen die Suche nach den Verantwortlichen.

Die Meinungen gehen vor allem bei einer Frage auseinander: Wer ist schuld an der Eskalation? Ist die Herkunft, ein tatsächlicher oder nur vermeintlicher Migrationshintergrund bei den Tätern entscheidend, wie es nun an vielen Stellen heißt? Unionsfraktionsvize Jens Spahn hat das unter anderem behauptet – bei t-online. "Da geht es eher um ungeregelte Migration, gescheiterte Integration und fehlenden Respekt vor dem Staat statt um Feuerwerk", sagte er am 2. Januar und löste damit prompt weitere Diskussionen aus.

Sind die Täter als "Migranten" erkennbar?

In einem Beitrag für "Zeit online" greift der Autor Hasnain Kazim Spahns Anlayse auf und urteilt: "Die Gewalttätigen gehören nicht kritisiert, weil sie 'Migranten' sind, was wir übrigens selbst dann nicht wissen, wenn wir Bilder von den Ausschreitungen sehen, denn man kann nicht von Äußerlichkeiten darauf schließen." Weiter heißt es in seinem Kommentar: "Über die Herkunft der Täter zu sprechen, über gescheiterte Integration, ergäbe nur Sinn, wenn es einen kausalen Zusammenhang gäbe." Dieser sei laut Kazim aber "nicht erkennbar".

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Seine Analyse wendet sich gegen die Stigmatisierung von sogenannten Phänotypen, also der pauschalen Verurteilung von Menschen aufgrund ihrer äußeren Erscheinung. Einfach gesagt: Nur weil ein Mann eine dunklere Hautfarbe hat, muss er kein Ausländer sein. Nicht alle deutschen Staatsbürger sind hellhäutig, blond und haben blaue Augen. Deshalb bezieht sich Kazim auf "Männer bis 24 Jahre", die laut Statistik in der Tätergruppe überproportional vertreten seien – und sagt: diese gehörten bestraft.

Dennoch wird er für seine Worte heftig kritisiert. Unter anderem Moderatorin Caroline Beil ist von dem Artikel wenig begeistert und schreibt auf Instagram: "Die Gewalttätigen gehören nicht kritisiert, weil sie Migranten sind?!!!! Wow! Dass Herr Kazim, wer immer er auch sein mag, mit dieser Scheißaussage überhaupt eine Plattform bekommt, ist peinlich". Für Beil sei das "Grund genug", sich von der "Zeit" abzuwenden.

"Sprechen Sie mit den Leuten"

Auf eine Anfrage von t-online möchte Caroline Beil nicht weiter antworten, ein Interview sagt sie ab. So bleibt offen, was genau Beil an dem Beitrag kritisiert. Ihr Kommentar auf Instagram ist inzwischen nicht mehr auffindbar, ein Screenshot von Dienstagabend liegt t-online allerdings vor. Ob sie ihre Sätze gelöscht hat? Unklar.

Ein Kommentar von Caroline Beils Kollegin Bettina Rust ist hingegen noch zu sehen. "Ich empfinde es als geradezu zynisch, sich derart aufzuschwingen und Beobachtungen als Vorurteile abzutun", schreibt die Moderatorin auf Instagram zu dem gleichen Artikel. Die Argumentation des Autors hält sie für "kontraproduktiv" und führt aus: "Sprechen Sie mit den Leuten, die Einsätze in Neukölln und Schöneberg fuhren. Herrje, wie beharrlich kann man unter dem Vorwand der Entstigmatisierung leugnen, dass die Gewaltbereitschaft sichtbar und unkontrollierbar ansteigt?"

Verwendete Quellen
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