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Boris Pistorius: Freundin des Verteidigungsministers sorgte für WDR-Wirbel


Wie Boris Pistorius' Freundin beim WDR für Wirbel sorgte

Von t-online, sow

Aktualisiert am 20.01.2023Lesedauer: 2 Min.
Julia Schwanholz: Sie ist die Partnerin von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius.Vergrößern des BildesJulia Schwanholz: Sie ist die Partnerin von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius. (Quelle: SPD/JuliaSchwanholz)
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Er steht derzeit im Fokus der Öffentlichkeit wie kaum ein anderer in der Bundesregierung: Verteidigungsminister Boris Pistorius. Das verändert auch Julia Schwanholz' Leben.

Sie ist die neue Frau an der Seite des deutschen Verteidigungsministers: Julia Schwanholz. Die 40 Jahre alte Politikwissenschaftlerin hat die Liebe zu Boris Pistorius am Donnerstag t-online bestätigt: "Ja, wir sind ein Paar." Damit folgt Schwanholz auf Doris Schröder-Köpf als Pistorius' Partnerin. Mit der Ex-Frau des Altkanzlers Gerhard Schröder war Pistorius zwischen 2016 und 2022 zusammen.

Was die beiden Frauen gemeinsam haben: die politische Heimat. Auch Julia Schwanholz ist eine SPD-Funktionärin. Seit 2017 ist sie Mitglied der Sozialdemokraten, in Osnabrück engagiert sie sich als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. Genau dieser Umstand sorgte im April vergangenen Jahres für Wirbel.

WDR entschuldigt sich für fehlende Schwanholz-Transparenz

Der WDR hatte Schwanholz damals für seine Radiosendung "WDR 5 Morgenecho" eingeladen. Thema war eine Umfrage in Nordrhein-Westfalen vor der Landtagswahl am 15. Mai. Schwanholz wurde als Politikwissenschaftlerin vorgestellt. Sie arbeitete auch damals schon als Akademische Rätin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Duisburg-Essen, war zuvor in Göttingen, Gießen oder Kassel wissenschaftlich tätig.

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Schwanholz sollte beim WDR die sogenannte "Mallorca-Affäre" analysieren und den Schaden für die CDU bewerten. Die CDU-Politikerin Ursula Heinen-Esser war zuvor wegen ihrer Abwesenheit bei der Flutkatastrophe als Umweltministerin von NRW zurückgetreten. Schwanholz sollte sagen, ob das die Wahrscheinlichkeit eines Regierungswechsels im bevölkerungsreichsten Bundesland erhöhe. Was der Sender dabei unerwähnt ließ: die Parteizugehörigkeit der SPD-Frau Julia Schwanholz.

"Alleine der Anschein ist schädlich"

"Ist das noch Zufall oder einfach politisch gewollte Hilfe für den SPD-Kandidaten?", fragte die ehemalige CDU-Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner damals empört. "Alleine der Anschein ist für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk schädlich – und das kurz vor der Wahl." Medienvielfalt und parteipolitische Vielfalt seien "ein hohes Gut für die Glaubwürdigkeit, aber getarnte Parteinahme schadet", polterte Klöckner.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Hauer schloss sich an: "Von Transparenz keine Spur – hier wird dem Publikum eine SPD-Funktionärin als neutrale Kritikerin der Landesregierung untergejubelt." Kurz darauf entschuldigte sich der WDR, schrieb bei Twitter: "Wir hätten transparent machen müssen, dass sie SPD-Mitglied ist. Wir bitten zu entschuldigen, dass wir das nicht getan haben."

Schwanholz trat bereits öfter als Expertin in Erscheinung, unter anderem beim TV-Sender Phoenix oder dem Regionalsender Studio47 aus NRW. Seit ihrer Beziehung zu Verteidigungsminister Boris Pistorius steigt ihr Bekanntheitsgrad. Da erscheint eine fehlende Kennzeichnung ihres Parteibuches für die Zukunft nicht sehr wahrscheinlich ...

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