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ARD, ZDF und Co.: Diese TV-Serien werden eingestellt

Neben "Mordkommission Istanbul"  

Großes Krimisterben: Diese TV-Serien werden eingestellt

25.11.2019, 20:05 Uhr | spot on news

ARD, ZDF und Co.: Diese TV-Serien werden eingestellt. Erol Sander: Der Schauspieler wird nächstes Jahr zum letzten Mal für "Mordkommission Istanbul" vor der Kamera stehen. Die Krimireihe wird dann abgesetzt. (Quelle: Philipp Guelland/Getty Images)

Erol Sander: Der Schauspieler wird nächstes Jahr zum letzten Mal für "Mordkommission Istanbul" vor der Kamera stehen. Die Krimireihe wird dann abgesetzt. (Quelle: Philipp Guelland/Getty Images)

"Mordkommission Istanbul" ist die nächste Reihe, die demnächst enden wird. Doch auch viele andere Krimisendungen werden oder wurden bereits eingestellt. Von diesen Kommissaren heißt es Abschied nehmen.

Nur "Tatort"- und "Polizeiruf 110"-Fans können offenbar noch ruhig schlafen. Wer dagegen an anderen Krimireihen hängt, muss dieser Tage stark sein. Denn mit "Mordkommission Istanbul" steht nun die nächste eigentlich erfolgreiche Krimireihe offiziell vor dem Aus. Die letzte Folge wird 2020 in Südafrika gedreht.

Kurz zuvor wurde bereits das Ende der TV-Krimireihe "Donna Leon" bestätigt. In den Verfilmungen der Kriminalromane von US-Schriftstellerin Donna Leon ermittelt der venezianische Polizist Commissario Guido Brunetti. Verkörpert wurde dieser ab der fünften Folge von Schauspieler Uwe Kockisch. Die letzte Ausgabe wird am 25. Dezember 2019 ausgestrahlt.

"Donna Leon – Stille Wasser": Der letzte neue Fall für Kommissar Brunetti (Uwe Kockisch) am ersten Weihnachtsfeiertag im Ersten. (Quelle: ARD Degeto/Nicolas Maack)"Donna Leon – Stille Wasser": Der letzte neue Fall für Kommissar Brunetti (Uwe Kockisch) am ersten Weihnachtsfeiertag im Ersten. (Quelle: ARD Degeto/Nicolas Maack)

Reihenweise Abschiede auch im ZDF

Und auch das ZDF streicht einige Krimisegel: So wurde im August bekanntgegeben, dass die Reihe "SOKO München", die von 1978 bis 2015 "SOKO 5113" hieß, im kommenden Jahr in TV-Rente gehen wird. Der ZDF-Dauerbrenner gehört zu den dienstältesten Serien im deutschen Fernsehen. Etwas weniger bitter wird der Abschied von Schauspieler Gerd Silberbauer und seinen Kollegen immerhin dadurch, dass die Ermittler von "SOKO Hamburg" und "SOKO Potsdam" den Sendeplatz übernehmen werden.

Auch auf Schauspielerin Senta Berger in der Rolle der internen Ermittlerin, Kriminaldirektorin Dr. Eva Maria Prohacek, müssen Fans in Zukunft verzichten. Ende Oktober ging die "Unter Verdacht"-Reihe in den Ruhestand. Im letzten Fall "Evas letzter Gang" griffen die Filmemacher einen Fall vom Anfang der Reihe noch einmal auf. Der Pilotfilm "Verdecktes Spiel" erhielt 2003 den angesehenen Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Fiktion & Unterhaltung".

Von Hannelore Hoger als "Bella Block" mussten sich die Fans bereits im vergangenen Jahr verabschieden. Der letzte Fall der vielfach ausgezeichneten Samstagskrimireihe mit dem Titel "Am Abgrund" führte die Polizistin in einen Sumpf aus Korruption und Amtsmissbrauch. Schon im ersten Jahr gab es je einen Adolf-Grimme-Preis für Regisseur Max Färberböck und Darstellerin Hannelore Hoger.

Das Comeback nach dem Abschied

Dass der Abschied von einer beliebten Krimifigur nicht für immer sein muss, demonstrierten zuletzt gleich zwei Haudegen dieses Genres. 2018 feierte "Stubbe – Von Fall zu Fall"-Star Wolfgang Stumph ein Comeback. Zwar spielte er in "Stubbe – Tod auf der Insel" im ZDF einen pensionierten Ermittler, den Fall löste er trotzdem. Und dabei soll es nicht bleiben: "Es wird ein weiteres Stubbe-Special geben. Wir drehen nächstes Jahr, und der Film wird wahrscheinlich auch 2020 ausgestrahlt", sagte Stumph der "Bild".

Wolfgang Stumph: Er gab noch mal ein Comeback als Stubbe. (Quelle: ZDF / Nicolas Maack)Wolfgang Stumph: Er gab noch mal ein Comeback als Stubbe. (Quelle: ZDF / Nicolas Maack)

Bereits drei eigenständige Filme gibt es auch von dem ehemaligen "Ein Fall für zwei"-Star Claus Theo Gärtner. Seit 2017 wurde jedes Jahr ein Krimi mit ihm in seiner Paraderolle, Privatdetektiv Josef Matula. gezeigt: "Matula", "Matula – Der Schatten des Berges" und "Matula – Tod auf Mallorca" liefen im ZDF

Wenn die Hauptdarsteller kämpfen

Und dann gibt es noch zwei Krimireihen, bei denen kein Ende in Sicht ist. Sorgen machen sich die Fans dennoch. Denn mit Joseph Hannesschläger und Jan Fedder kämpfen zwei beliebte Hauptdarsteller der Krimireihen "Die Rosenheim-Cops" (ZDF) und "Großstadtrevier" (Das Erste) aktuell gegen eine schwere Krankheit.

Bei Jan Fedder wurde 2013 ein Mundhöhlen-Karzinom diagnostiziert, das eine Strahlenbehandlung erforderte. Nach diversen Knochenbrüchen, einem entzündeten Bluterguss, der 2014 mehrfach operiert wurde und einer weiteren Knieverletzung vor drei Jahren ist der "Großstadtrevier"-Star seit einiger Zeit auf einen Rollstuhl angewiesen. "Der Rollstuhl gehört jetzt halt zu meinem Leben", sagte er im Juni 2019 in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".

Anfang Oktober dieses Jahres schockte der beliebte Münchener Schauspieler Joseph Hannesschläger seine Fans mit der Nachricht, schwer an Krebs erkrankt zu sein. "Ich habe einen neuroendokrinen Tumor. Der ist leider nur palliativ zu behandeln", sagte er damals der "tz". Inzwischen klingt er zuversichtlicher: "Es gibt zwei neue Behandlungsmethoden mit Chancen auf eine Heilung. Wenn es klappt, dann kann ich auch wieder drehen", erklärte er der "Münchener Tageszeitung".

Fixstern Sonntagskrimi

Ganz ohne Abschiede geht es aber auch bei der quotenstärksten Krimireihe "Tatort" beziehungsweise "Polizeiruf 110" nicht. Allerdings heißt es dann immer nur Abschiednehmen von dem einen oder anderen Ermittler oder einer Ermittlungsregion.

Meret Becker und Mark Waschke: Sie hat bereits ihren Abschied als "Tatort"-Kommissarin für 2022 angekündigt.  (Quelle: rbb/Thomas Ernst)Meret Becker und Mark Waschke: Sie hat bereits ihren Abschied als "Tatort"-Kommissarin für 2022 angekündigt. (Quelle: rbb/Thomas Ernst)

So steht beispielsweise schon fest, dass Meret Becker im Jahr 2022 zum letzten Mal in einem Fall als Berliner "Tatort"-Kommissarin Nina Rubin ermitteln wird.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur spot on news

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