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Fusion: Veranstalter sagen Festival in Deutschland ab – wegen Corona

"Uns läuft die Zeit davon"  

Veranstalter sagen eines der größten Festivals Deutschlands ab

09.04.2020, 19:23 Uhr | loe, t-online.de

Fusion: Veranstalter sagen Festival in Deutschland ab – wegen Corona. Fusion Festival vom Kulturkosmos auf dem Flugplatz Müritz: Wegen der Corona-Krise sagten die Veranstalter das große Festival ab. (Quelle: imago images/Eibner)

Fusion Festival vom Kulturkosmos auf dem Flugplatz Müritz: Wegen der Corona-Krise sagten die Veranstalter das große Festival ab. (Quelle: Eibner/imago images)

Mit der Fusion ist das erste große Musikfestival in Deutschland Ende Juni aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Wie es jetzt weitergeht und was mit den Tickets passiert, teilte der Veranstalter nun mit.

Das Fusion Festival in Mecklenburg-Vorpommern fällt aus, teilten die Veranstalter des Vereins "Kulturkosmos" am 9. April auf ihrer Website mit. Mit 70.000 verkauften Tickets zählt die Fusion zu den größten Festivals Deutschlands. Nun begründeten die Verantwortlichen, warum sie das Event absagen mussten und klären, ob Ticketbesitzer ihr Geld zurück bekommen.

"Angesichts der Lage und der Aussichten, die wir jetzt sehen, können wir das Festival in diesem Jahr nicht durchführen. Das ist bei aller Bitterkeit der gemeinsamen Verantwortung geschuldet, die wir alle haben, damit die Covid-19 Pandemie eingedämmt werden kann", heißt es.

Das Festival war – wie jedes Jahr – ausverkauft. Doch für Ticketbesitzer ist es kein herausgeworfenes Geld, denn es gibt eine Lösung: Die nächste Fusion werde vom 30. Juni bis 4. Juli 2021 stattfinden. Die Tickets behalten bis dahin ihre Gültigkeit, können aber auf Wunsch erstattet werden.

"Wir sind in dieser Situation so machtlos wie noch nie"

Die Veranstalter begründen ihre frühzeitige Entscheidung, die sie von sich aus und vor einem generellen Verbot durch die Politik getroffen haben. Gleichzeitig nehmen sie die Hoffnung, dass schon bald wieder Festivals erlaubt sein werden.

"Selbst wenn Ende Juni das Schlimmste überstanden wäre und sich dann das Alltagsleben langsam wieder etwas normalisieren würde, wird es nicht möglich sein, ein Festival mit 70.000 Besuchern aus aller Welt zu veranstalten, geschweige denn, dafür eine behördliche Genehmigung zu bekommen." Sie wollen mit ihrer Absage wenigstens in dieser Hinsicht selbstbestimmt entscheiden, denn die höhere Gewalt sei auch ohne politische Anordnung nicht zu übersehen.

Vorbereitung durch Lockdown und Quarantäne unmöglich

Die aufwändigen Vorbereitungen für so ein mehrtägiges Festival erfordere außerdem einen hohen Arbeitseinsatz. Dieser sei von zuhause aus nicht zu meistern: "Uns läuft auch die Zeit davon. Wir müssten jetzt schon alle mit Volldampf und vielen Mitstreitern an den Vorbereitung arbeiten. Wir sitzen aber im Lockdown und müssten auch jetzt schon Zusagen von unverzichtbaren Partnern bekommen, die uns diese beim besten Willen nicht geben können."

Ein großer Spielplatz für Erwachsenen: Die Fusion mit 70.000 Besuchern. (Quelle: imago images/Eibner)Ein großer Spielplatz für Erwachsenen: Die Fusion mit 70.000 Besuchern. (Quelle: Eibner/imago images)

Eine Verschiebung der Fusion um ein paar Monate sei aber auch keine Option. Die Veranstalter gehen davon aus, dass es noch sehr lange dauern werde, bis Festivals in diesem Ausmaß wieder stattfinden dürfen. "Unser Drang nach hedonistischem Feiern, Selbstbestimmung und kulturellem Leben, muss sich jetzt, keine Frage, einfach dem Primat der Gesundheit unterordnen", schließen die Veranstalter ab. 

Die Fusion ist ein Techno-Festival in Mecklenburg-Vorpommern und bietet neben der Musik auch ein kulturelles Angebot wie Theater oder Workshops. Jährlich besuchen 70.000 Menschen dieses Event, um zu allen Bereichen der elektronischen Musik zu feiern. Laut Veranstalter soll dieses Festival eine friedliche Parallelwelt schaffen, um ein paar Tage frei von Zwängen und Kontrollen zu leben.

Verwendete Quellen:

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