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Johnny Depp gegen Amber Heard: Alle Details zur Schlammschlacht vor Gericht


Psychiatrische Diagnose
Das steckt hinter Johnny Depp und Amber Heards Schlammschlacht

Von t-online, CKo

Aktualisiert am 27.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Johnny Depp and Amber Heard: Die Beziehung der Hollywoodstars ist in einem hässlichen Rosenkrieg geendet.Vergrößern des BildesJohnny Depp and Amber Heard: Die Beziehung der Hollywoodstars ist in einem hässlichen Rosenkrieg geendet. (Quelle: Jason Merritt/Getty Images)
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Johnny Depp und Amber Heards Rechtsstreit findet kein Ende. Die Hollywoodstars stehen wieder vor Gericht und erneut wird ihre gescheiterte Ehe durchleuchtet. Ein Rosenkrieg in mehreren – sehr unschönen Akten.

Da kommt man kaum noch mit. Wieder fetzt sich das einstige Hollywoodpaar Johnny Depp und Amber Heard vor Gericht, dieses Mal aber nicht in Großbritannien, sondern in den USA. Wie bei dem Prozess zuvor reihen sich Vorwürfe und Enthüllungen über ihre gemeinsame Zeit aneinander. Doch was sind eigentlich die Hintergründe des Rechtsstreits und wie ist der aktuelle Stand?

Der Prozess in London

Johnny Depp hatte 2020 die Zeitung "The Sun" verklagt, da sie ihn als "Frauenschläger" betitelt hatte. In diesem Zuge wurde erstmals die turbulente Beziehung zu Amber Heard aufgedröselt und unter die Lupe genommen. Am Ende verlor er den Prozess aber: Ein Richter sah "erdrückende Beweise", dass der "Fluch der Karibik"-Star seine Ex-Frau, mit der er von 2015 bis 2017 verheiratet war, wiederholt angegriffen habe.

2019 hatte Depp aber auch schon gegen Heard Klage eingereicht, dieser Prozess läuft nun seit rund zwei Wochen in Virginia. Grund dafür ist ein Artikel von ihr in der "Washington Post", in dem sie sich als Opfer häuslicher Gewalt bezeichnete. Sie nannte zwar nicht Depps Namen, aber einen Zeitraum, in dem sie eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt hatte. Laut Angaben des US-Amerikaners habe ihn diese Veröffentlichung lukrative Schauspieljobs gekostet.

Doch nicht nur er geht wegen vermeintlicher Verleumdung vor. Die 36-Jährige hat ein Jahr später Gegenklage eingereicht, da Depps Anwalt ihre Missbrauchsvorwürfe öffentlich als Lüge abgestempelt hatte.

Was bisher bei Gericht rauskam

Johnny Depp sagte an vier Prozesstagen aus. Dabei dementierte er jegliche gewaltsamen Übergriffe und betonte, dass er das eigentliche Opfer häuslicher Gewalt gewesen sei. Bei einem Streit in Australien 2015 etwa habe Heard eine Wodkaflasche nach ihm geworfen. "Meine Fingerkuppe wurde abgetrennt und ich sah meinen Knochen herausschauen", erinnerte er sich.

Die Gegenseite schilderte den Eklat Down Under allerdings ganz anders. Depp soll Heard sexuell missbraucht haben und sich seinen Finger verletzt haben, als er ein Telefon in Stücke schlug. Depp seinerseits dementiert einen sexuellen Übergriff.

Johnny Depps Familiengeschichte

Der Familienvater gewährte sehr persönliche Einblicke in seine Vergangenheit. Er sprach von seiner gewalttätigen Mutter. Die Schilderungen wurden von seiner Schwester Christi Dembrowski bestätigt. "Als wir älter wurden, haben wir beschlossen, dass wir, sobald wir unser eigenes Zuhause haben, niemals etwas Ähnliches wie in unserer Kindheit wiederholen würden", sagte sie aus.

Im Kreuzverhör konfrontierte Heards Anwalt Ben Rottenborn den 58-Jährigen mit Textnachrichten, die er verschickt haben soll. Dabei beschimpfte er seine damalige Partnerin unter anderem als "wertlose Nutte". Zudem tauchte ein Video auf, in dem er die Kontrolle verliert.

Andere Tonaufnahmen werfen hingegen kein gutes Bild auf Heard. An einer Stelle sagt sie: "Ich habe dich nicht verprügelt. Ich habe dich geschlagen. Tut mir leid, dass ich dich so geschlagen habe. Aber ich habe dich nicht verprügelt." Laut Depp sei dies sinnbildlich für ihre ganze Beziehung gewesen.

"Sie neigt zur inneren Wut und Feindseligkeit"

Laurel Anderson, die Eheberaterin des früheren Paares, gab ebenfalls ihre Einschätzung ab. Sie erinnerte sich zurück, dass Heard ihr erzählte, wie sie sich gewehrt habe, als Depp handgreiflich wurde. Die Psychologin sah in ihrem Verhältnis einen "gegenseitigen Missbrauch".

Am Dienstag kam die Psychologin Dr. Shannon Curry zu Wort. Sie wurde von Depps Anwälten beauftragt, ein Gutachten der "Aquaman"-Darstellerin zu erstellen. Ihre Diagnose: Heard habe eine Borderline-Störung und eine histrionische Persönlichkeitsstörung. "Sie hat eine sehr raffinierte Art, persönliche Probleme zu minimieren. Sie neigt dazu, Schuldzuweisungen zu machen, neigt zu innerer Wut und Feindseligkeit, neigt dazu, selbstgerecht zu sein, aber sie leugnet dies auch und verurteilt andere."

Der Prozess soll insgesamt sechs Wochen dauern. Einige Zeugen wurden bereits gehört, andere stehen noch aus. Auf der Liste von Heards Anwälten sind unter anderem auch Unternehmer Elon Musk und Schauspieler James Franco aufgeführt. Heard soll ebenfalls noch in den Zeugenstand treten.

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