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Angela Merkel äußert sich zu berüchtigter Szene mit Putins Hund

Von t-online, Kgl

Aktualisiert am 09.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Erstes Interview als Ex-Kanzlerin: Angela Merkel stellte sich den Fragen eines Journalisten. (Quelle: Reuters)
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War es Einschüchterung oder gar ein Gefallen? Ein Hund sorgte bei einem Staatsbesuch Merkels in Russland im Jahr 2007 für zahlreiche Spekulationen – bis jetzt. Die Altkanzlerin erklärt, was wirklich vorgefallen ist.

Es ist mittlerweile 15 Jahre her: Im Jahr 2007 treffen sich der russische Präsident Wladimir Putin und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Badeort Sotschi am Schwarzen Meer. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz wandert ein großer schwarzer Labrador ohne Leine zwischen den beiden Politikern hin und her. Während Putin den Hund streichelt, ist Merkel deutlich anzusehen, dass ihr die Situation weniger behagt. Professionell setzt sie den Termin dennoch fort.


Jahrgang 1954: Diese Stars wurden im selben Jahr geboren

Bundeskanzlerin Angela Merkel: 17. Juli 1954
Sänger Hansi Hinterseer: 2. Februar 1954
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Putins Hund auf Tuchfühlung mit Angela Merkel: Die Szene erregte große Aufmerksamkeit.
Putins Hund auf Tuchfühlung mit Angela Merkel: Die Szene erregte große Aufmerksamkeit. (Quelle: Common Lens/imago-images-bilder)
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Die Szene machte schon damals schnell die Runde. Über Merkel ist bekannt, dass sie als Kind von einem Hund gebissen wurde und seitdem Angst vor den Vierbeinern hat. Die Anwesenheit des Labradors wurde deshalb schnell als Einschüchterungsversuch des russischen Präsidenten gewertet.

"Wer's glaubt, wird selig"

In ihrem ersten großen Interview nach dem Ende ihrer Amtszeit konfrontierte Journalist Alexander Osang die Altkanzlerin nun jedoch mit einer anderen Theorie. Ihm sei zugetragen worden, dass Putin sie vorher gefragt habe, ob die Anwesenheit des Hundes sie störe und ihr damit sogar eine Freude machen wollte.

Für Merkel eine absurde Erklärung. "Naja, wer's glaubt, wird selig", antwortete die 67-Jährige und brachte das Publikum damit zum Lachen. Bereits bei ihrem ersten Besuch im Kreml habe Putin sie auf ihre Angst vor Hunden angesprochen und ihr einen großen Stoffhund überreicht. Insofern habe sie den Hund in Sotschi nicht als "liebevollen Zufall" interpretieren können.

"Bundeskanzlerin muss mit einem Hund fertig werden"

Auch gefragt habe Putin sie vorher nicht. "Mir ist keine Frage bekannt", versicherte Merkel. Vielleicht hätten ihre Mitarbeiter sich nicht getraut, sie vorher über den Hund zu informieren. "Das kann ich mir aber wirklich nicht vorstellen", so die Kanzlerin a.D.

Letztendlich sei es aber auch egal. "Eine tapfere Bundeskanzlerin muss mit so einem Hund fertig werden", stellte Merkel klar und sorgte damit erneut für Lacher und Applaus. "Wenn solche psychologischen Schwierigkeiten dazu führen, dass man nicht mehr voll politisch handlungsfähig ist, dann läuft was falsch", so die Politikerin weiter.

Das Interview Merkels mit Journalist und Buchautor Osang war mit Spannung erwartet worden. Nach ihrem Ausscheiden als Regierungschefin im Dezember hatte sich die 67-Jährige nicht mehr öffentlich geäußert. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine geriet auch die Russlandpolitik der Altkanzlerin zunehmend in die Kritik. Neben derartigen ernsten Themen gab Merkel jedoch auch Aufschluss darüber, wie sie ihre neugewonnene Freizeit verbringt.

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