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Belgischer Prinz entschuldigt sich nach Skandal-Party

Von t-online, dpa, JaH

Aktualisiert am 01.06.2020Lesedauer: 2 Min.
Prinz Joachim: Er entschuldigte sich für sein Verhalten.
Prinz Joachim: Er entschuldigte sich für sein Verhalten. (Quelle: imago images / Reporters)
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Prinz Joachim, der Neffe von Belgiens König Philippe, hat sich für seine Teilnahme an einer wegen der Corona-Pandemie illegalen Party in Spanien entschuldigt. Er wurde nach der Feier positiv auf das Virus getestet.

"Ich bereue meine Handlungen zutiefst und akzeptiere die Konsequenzen", schrieb Prinz Joachim in einer Mitteilung an spanische Medien. Die spanischen Behörden hatten zuvor wegen des Verdachts auf Verstoß gegen die Corona-Bestimmungen Ermittlungen eingeleitet.


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Familienfeier mit insgesamt 27 Teilnehmern

Joachim hatte am Dienstag voriger Woche im südspanischen Córdoba an einer Feier einer Familie teilgenommen, die nach Angaben der spanischen Behörden insgesamt 27 Teilnehmer hatte. Zu dem Zeitpunkt waren in der Region Andalusien wegen des Virus nur Zusammenkünfte von maximal 15 Personen zulässig.

"Enorme Verantwortungslosigkeit"

Nachdem das Königshaus in Brüssel von einem Treffen mit höchstens zwölf Personen gesprochen hatte, bekräftigte die Regionalregierung Andalusiens ihre Angaben. Nach einer Welle der Kritik ging am Sonntagabend auch Regionalpräsident Juanma Moreno mit dem Prinzen und der in der Region sehr bekannten Gastgeber-Familie hart ins Gericht: "Ein solches Verhalten darf sich nicht wiederholen. Das ist eine enorme Verantwortungslosigkeit." Man gefährde damit nicht nur sich selbst, sondern die "gesamte Gesellschaft".

In seinem Schreiben räumte Prinz Joachim sein Fehlverhalten ein. Er habe "nicht alle Quarantäne-Maßnahmen eingehalten". Der jüngste Sohn von Prinzessin Astrid, der Schwester des Königs, war laut Medien und den spanischen Behörden am 24. Mai nach Madrid geflogen und von dort mit dem Zug nach Córdoba weitergereist. Am Tag nach der Feier bekam er Symptome und einen Tag später, am 28. Mai, wurde er positiv auf das Coronavirus getestet.

Seit dem 15. Mai müssen sich alle aus dem Ausland einreisenden Menschen in Spanien einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen, was der Prinz offenbar nicht tat.

Außerdem sind die Umstände von Joachims Einreise unklar. Bis zum 1. Juli darf man in Spanien nur einreisen, wenn man im Land einen Erstwohnsitz hat oder wichtige berufliche Gründe vorweisen kann. Der Palast in Brüssel betonte, es habe sich um eine Dienstreise zu einem Praktikum gehandelt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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