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Fernsehprogramm heute: Das ist unser TV-Tipp des Tages

TV-Tipp für 19.10.2015 - 20.15 Uhr  

Iris Berben spielt die starke Frau im ZDF-Drama "Die Neue"

19.10.2015, 16:35 Uhr | dpa

Fernsehprogramm heute: Das ist unser TV-Tipp des Tages. Iris Berben ist heute im Fernsehen zu sehen: Sie spielt im ZDF-Film "Die Neue" mit. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Iris Berben ist heute im Fernsehen zu sehen: Sie spielt im ZDF-Film "Die Neue" mit. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Manche Fernsehfilme behandeln ein unbequemes Thema, und sie werden – oder bleiben – geradezu erschreckend aktuell. Das Fernsehprogramm bietet heute mit "Die Neue" ein solches Beispiel – unser TV-Tipp des Tages.

Flüchtlinge, Vertriebene, Migranten - kurzum: Menschen aus fernen Ländern hat es in der Bundesrepublik Deutschland immer gegeben. Sie ist längst schon ein Einwanderungsland. Vor allem das Thema der anderen Religionszugehörigkeiten und der damit verbundenen Probleme ist dabei aktueller denn je. Darum geht es auch in dem Fernsehfilm "Die Neue", der am Montag um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen ist.

>> Hier finden Sie das komplette Fernsehprogramm von heute.

Iris Berben ist die toughe Lehrerin

Sie ist sportlich und geht auf das Laufband im Sportstudio, sie hat keine Kinder und lebt allein, sie ist tough und hat ihr Leben im Griff: Eva Arendt (Iris Berben) ist eine beliebte Deutschlehrerin an einem Berliner Gymnasium, und alles läuft bestens. "Was gibt uns Goethe heute?" fragt sie ihre Schüler, die daraufhin zwar irgendwas von "Bullshit aus dem Mittelalter" murmeln, sich dann aber natürlich doch mit dem Dichter beschäftigen. Eva lebt als entschiedene Demokratin ganz für ihren Beruf, hat ein Verhältnis mit ihrem (verheirateten) Schuldirektor Rolf (Hans-Jochen Wagner) und kümmert sich um ihre Mutter, die im Krankenhaus liegt.

Als die Mutter stirbt, organisiert Eva die Beerdigung und die Wohnungsauflösung, wobei sie das Foto eines ihr unbekannten Mannes entdeckt. Wie sie allmählich herausfindet, ist das ihr leiblicher Vater, der auch nichts von ihr wusste. Es kommt zum Treffen. Auch mit ihrem Bruder Guido (Martin Brambach) gibt es eine zaghafte Wiederannäherung.

Falsch verstandene Solidarität

Doch als dann eine neue Schülerin in ihre Klasse kommt, wird plötzlich alles anders: Sevda (Ava Celik) trägt ein Kopftuch, nimmt nicht am Sportunterricht teil, liest im Koran und und betet heimlich in einem Abstellraum im Keller der Schule. Es kommt zu grundlegenden Auseinandersetzungen zwischen Ava und ihren Mitschülern, den Lehrern und dem Direktor, der den Schulfrieden in Gefahr sieht.

Eva wendet sich mehr und mehr Ava zu, vernachlässigt darüber die anderen Schüler und wird zunehmend zu einer Getriebenen, die obendrein in eine Lebenskrise gerät. Aus falsch verstandener Solidarität heraus verliert Eva die Balance und Distanz als Lehrerin. Beide Frauen, Lehrerin wie Schülerin, sind auf der Suche nach der eigenen Identität und beginnen, ihre bisherigen Prinzipien in Frage zu stellen. "Sie will mit dem Kopf durch die Wand, und wir können nur ein Kissen dazwischenhalten", sagt Eva über Ava.

Über ihre Rolle erzählt Iris Berben (65, "Miss Sixty", "Die Eisläuferin") im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Eva ist eine sehr liberale, weltoffene Lehrerin, die an einer Schule arbeitet, wo sie das Thema der Unterschiedlichkeit kennt und lebt." Sie versuche, ihren Schülern eher durch Verständnis näher zu kommen als nur durch Strenge. Damit sei sie bislang ganz gut gefahren, bis sie sich dann vergaloppiere. "Eva will alles besonders richtig machen, weil sie in dem Mädchen Sevda auch ein bisschen sich selber sieht."

Fazit zu "Die Neue" im ZDF

Die türkisch-deutsche Regisseurin Buket Alakus (44) ist in Istanbul geboren, lebt seit gut 40 Jahren in Hamburg und ist durch Filme wie "Eine andere Liga" oder "Einmal Hans mit scharfer Soße" bekannt geworden. Sieht man von kleinen Schwächen wie dem etwas zu glatten Ende ab, hat Alakus mit "Die Neue" einen starken Film über zwei starke Frauen gedreht. Sie ringen um gegenseitige Anerkennung, um Respekt und um Akzeptanz - Toleranz allein genügt da nicht, und Antworten auf alle klug gestellten Fragen gibt es auch nicht.

Es geht natürlich um Ängste vor dem Anderssein und wie man damit am besten umgehen sollte. Das ist nicht leicht, aber es ist machbar. Und wenn Angst und Sprachlosigkeit überwunden werden, dann kann das Zusammenleben verschiedener Kulturen schließlich zu einer großartigen Bereicherung werden. Insofern ist der aktuelle Film ein gelungenes Plädoyer für Nächstenliebe und Integration, die nicht als pure Anpassung verstanden werden sollte. Oder um es mit Goethe zu sagen: Das ist des Pudels Kern.

>> Hier finden Sie das komplette Fernsehprogramm von heute.

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