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Für George Floyd: Amira und Oliver Pocher schweigen fast neun Minuten im TV

Aktion in TV-Sendung  

Weshalb Amira und Oliver Pocher 8:46 Minuten schwiegen

05.06.2020, 12:47 Uhr | spot on news, mbo, t-online.de

Für George Floyd: Amira und Oliver Pocher schweigen fast neun Minuten im TV. Amira und Oliver Pocher: Sie machten sich in ihrer Show für den Kampf gegen Rassismus stark indem sie schwiegen. (Quelle: imago images / localpic)

Amira und Oliver Pocher: Sie machten sich in ihrer Show für den Kampf gegen Rassismus stark indem sie schwiegen. (Quelle: imago images / localpic)

Oliver und Amira Pocher schwiegen in ihrer vorerst letzten Livesendung 8:46 Minuten lang. Dazu zeigte das Ehepaar ernste Mienen. Sie wollten damit ein Zeichen setzen.

Wo Oliver Pocher und seine Ehefrau Amira sonst Witze reißen und Späße machen, herrschte am Donnerstagabend solidarische Stille. Das Paar nutzte die Livesendezeit seiner RTL-Show "Pocher – gefährlich ehrlich!", um ein wichtiges Statement zu setzen. Ganze acht Minuten und 46 Sekunden schwiegen die beiden, bekleidet in schwarzen "nicht egal!"-T-Shirts, im abgedunkelten TV-Studio. Es war genau die Zeitspanne, die der Afroamerikaner George Floyd vergangene Woche in den USA um sein Leben kämpfte, während ein Polizeibeamter auf seinem Hals kniete.

"Kein Platz für Rassismus"

Es sollte ein Zeichen gegen Rassismus sein. "Rassismus tötet und Rassismus ist nicht nur ein amerikanisches Problem", werden Amira Pochers Worte im Vorfeld der Sendung von RTL zitiert. Oliver Pocher ergänzte: "Hier auf dieser Welt ist kein Platz für Rassismus." Das Paar hatte seine Follower dazu aufgerufen, die Aktion zu unterstützen, indem sie ihre Namen via Social Media zusenden sollten. Diese wurden später, während der Schweigeminuten, am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Über 400 Personen kamen dem Aufruf des Paares nach.

Die Twitter-Reaktionen auf die Aktion sind überwiegend positiv. "Neun Minuten teure Sendezeit in der LatePrime nutzen, um sich gegen Rassismus zu positionieren traut sich auch nicht jeder. Sehr gute Aktion", schreibt da jemand anerkennend. Auch zu lesen: "Mir ist bewusst, dass Oliver Pocher eine polarisierende und kontroverse Person ist! Aber am Ende des Tages ist die Nachricht, die er vermittelt, die richtige... und da ist egal, ob man ihn sympathisch findet oder nicht!" Ein User findet sogar, das sei "das Beste, das Oliver Pocher jemals im Fernsehen gemacht hat". 

Kritisiert wird aber teilweise, dass sich Pocher vor wenigen Tagen noch darüber echauffiert hat, dass viele nur beim #BlackOutTuesday mitgemacht hätten, weil es alle taten. Außerdem erwähnen einige, dass er selbst in der Vergangenheit schon für Showzwecke rassistisch gewesen ist.

Verwendete Quellen:

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