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RTL-Dschungel begonnen - "Ich hasse stinkende Menschen"

Von dpa
Aktualisiert am 22.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderieren das RTL-Dschungelcamp.
Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderieren das RTL-Dschungelcamp. (Quelle: Stefan Gregorowius/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Ein StĂŒck "FernsehnormalitĂ€t" ist zurĂŒck: Nach einem Jahr Corona-Pause hat am Freitagabend das RTL-Dschungelcamp begonnen.

FĂŒr die 15. Staffel der Dauerbrenner-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" hat der Sender Promis wie den Modedesigner Harald Glööckler, "Manta, Manta"-Schauspielerin Tina Ruland und "Teppichluder" Janina Youssefian in diesem Jahr erstmals nach SĂŒdafrika geschickt und nicht mehr nach Australien.

Das brachte ungewohnte Bilder: Die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderierten im Dunkeln, die Zeitverschiebung nach SĂŒdafrika betrĂ€gt nur eine Stunde. Und statt der berĂŒhmten KĂ€nguruhoden, die Generationen von Campern schon haben vertilgen mĂŒssen, gab es die Körperteile in diesem Jahr vom Warzenschwein.

Ansonsten aber war vieles wie immer: Zickereien bei der Kontrolle der wenigen erlaubten LuxusgegenstĂ€nde, die die Kandidaten mit ins Camp nehmen dĂŒrfen, SelbstbeweihrĂ€ucherungen der Teilnehmer, die auf die Dschungelkrone oder wenigstens möglichst viel Sendezeit hoffen, exotische Kulisse, herausfordernde, ekelerregende DschungelprĂŒfungen. Neben den Warzenschweinhoden gab es noch Schafsaugen, Impala-Lungen und Kudu-Penisse.

Zoff um Tofu

Streit erzeugte allerdings ein ganz harmloses StĂŒck Tofu. Ex-Bachelor-Kandidatin Linda Nobat (in diesem Jahr das Dschungel-Playmate im "Playboy") echauffierte sich, weil die beiden Vegetarierinnen Ruland und (O-Ton Kandidat Filip Pavlovic) "Lieblings-Luderin" Youssefian ihren Fleischersatz nicht teilen wollten. Ihr könnte in den Tagen noch einiges bevorstehen im heißen, beengten Dschungel, erklĂ€rte sie doch gleich zu Beginn: "Ich hasse stinkende Menschen."

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Nicht nur zwischen ihr und Ruland, auch zwischen den beiden Schauspielerinnen Ruland und Anouschka Renzi könnte sich eine dauerhafte Fehde anbahnen, nachdem Renzi versehentlich das Handtuch der Kollegin genutzt hatte und dafĂŒr gerĂŒgt wurde. Es folgten erste, zaghafte LĂ€stereien von Renzi und ihrem langjĂ€hrigen Kumpel Glööckler. Auf welche Seite die Zuschauer sich dabei stellen? Einen Hinweis darauf könnte die Wahl der Kandidatin fĂŒr die erste DschungelprĂŒfung geben. Die fiel nĂ€mlich an Tag eins im Zuschauervoting auf Renzi.

Glööcklers Push-up-Unterhosen

Ansonsten sorgte in Folge eins der Inhalt von Glööcklers Rucksack fĂŒr eine Überraschung, hatte der schillernde Designer doch mehrere Push-up-Unterhosen eingepackt. Schon 2010 sei ihm die Teilnahme an der Sendung das erste Mal angeboten worden, sagte er. Doch damals sei er noch nicht bereit dazu gewesen.

Dann kam Corona und verĂ€nderte alles: "Wenn ich im Lockdown in der KĂ€lte im Garten sitze und keiner sieht mich, was soll das denn werden?", begrĂŒndete Glööckler, warum er in diesem Jahr nun dann doch dabei ist - und formulierte auch gleich die Anspruchshaltung an die Kandidaten der Show, die immer mal wieder als zu langweilig kritisiert wird oder zu redundant: "Sie können ja nicht, wenn eine schlechte Oper gespielt wird, sagen: Das Opernhaus taugt nichts."

Nur 4,6 Millionen sehen Start

Im Vergleich zu frĂŒheren Ausgaben scheint das Interesse an dem Format gesunken zu sein. Im Schnitt 4,58 Millionen (Marktanteil 21,7 Prozent ab 21.30 Uhr) verfolgten den Einzug der Promis. Bei der letzten regulĂ€ren Ausgabe, der 14. Staffel vor zwei Jahren, sahen gut 6 Millionen die Auftaktsendung, vor fĂŒnf Jahren waren es sogar noch mehr als sieben Millionen. Doch bei den jĂŒngeren Zuschauern (14 bis 49 Jahre) war die Quote wieder gut: 35 Prozent aller Leute in dieser Altersgruppe, die am Freitag um diese Zeit ĂŒberhaupt fernsahen, entschieden sich fĂŒr die LĂ€ster-Realityshow. Das waren 1,89 Millionen.

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