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Kriegt VW sein E-Auto nicht in Fahrt?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

Aktualisiert am 26.02.2020Lesedauer: 2 Min.
VW ID.3: Im Herbst 2019 begann die Produktion in Zwickau – Teile des Autos sind jedoch bis heute nicht fertig entwickelt.
VW ID.3: Im Herbst 2019 begann die Produktion in Zwickau – Teile des Autos sind jedoch bis heute nicht fertig entwickelt. (Quelle: STAR-MEDIA/imago-images-bilder)
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Stotter-Start in Richtung Zukunft: Der neue VW ID.3 will einfach nicht fertig werden. Statt Entwicklungsprobleme zu lösen, kommen ständig neue hinzu – bis zu 300 Fehler pro Tag. Nun gibt es bereits Notfall-Szenarien.

Er werde der Golf der Zukunft, der Neuanfang für VW, der Start ins Elektro-Zeitalter – vielleicht hat die Auto-Welt noch nie so viel von einem Auto erwartet wie vom kommenden ID.3. Allmählich weichen die riesigen Erwartungen aber einem bangen Hoffen. Darauf, dass das Elektroauto überhaupt wie geplant auf den Markt kommen kann.


Die wichtigsten Stromer-Neuheiten 2020

BMW iX3 (links): Zugunsten der Reichweite verzichtet BMW bei seinem Elektro-SUV auf einen Allradantrieb.
Opel Corsa e: Der Kleinwagen hat dieselbe Technik wie der Peugeot e-208. Beide Marken gehören zum französischen PSA-Konzern.
+9

Die ersten Autos sind bereits reserviert, auch die Werbung ("Now you can") ist schon im Kasten. Aber erstmal stellt sich die Frage: Kann VW ĂĽberhaupt Elektroauto?

Starttermin gefährdet

Ein Bericht des "Manager Magazins" jedenfalls deckt massive Probleme auf. Offenbar sind sie so gewaltig, dass sogar der lange geplante Start des ID.3 im Sommer nicht mehr sicher ist. Eine Peinlichkeit, die sie bei VW um jeden Preis verhindern wollen. Aber können Sie das?

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Dem Magazin zufolge ist es die Software, die VW nicht in den Griff bekommt. Zwar sind Berichte über Software-Probleme am ID.3 nicht neu – gelöst seien sie aber bis heute nicht. Und täglich sollen neue hinzukommen. An einem einzelnen Tag würden die Testfahrer bis zu 300 Fehler melden.

Kritik kommt aus dem eigenen Haus

Selbst die eigenen Experten wĂĽrden kritisieren: Die Grundarchitektur der ID.3-Software sei "zu hastig" aufgebaut worden. Die Folge: Einzelne Teile des Systems wĂĽrden sich nicht verstehen. Und dadurch komme es zu Aussetzern.

VW-Chef Herbert Diess (rechts) mit Bundeskanzlerin Merkel und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Zwickauer VW-Werk: Die Probleme beim ID.3 führen zu Unmut.
VW-Chef Herbert Diess (rechts) mit Bundeskanzlerin Merkel und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Zwickauer VW-Werk: Die Probleme beim ID.3 führen zu Unmut. (Quelle: STAR-MEDIA/imago-images-bilder)

In Wolfbsurg entwerfe man bereits Szenarien für den Fall, die Probleme nicht rechtzeitig in den Griff zu bekommen. Das schlimmste lautet: Verzug um bis zu ein Jahr. Solche Befürchtungen tut das VW-Topmanagement wiederum als "kompletten Quatsch" ab. Schließlich könnten sie für den Konzernchef Herbert Diess (61) unangenehme Folgen haben: Im kleinen Kreis hätten die im Konzern sehr einflussreichen Familien Porsche und Piëch bereits ihren Unmut geäußert.

"Now you can" – bis das stimmt, könnte es noch etwas länger dauern.

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Von Christopher Clausen
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