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Getestet: Können E-Autos wirklich schnell laden?


Getestet: Schnelles Laden – ein leeres Versprechen?

  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk

08.08.2022Lesedauer: 2 Min.
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Schnelles Laden: wird das Versprechen eingelöst?
Schnelles Laden: wird das Versprechen eingelöst? (Quelle: Sven Simon/Hersteller-bilder)
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Immer schneller, immer voller: Binnen Minuten können moderne E-Autos den Strom für lange Strecken laden, heißt es. Stimmt das? Der große Test.

Diagnose: Reichweitenangst – immer noch ist die Sorge vorm Liegenbleiben ein großes Hemmnis für Stromer-Skeptiker. Wohl niemand möchte mit leerem Akku auf dem Standstreifen der Autobahn ausrollen oder stundenlang an der Stromsäule ausharren, bis die Fahrt bis zum nächsten Ladepunkt weitergehen kann.

Ist die Angst berechtigt?

Längst nicht mehr, wie ein aktueller Test der P3 Group zeigt. Die Stuttgarter Beratungsgesellschaft prüfte 21 beliebte Elektroautos: Wie viele Kilometer sind nach zehn Minuten Ladezeit wieder machbar, wie viele nach 20 Minuten?

Das Ergebnis: Selbst günstigere Modelle der Kompaktklasse sind inzwischen schnelle Lader. Der VW ID.3 etwa ist nach 20 Minuten fit für weitere 153 Kilometer. Und der Beste im Test, der Kia EV6, schafft sogar das Doppelte.

Reichweitenangst ist ein Phantomthema, bestätigt der Mobilitätsexperte Richard Gutjahr im Podcast "Ladezeit" von t-online – nicht allein wegen der schnellen Ladezeiten. Die Gründe erfahren Sie hier.

Die fünf schnellsten Lader im Überblick

Platz 1: Kia EV6

Kia EV6: ab 46.990 Euro.
Kia EV6: ab 46.990 Euro. (Quelle: Hersteller-bilder)
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Das Mittelklasse-Modell (ab 46.990 Euro) mit 800-Volt-Bordnetz kann in 20 Minuten genug Strom für 309 Kilometer aufnehmen – selbst die teureren Modelle der Oberklasse schneiden nicht besser ab. Damit empfiehlt sich der Kia besonders als E-Auto für Langstrecken.

Platz 2: Mercedes-Benz EQS450+

Mercedes-Benz EQS 450+: ab 107.326 Euro.
Mercedes-Benz EQS 450+: ab 107.326 Euro. (Quelle: Hersteller-bilder)

Die elektrische S-Klasse lädt mit 400-Volt-Bordnetz in 20 Minuten den Strom für 275 Kilometer.

Platz 3: BMW iX xDrive50 und Hyundai Ioniq 5

BMW iX xDrive50: ab 119.150 Euro.
BMW iX xDrive50: ab 119.150 Euro. (Quelle: Hersteller-bilder)

Auch dem SUV von BMW ermöglicht ein 400-Volt-Bordnetz seine hohe Ladeleistung. Im Durchschnitt liegt sie bei 152 kW. Das ergibt eine Reichweite von 273 km nach 20 Minuten am Stromkabel.

Hyundai Ioniq 5: ab 43.900 Euro.
Hyundai Ioniq 5: ab 43.900 Euro. (Quelle: Hersteller-bilder)

Im Hyundai steckt ähnliche Technik wie im Kia (Platz 1, beide gehören zur Hyundai Motor Group). Auch ihm hilft ein 800-Volt-Bordnetz beim schnellen Laden – auf 272 km Reichweite nach 20 Minuten.

Platz 5: Porsche Taycan GTS

Porsche Taycan GTS: ab 134.214 Euro.
Porsche Taycan GTS: ab 134.214 Euro. (Quelle: Hersteller-bilder)

Im Porsche steckt ebenfalls ein 800-Volt-Bordnetz, die maximale und durchschnittliche Ladeleistung sind die besten im Test – zumindest anfangs: In nur zehn Minuten lädt er Strom für 183 km; in den folgenden zehn Minuten aber lediglich für 88 km. Insgesamt sind es deshalb nach 20 Minuten nur 271 km.

Alle Testergebnisse auf einen Blick

Kompaktklasse (Nettolistenpreis bis 35.000 Euro)

Platz Modell Reichweite nach 10 min Reichweite nach 20 min
1 VW ID.3 (58 kWh) 87 153
2 Hyundai Kona (64 kWh) 74 144
3 Peugeot e-208 GT 81 130
4 Fiat 500e 72 123
5 Mini Cooper SE 42 87
6 Dacia Spring 30 59

Mittelklasse (Nettolistenpreis ab 35.000 Euro bis 65.000 Euro)

Platz Modell Reichweite nach 10 min Reichweite nach 20 min
1 Kia EV6 197 309
2 Hyundai Ioniq 5 164 272
3 BMW i4 eDrive 40 148 235
4 Tesla Model 3 Long Range 149 221
5 Polestar 2 Long Range Single Motor 128 218
6 BMW iX3 113 201
7 Tesla Model Y Long Range 106 175
8 VW ID.4 (77 kWh) 94 171
9 Mercedes-Benz EQA 250 85 163
10 Renault Megane E-Tech EV60 96 160

Oberklasse (Nettolistenpreis ab 65.000 Euro)

Platz Modell Reichweite nach 10 min Reichweite nach 20 min
1 Mercedes-Benz EQS 450+ 154 275
2 BMW iX x-Drive 50 157 273
3 Porsche Taycan GTS 183 271
4 Audi e-tron GT quattro 158 237
5 Audi e-tron 55 quattro 92 187

Fünf schnelle Tipps für den Akku

  • Nicht nach jeder Fahrt aufladen, nie ganz leer fahren: Ganz voll und ganz leer – beides mag der Akku gar nicht.
  • Ideal ist ein Ladezustand von 30 bis 70 Prozent. Das genügt im Alltag völlig.
  • Vor langen Fahrten darf der Akku natürlich voller sein. Laden Sie ihn dann aber erst unmittelbar vor dem Start komplett auf.
  • Hitze fördert den Verschleiß. Parken Sie das Auto nach dem Laden möglichst nicht in der prallen Sonne. Ideale Temperaturen für den Akku: 20 bis 35 Grad.
  • Wenn es mal schnell gehen soll, lässt sich der Akku in hohem Tempo beladen – das zeigt der aktuelle Test. Generell schont es den Akku aber, wenn er etwas mehr Zeit zum Auftanken bekommt.
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Verwendete Quellen
  • P3 Group: "P3 Charging Index Report"
  • Podcast "Ladezeit": "Welche Batterie braucht mein Elektroauto?"
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
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