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Dieselfahrverbot: Rabattwelle für den deutschen Automarkt erwartet

Wer auf Schnäppchen hoffen kann  

Rabattwelle für den deutschen Automarkt erwartet

03.11.2018, 08:14 Uhr | Christian Ebner, dpa

Dieselfahrverbot: Rabattwelle für den deutschen Automarkt erwartet. Ein Prozentzeichen klebt auf der Scheibe eines Autos. Damit sollen Preisnachlässe angedeutet werden. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Rabatte im Autohaus: Das Dieselfahrverbot zieht Preissenkungen bei Autos mit sich. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Zur Vermeidung von Dieselfahrverboten haben die meisten Autohersteller ihre Rabattprogramme neu aufgelegt. Doch auch wer keinen alten Stinker zum Eintausch hat, kann auf Schnäppchen hoffen.

Der Kauf eines Neuwagens kann für Verbraucher in Deutschland in den kommenden Monaten günstig werden. Nach Einschätzung der Experten der Universität Essen-Duisburg steht der Automarkt vor einer erneuten Rabattwelle – ausgelöst durch die neuerlichen Preisnachlässe wichtiger Hersteller beim Eintausch älterer Dieselfahrzeuge. Zudem drücken hohe Bestände von Eigenzulassungen auf die Preise.

Insbesondere in den mit Stickoxid besonders hoch belasteten Regionen würden wichtige Modelle faktisch mit Spitzenrabatten bis zur Hälfte des Listenpreises angeboten, berichtet Ferdinand Dudenhöffer in der Untersuchung. So könnten Besitzer alter Diesel etwa einen VW Golf Trendline für weniger als die Hälfte des Listenpreises erwerben. Ähnlich sehe es beim Passat oder beim Ford C-Max aus.

Voraussetzung für Rabatte

Voraussetzung ist meist die Verschrottung eines alten Diesels mit der Abgasnorm Euro 4 oder älter. Einige Hersteller nehmen auch Euro-5-Diesel in Zahlung und gewähren dafür Nachlässe bei Neuwagen. Nach Berechnungen der Experten gleichen zumindest die Umtauschprämien von VW und BMW in den Schwerpunktregionen den zusätzlichen Wertverlust bei Dieseln "fair" aus. Dazu wurden Restwertvergleiche mit ungefähr genauso starken Benzinermodellen angestellt.

Neben den politisch erwünschten Verschrottungsanreizen drücken größere Bestände aus Eigenzulassungen auf das Preisniveau. Nach Einschätzung Dudenhöffers haben viele Hersteller und Händler noch etliche Wagen auf eigene Rechnung zugelassen, die noch nicht der neuen Zertifizierung für den Abgasteststandard WLTP entsprachen.



Diese Fahrzeuge müssen nun ebenfalls mit hohen Preisnachlässen an die Käufer gebracht werden. Besonders hohe Quoten hat das Institut bei den Marken Nissan (64,4 Prozent aller Neuzulassungen), Fiat, Hyundai und Opel (51,4 Prozent) festgestellt. "Die Händlerhöfe müssen im November voll stehen von Tageszulassungen", folgert Dudenhöffer.

Verwendete Quellen:
  • dpa


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