Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen Text9-Euro-Ticket sorgt bei Bahn f├╝r ProblemeSymbolbild f├╝r einen TextSelenskyj: Hohe Verluste im OstenSymbolbild f├╝r einen TextKinderleiche aus Donau geborgenSymbolbild f├╝r einen TextBald US-Soldaten in Kiew?Symbolbild f├╝r einen Text13 Deutschen droht Haft auf MallorcaSymbolbild f├╝r einen TextNeuer Wirbel um Frankfurts B├╝rgermeisterSymbolbild f├╝r einen TextAuf diesen Handys l├Ąuft WhatsApp ausSymbolbild f├╝r einen Text20-J├Ąhriger verstirbt bei MarathonSymbolbild f├╝r einen TextDieses Handy wechselt seine FarbeSymbolbild f├╝r einen TextSarah Engels: Tr├Ąnen im FamilienurlaubSymbolbild f├╝r einen Watson Teaser"Let's Dance"-Jurorin platzt nach Finale der Kragen

Was Biokraftstoffe f├╝r das Klima leisten k├Ânnen

Von dpa
Aktualisiert am 21.01.2022Lesedauer: 3 Min.
In der Anlage des Fraunhofer Instituts UMSICHT wird Biogenes ├ľl erzeugt, aus dem Kraftstoff gewonnen werden kann.
In der Anlage des Fraunhofer Instituts UMSICHT wird Biogenes ├ľl erzeugt, aus dem Kraftstoff gewonnen werden kann. (Quelle: --/Fraunhofer UMSICHT/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

M├╝nchen (dpa) - Auf Deutschlands Stra├čen sind heute rund 47 Millionen Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren unterwegs. Selbst wenn die Bundesregierung ihr Ziel von 15 Millionen Elektroautos bis Ende 2030 erreicht, bleiben rein rechnerisch gut 30 Millionen Verbrenner. Das ist eine H├╝rde f├╝r die Klimaziele.

"Wir brauchen hier eine L├Âsung", mahnte BMW-Chef Oliver Zipse am Donnerstag (20. Januar) beim Besuch von Bundesklimaminister Robert Habeck im BMW-Stammwerk M├╝nchen. "Ob es 100 Prozent E-Fuels sind oder Beimischungen von E-Fuels, das wird zu diskutieren sein." Denn in Europa werde es "Jahrzehnte dauern, bis diese Fahrzeuge nicht mehr in den M├Ąrkten sein werden".

Schon seit einem Jahrzehnt gibt es an den deutschen Tankstellen E10, Benzin mit einer Beimischung von bis zu zehn Prozent Ethanol aus Getreide, Zuckerr├╝ben und anderen Pflanzen. Das senkt den CO2-Aussto├č, denn das frei werdende Kohlendioxid wurde zuvor von Pflanzen der Atmosph├Ąre entnommen. Die Hersteller des Biosprits fordern bereits h├Âhere Beimischungen.

Kraftsstoffe aus Kl├Ąrschlam und Bioabf├Ąllen

Biogene Kraftstoffe entstehen ebenfalls aus Biomasse, allerdings aus Resten wie Kl├Ąrschlamm, Bioabf├Ąllen und ├Ąhnlichem. Durch Erhitzung unter Luftausschluss und Veredelung entsteht ein Roh├Âl. In einer Raffinerie entsteht daraus Treibstoff, der wie klassisches fossiles Benzin oder Diesel eingesetzt werden kann. Die Technik sei relativ robust, sagt Robert Daschner, Abteilungsleiter Energietechnik beim Fraunhofer-Institut im bayerischen Sulzbach-Rosenberg. Bei entsprechender Besteuerung h├Ąlt er den so entstehenden Sprit f├╝r konkurrenzf├Ąhig - auch weil die Ausgangsstoffe Abfall sind und fast nichts kosten oder sogar f├╝r ihre Entsorgung bezahlt wird. Nat├╝rlich lasse sich damit nicht alles abdecken, sagt er, "aber f├╝r etliche Prozent des heutigen Spritbedarfs k├Ânnte es durchaus reichen".

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Der Bundeskanzler will nicht, dass die Ukraine gewinnt"
Roderich Kiesewetter (CDU) bei "Anne Will": Isoliert sich Deutschland im Ukraine-Konflikt von der EU?


Noch mehr Potenzial sieht man bei Siemens Energy f├╝r E-Fuels - synthetische Kraftstoffe, die mit gr├╝nem Strom aus Wasserstoff und anderen Gasen hergestellt werden. Zusammen mit Porsche hat das Unternehmen eine Demonstrationsanlage im S├╝den Chiles gebaut. Mit drei Megawatt Windenergie stellt sie 130.000 Liter Benzin und 450.000 Liter Methanol pro Jahr her. Eine kommerzielle Anlage mit der hundertfachen Leistung soll 2025 starten. Manager Markus Speith rechnet ab 2027 mit Anlagen in der Gr├Â├čenordnung von 2,5 Gigawatt, die eine halbe Million Autos mit Benzin versorgen k├Ânnten. Und alleine in dieser Region gebe es Windenergie-Potenzial f├╝r 10 bis 20 solcher Anlagen mit Potenzial f├╝r 6 bis 12 Milliarden Liter Benzin.

E-Fuels bei steuerlicher Beg├╝nstigung konkurrenzf├Ąhig

Mit gr├╝nem Strom ein Batterieauto direkt anzutreiben, ist zwar viel effizienter, als daraus erst Wasserstoff und dann synthetischen Kraftstoff zu machen und ihn zu verbrennen. Ein Gro├čteil der Energie bleibt auf der Strecke. Doch Effizienz sei gar nicht so entscheidend, sagte Speith. Wo es wie im S├╝den Chiles gute Voraussetzungen f├╝r Windstrom gebe, aber keinen Bedarf daf├╝r, biete es sich an, sie in Kraftstoff umzuwandeln, der sich dann mit Tankern dahin bringen lasse, wo man ihn brauche. Bei steuerlicher Beg├╝nstigung im Vergleich zu fossilen Treibstoffen k├Ânnten auch diese E-Fuels preislich konkurrenzf├Ąhig zu den aktuellen Preisen sein.

J├╝rgen Karpinski, Pr├Ąsident des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), sagte: "Mit klimaneutralen E-Fuels oder Biokraftstoffen k├Ânnten alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in der EU klimaneutral angetrieben werden, und die bestehende Tankstellen-Infrastruktur w├Ąre vorhanden." Das w├╝rde helfen, den CO2-Aussto├č schnell zu senken. Dazu brauche es aber "eine gleiche staatliche F├Ârderung f├╝r synthetische Kraftstoffe wie f├╝r die E-Autos".

"Wer nur auf Batterieantriebe setzt, wird die Klimaziele nicht schaffen", hei├čt es auch beim Verband der Automobilindustrie (VDA). Die Hersteller sind gespannt, ob die EU-Kommission bei den Flottengrenzwerten in Zukunft neben E-Autos auch E-Fuels positiv anrechnen wird.

Widerspr├╝chliche Signale aus der Politik

Klimaminister Habeck (Gr├╝ne) sieht E-Fuels f├╝r Autos allerdings sehr skeptisch. Daf├╝r m├╝ssten ja noch mehr Windr├Ąder gebaut werden. "Deswegen sehe ich den Einsatz von E-Fuels vor allem in den Bereichen, die schwer zu elektrifizieren sind." Schwerpunkt sei der Schwerlastverkehr.

Was Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will, ist weniger klar. Vor einer Woche sagte er dem Berliner "Tagesspiegel": "Auf absehbare Zeit werden wir aber nicht genug E-Fuels haben, um die jetzt zugelassenen Pkw mit Verbrennungsmotor damit zu betreiben." Er k├Ânne "nur dazu raten, auf CO2-neutrale Antriebe umzusteigen." Allerdings ├Ąu├čerte er sich anschlie├čend im Bundestag ganz anders. Um die Klimaziele zu erreichen, seien E-Fuels "ein wichtiger Baustein", sagte Wissing dort, "nat├╝rlich auch in den Bestandsflotten der Pkw. Jeder Beitrag zur CO2-Reduktion ist wichtig."

Der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Thomas Barei├č, spottete, so schnell sei noch kein Minister umgefallen. Und "diese Woche h├Âren wir von Ihrem Koalitionspartner im Verkehrsausschuss, dass schon entschieden sei, dass dem Verbrennungsmotor das Aus bevorsteht. Ja, was nun, Herr Minister?"

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Markus Abrahamczyk
Von Markus Abrahamczyk
BMWBenzinBundesregierungCO2ChileDeutschlandElektroautoEuropaRobert Habeck
Auto-Themen

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website