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Das bange Warten auf das E-Auto

Von dpa
Aktualisiert am 31.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Mitarbeiter von Volkswagen montieren im Rahmen eines Presserundgangs in der Gl├Ąsernen Manufaktur von Volkswagen bei der sogenannten Hochzeit die Karosserie und den Antriebsstrang eines VW ID.
Mitarbeiter von Volkswagen montieren im Rahmen eines Presserundgangs in der Gl├Ąsernen Manufaktur von Volkswagen bei der sogenannten Hochzeit die Karosserie und den Antriebsstrang eines VW ID.3. Autok├Ąufer m├╝ssen derzeit unter Umst├Ąnden lange auf einen Neuwagen warten. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Das k├Ânnte knapp werden: Viele Kunden von Volkswagen, die sich in diesen Tagen das Elektro-Auto ID.3 bestellen wollen, bekommen von ihren H├Ąndlern "Kalenderwoche 49" oder sogar noch sp├Ąter als Liefertermin in Aussicht gestellt.

Grund f├╝r die langen Lieferzeiten ist eine Kombination aus hoher Nachfrage und Lieferschwierigkeiten, insbesondere bei Halbleitern. E-Autos k├Ânnen aber nicht nur bei VW nicht in gew├╝nschten St├╝ckzahlen geliefert werden. Auch Audi, BMW, Opel, Hyundai, Peugeot und Skoda lassen bei bestimmten Modellen die Kundschaft etliche Monate warten, auch wenn bei manchen H├Ąndlern Wagen kurzfristig zu haben sind. Modelle wie der Octavia iV als Plug-in-Hybrid von Skoda sind erst nach weit ├╝ber einem Jahr verf├╝gbar. Unterschiedlich sieht es bei Tesla aus: W├Ąhrend die Baureihen Model S und X zum Teil erst nach rund zw├Âlf Monaten bei den Kunden sind, ist das Model Y kurzfristig lieferbar.

Plug-in-Hybride bald nicht mehr gef├Ârdert

Eine ├╝berlange Lieferfrist ist beim Kauf eines Autos mit Verbrennungsmotor in der Regel nur ├Ąrgerlich. Soll ein E-Auto angeschafft werden, kann die Wartezeit aber unter Umst├Ąnden teuer werden. Das liegt an einer m├Âglichen zeitlichen Befristung f├╝r die ├╝ppige staatliche F├Ârderung, die bislang gew├Ąhrt wird. Bei einem vollelektrischen Fahrzeug mit einem Nettolistenpreis bis zu 40.000 Euro geht es derzeit immerhin um 9000 Euro Pr├Ąmie. Davon kommen zwei Drittel vom Staat, wenn der Hersteller das restliche Drittel mit auf den Tisch legt. Bei Plug-in-Hybriden gibt es bis zu 6750 Euro.

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Die alte schwarz-rote Bundesregierung hatte 2019 beschlossen, den Umweltbonus bis Ende 2025 zu verl├Ąngern und deutlich zu erh├Âhen. Wegen der Corona-Pandemie hatte Schwarz-Rot zudem im Sommer 2020 festgelegt, den staatlichen Anteil f├╝r die F├Ârderung von elektrischen Fahrzeugen in Form einer Innovationspr├Ąmie befristet zu verdoppeln.

Die Ampel-Koalition├Ąre von SPD, Gr├╝ne und FDP wollen die Subventionsregelung der Vorg├Ąngerregierung nur noch bis Ende 2022 unver├Ąndert fortf├╝hren. Was danach kommt, ist ungewiss. F├╝r manche Fahrzeugtypen k├Ânnte die F├Ârderung deutlich abgeschmolzen werden oder komplett entfallen. Insbesondere die Anschaffung von Plug-in-Hybriden soll in absehbarer Zeit nicht mehr so umfangreich gef├Ârdert werden.

Autos m├╝ssen Klimaschutzeffekt haben

Plug-in-Hybride haben einen Elektro- und Verbrennungsmotor, k├Ânnen aber im Gegensatz zu einfachen Hybriden auch an einer Ladestation geladen werden. Diese Fahrzeugklasse hat bei Umweltsch├╝tzern allerdings einen schlechten Ruf, weil viele K├Ąufer zwar die Elektropr├Ąmie einkassieren, im Alltag aber gar nicht oder nur selten elektrisch ohne CO2-Aussto├č fahren.

Nach 2022 will die Ampelkoalition nur noch Elektrofahrzeuge f├Ârdern, die nachweislich einen Klimaschutzeffekt haben. Als Ma├čstab bei Plug-in-Hybriden soll eine elektrische Mindestreichweite gelten sowie der Anteil, zu dem der Wagen rein elektrisch gefahren wird.

Die Aussage im Koalitionsvertrag bedeutet keine Komplettabsage an die staatliche F├Ârderung. Das Ende der Innovationspr├Ąmie f├╝r E-Autos ist demnach erst f├╝r Ende 2025 geplant. Was aus dem urspr├╝nglichen Umweltbonus wird, steht noch nicht fest. Doch die Worte "degressiv reformieren" sind f├╝r potenzielle K├Ąufer keine rosigen Aussichten, auch f├╝r die, die sich ein reines E-Fahrzeug anschaffen wollen.

ADAC f├╝r Reservierung der F├Ârdersumme

Daher ist es f├╝r sie wichtig, nicht nur in diesem Jahr noch zu bestellen. F├╝r den F├Ârderantrag beim Bundesamt f├╝r Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) muss der Wagen auch ausgeliefert und zugelassen sein. Und da das Jahr nur 52 Wochen hat, k├Ânnte das mit einem Liefertermin in "Kalenderwoche 49" oder sp├Ąter eng werden.

Der ADAC fordert, angesichts langer Lieferzeiten die Antragsmodalit├Ąten f├╝r die Innovations- und Umweltpr├Ąmie zu ver├Ąndern. "Wer sich in diesem Jahr dazu entscheidet, auf Elektromobilit├Ąt umzusteigen, sollte sicher sein k├Ânnen, dass er auch die f├╝r dieses Jahr zugesagte staatliche F├Ârderung von bis zu 6000 Euro erh├Ąlt", sagte ADAC-Verkehrspr├Ąsident Gerhard Hillebrand.

Der Club setzt sich daf├╝r ein, dass bei Abschluss eines Kauf- oder Leasingvertrags eine M├Âglichkeit zur Reservierung der F├Ârdersumme einger├Ąumt wird. "Diese Zusage sollte f├╝r mindestens 12 Monate gelten." Die Auszahlung sollte weiterhin erst bei Zulassung des Fahrzeugs erfolgen." Nur so wird die Verunsicherung bei E-Auto-Interessenten vermieden und notwendiges Vertrauen geschaffen."

Kehrtwende bei Halbleitermangel erst im n├Ąchsten Jahr

Die starke Nachfrage versch├Ąrft die Situation. Zu Beginn der Corona-Krise gingen die gro├čen Auto-Hersteller von einer Absatzflaute aus und sagten bei Halbleiter-Produzenten gro├če Chip-Bestellungen ab. Als der Automarkt ├╝berraschend rasch anzog, waren die frei gewordenen Kapazit├Ąten l├Ąngst an andere Branchen vergeben. Seitdem brachte der Halbleitermangel immer wieder die Produktionsb├Ąnder in Autofabriken zum Stillstand. Experten erwarten erst 2023 eine Kehrtwende.

Im Haus von Wirtschaftsminister Robert Habeck (Gr├╝ne) wird an Details der k├╝nftigen F├Ârderung gearbeitet. Der ├╝berraschende Stopp der staatlichen F├Ârderungen f├╝r energieeffiziente Geb├Ąude hat gezeigt, dass der Vizekanzler auch zu unpopul├Ąren Einschnitten greift.

Peter Fu├č von der Unternehmensberatung EY glaubt, dass die Koalition nicht voreilig den Subventionsstecker zieht: "Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung die Anschaffung eines E-Autos noch ├╝ber 2025 hinaus unterst├╝tzen wird." Ohne diese Subventionen werde es f├╝r viele Menschen finanziell nicht darstellbar sein, ein E-Auto zu kaufen.

Um die Ziele des angek├╝ndigten "Green Deals" zu erreichen, komme es aber nicht nur auf den Absatz der Autos an, sagte Fu├č. "Die Industrie ist ja im Prinzip lieferf├Ąhig und f├Ąhrt auf der ├ťberholspur. Nur die Politik bewegt sich beim notwendigen Ausbau der Ladeinfrastruktur noch auf der Kriechspur." Die Elektromobilit├Ąt k├Ânne nicht alleine durch Subventionen der Fahrzeuge vorangetrieben werden. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur m├╝sse deutlich beschleunigt werden.

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