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Raumfahrt: Russland will weiter zur ISS fliegen


Raumfahrt
Russland will weiter zur ISS fliegen

Von t-online, dpa, afp, sha

05.10.2022Lesedauer: 2 Min.
imago images 170281727Vergrößern des BildesCrew-5: Zwei Amerikaner, eine Russin und ein Japaner sollen heute zur ISS fliegen. (Quelle: IMAGO / JOE MARINO)
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Moskau will seine Beteiligung an der ISS verlängern. Heute fliegt das erste Mal seit Beginn des Ukraine-Kriegs eine Kosmonautin von den USA aus ins All.

Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos will seine Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS über das Jahr 2024 hinaus verlängern. Der Chef des russischen Programms für bemannte Raumfahrt, Sergej Krikalew, sagte in Washington, dass Roskosmos begonnen habe, "mit unserer Regierung unsere Beteiligung am ISS-Programm zu diskutieren". Er hoffe, dass es im nächsten Jahr die Genehmigung dafür geben werde, fuhr er fort.

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine am 24. Februar haben sich die schon zuvor angespannten Beziehungen zwischen Russland und den USA weiter verschlechtert. Roskosmos-Chef Juri Borissow hatte im Sommer angekündigt, Russland werde die ISS "nach 2024" verlassen und den Bau einer eigenen Raumstation anstreben.

Krikalew räumte nun ein, dass der Bau einer neuen Station dauern würde, "also werden wir wahrscheinlich weiterfliegen, bis wir eine neue Infrastruktur haben werden". Krikalew äußerte sich während einer Nasa-Pressekonferenz anlässlich des für heute geplanten Starts einer SpaceX-Rakete.

Fünf Monate an Bord der ISS

Der Flug war wegen des Hurrikans "Ian" verschoben worden und soll um 18 Uhr unserer Zeit erstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine wieder Nasa-Astronauten und eine russische Kosmonautin von amerikanischem Boden aus zur ISS bringen.

Die sogenannte Crew-5 soll im Crew Dragon des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus losfliegen.

Die Crew-5 besteht aus der Nasa-Astronautin Nicole Aunapu Mann und ihrem Nasa-Kollegen Josh Cassada sowie dem japanischen Astronauten Koichi Wakata und der russischen Kosmonautin Anna Kikina. Sie sollen rund fünf Monate an Bord der ISS verbringen und sich um zahlreiche wissenschaftliche Experimente kümmern.

ISS-Partner wollen das Weltraumlabor bis 2024 betreiben

Erst vor rund zwei Wochen waren die beiden russischen Kosmonauten Sergej Prokopjew und Dmitri Petelin gemeinsam mit dem Nasa-Astronauten Frank Rubio zur ISS geflogen, sie waren an Bord einer Sojus-Kapsel vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der Steppe der Republik Kasachstan in Zentralasien gestartet.

Die ISS-Partner USA, Russland, Europa, Kanada und Japan haben sich verpflichtet, das gemeinsame Weltraumlabor bis 2024 zu betreiben. US-Vertreter haben jedoch schon angekündigt, bis 2030 weitermachen zu wollen.

Die Raumfahrt ist einer der wenigen Bereiche, in denen Washington und Moskau trotz des Kriegs in der Ukraine weiter kooperieren.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und AFP
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