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Chinas Mondsatelliten-System: Neue Erkenntnisse über Universum nach Urknall?


Was geschah nach dem Urknall?
China will mit Mondsatelliten ins Universum horchen

Von t-online, sha

Aktualisiert am 13.06.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0259115557Vergrößern des BildesKünstlerische Darstellung von jungen Sternen: China will mithilfe von Satelliten mehr über die Entstehung des Universums herausfinden. (Quelle: IMAGO)
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Ein um den Mond kreisendes Satellitensystem soll die Zeit kurz nach dem Urknall erforschen. China will die Technik in wenigen Jahren installieren.

Was passierte wenige Hunderttausend Jahre nach dem Urknall? Den als Dunkles Zeitalter des Universums bekannten Zeitabschnitt wollen Astronomen erforschen. Während unter anderem die Nasa noch über ein Teleskop auf dem Mond nachdenkt, macht China derweil ernst.

Das Land will bereits 2026 eine um den Mond kreisende Satellitenanlage in Betrieb nehmen. Das berichtet "Space.com" und beruft sich auf einen Vortrag des chinesischen Wissenschaftlers Xuelei Chen in London. Chen ist Mitglied der Chinese Academy of Science und Astronom bei der China National Space Administration (CNSA).

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Chen stellte während seiner Präsentation auf der Konferenz "Astronomy from the Moon" die geplante Anlage vor. Demnach will China acht Minisatelliten mit einem sogenannten Muttersatelliten in eine Mondumlaufbahn bringen.

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Der Muttersatellit sei für die Verarbeitung der Daten verantwortlich, die von den Minisatelliten aufgenommen werden. Außerdem soll er mit der Erde kommunizieren und die Daten zu uns schicken können.

Sternen strahlen bei ihrer Explosion magnetische Signale aus

Die Minisatelliten sollen in der Lage sein, auf der Rückseite des Mondes auch die entferntesten Radiosignale zu erkennen, sagte Chen. Kosmische Radiosignale sind elektromagnetische Wellen, die zum Beispiel bei der Explosion von Sternen ausgestrahlt werden. Auch die Magnetosphären anderer Planeten könnten durch ein Radioteleskop sichtbar werden.

Weil die Erdatmosphäre einen Teil dieser Wellen nicht durchlässt, denken Astronomen seit Längerem nach, wie Radioteleskope im Weltall installiert werden können.

Die jetzt von Chen vorgestellte Satellitenkonstellation biete gegenüber einem auf dem Mond installierten Teleskop viele Vorteile, wie der Wissenschaftler betont.

"Eine Landung und Installation auf dem Mond sind nicht erforderlich", sagte Chen. "Und da die Umlaufzeit der Satelliten um den Mond zwei Stunden beträgt, können wir Sonnenenergie nutzen, was viel einfacher ist, als das auf der Mondoberfläche zu tun, wo man während der Mondnacht fast 14 Tage Energie bereitstellen muss."

Ein Blick in die Entstehung des Universums

Die Rückseite des Mondes ist laut Astronomen der ruhigste Ort in unserem Sonnensystem und eigne sich perfekt, um nach Signalen zu suchen. Denn weit weg von der Erde störe kein von uns verursachtes Funkrauschen, heißt es.

Wie weit China mit seinem Projekt ist, ist nicht bekannt. Fest steht, mit dem Projekt könnte das Land den Forschern einen Blick in das Dunkle Zeitalter und die Entstehung des Universums ermöglichen.

"Obwohl es keine Sterne gab, gab es im Dunklen Zeitalter reichlich Wasserstoff, der als Ausgangsstoff für die ersten Sterne gedient hat", schreibt die Nasa auf ihrer Seite.

Mit einem Radioteleskop außerhalb der Erde könnten sich die Prozesse verfolgen lassen, die zur Entstehung der ersten Sterne geführt haben, heißt es weiter.

Verwendete Quellen
  • space.com: "China wants to launch a moon-orbiting telescope array as soon as 2026"
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