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Streit um Netzausbau: Vodafone wehrt sich gegen Behauptungen von 1&1


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1&1 und Vodafone: Streit um Netzausbau spitzt sich zu

Von dpa
24.02.2023Lesedauer: 1 Min.
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Vodafone-Logo: Der Netzbetreiber wehrt sich gegen Behauptungen von 1&1. (Quelle: IMAGO / Michael Gstettenbauer)
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Der Streit zwischen 1&1 und Vodafone um den Netzausbau geht in eine neue Runde. Jetzt soll das Bundeskartellamt prüfen.

Im Streit um das vierte deutsche Handynetz des Internetkonzerns 1&1 hat Vodafone mit Unverständnis auf eine Beschwerde des Konkurrenten reagiert. Man habe die Anschuldigungen von 1&1 "mit Verwunderung zur Kenntnis genommen", teilte Vodafone mit. "Den Vorwurf der Behinderung durch unser Haus weisen wir entschieden zurück."

1&1 wirft Vodafone vor, den Netzausbau über deren Funkturm-Tochter Vantage Towers zu behindern. Vantage ist auch für 1&1 und damit für einen direkten Vodafone-Konkurrenten tätig, hat für diesen im vergangenen Jahr aber viel weniger Antennenstandorte gebaut als beauftragt.

Die Firma aus Montabaur argwöhnt nun, dass dies auch an der Vantage-Konzernmutter Vodafone gelegen haben könnte. 1&1 kündigte am Donnerstag eine Beschwerde beim Bundeskartellamt an, um den Sachverhalt prüfen zu lassen.

1&1 will das vierte deutsche Handynetz betreiben

1&1 hatte 2019 erstmals Mobilfunk-Spektrum ersteigert, um damit sein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen. Bisher nutzt das Unternehmen das Netz anderer Anbieter und zahlt dafür Miete.

Künftig will 1&1 das vierte deutsche Handynetz betreiben, bisher gibt es Verbindungen von Vodafone, von der Telekom und von O2.

Zum Jahreswechsel hätte der Neueinsteiger 1000 eigene 5G-Standorte aktiviert haben müssen. So sieht es eine staatliche Ausbaupflicht vor. Tatsächlich waren es Firmenangaben zufolge aber nur fünf.

Nun drohen 1&1 Bußgelder durch die Bundesnetzagentur. Mit der Beschwerde beim Kartellamt will 1&1 deutlich machen, dass die Verzögerung im Wesentlichen am Ausbaupartner Vantage liege und dessen Mutterkonzern Vodafone dabei Rolle spielen könnte. Dies verneint Vodafone nun.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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