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Altmaier lädt "Astro-Alex"-Roboter nach Berlin ein

dpa, Ralf E. Krüger

12.06.2018Lesedauer: 3 Min.
Peter Altmaier (l, CDU) sieht sich am Stand von IBM bei der Cebit den Weltraum-Roboter CIMON an.
Peter Altmaier (l, CDU) sieht sich am Stand von IBM bei der Cebit den Weltraum-Roboter CIMON an. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa-bilder)
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Bei der IT-Messe Cebit ist diesmal vieles anders. Wirtschaftsminister Altmaier bietet einem Roboter eine Pressekonferenz in Berlin an, und die Digitalministerin Bär nimmt Platz in einem Flugtaxi. Tüftler sind begeistert.

Die Pressekonferenz in Berlin ist Roboter Cimon sicher. Der künftige Assistent von "Astro-Alex" Alexander Gerst hat die Einladung am Montag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier persönlich erhalten. "Lieber Cimon, Du bist ein netter Kerl, hast aber ein Problem: dass Dich viel zu wenig Leute kennen", meint der CDU-Politiker am Dienstag beim Rundgang durch die Hallen der IT-Messe CeBIT in Hannover. Bevor der All-taugliche kugelförmige Helfer von Astronaut Gerst am 28. Juni zur Internationalen Raumstation (ISS) startet, soll er mal selbst zeigen dürfen, was er drauf hat.


Die besten Fotos von der Cebit

Cebit 2018
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Fördern von ausländischen Tüftlern

Künstliche Intelligenz "Made in Germany" – das ist Altmaiers Credo bei der Cebit, die er am Vortag als Vertreter von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einer ebenso eloquenten wie leidenschaftlichen Rede eröffnete. Selbstironisch, und mit viel augenzwinkerndem Wortwitz macht er unmissverständlich klar, dass sich Deutschland und Europa beim Wettlauf um die hellsten Köpfe besser positionieren müsste. "Wir müssen gut sein, und wir müssen auch drüber reden", sagt er.

Auch mit Hinweis auf die sich verändernde Weltpolitik fordert er dabei bessere Förderbedingungen für die Ansiedlung ausländischer Tüftler wie auch für heimische kreative Jung-Unternehmer. Es gehe ihm darum, Arbeitsplätze wieder nach Deutschland zu holen, sagt er – aber auch darum, die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz als neuer Basistechnologie nicht zu verschlafen. Dann sagte er Sätze wie: "Wir nehmen den Kampf auf um die klügsten Maschinen, aber auch die humanste Arbeitswelt." Die Cebit müsse als selbstständige Messe und "Flaggschiff deutscher Exzellenz" auch künftig erhalten bleiben.

Alles neu bei der Cebit

Altmaier kultiviert einen anderen Stil als Merkel, die bei ihren Messe-Rundgängen gerne ihr Interesse zur Schau stellt. Der Minister zückt zwischendurch auch schon mal sein Handy, um eingehende Nachrichten zu prüfen. Dazwischen ein routiniertes Lächeln oder ein hochgereckter Daumen für den Tross der Fotografen und Kameraleute, der im Vergleich zu Merkels Rundgängen eher überschaubar ist. Leidenschaft blitzt jedoch auf, wenn er – etwa bei jungen Unternehmensgründern – aufmunternde Schulterklopfer verteilt. Er hoffe, dass unter ihnen einer sei, der mit seinen Ideen die Welt verändere, sagt er – und dankt den anderen für ihren Mut.

Sein lässiger Ton passt zur neu ausgerichteten Digitalmesse, die sich gerade als eine Art digitales Volksfest neu zu erfinden versucht. Ob es klappt, werden die Organisatoren frühestens zum Cebit-Ende am Freitag wissen. Nach dem Konferenztag zum Messe-Auftakt füllen sich die Hallen am Dienstag – dem ersten echten Besuchertag – zunächst noch schleppend. Viele der Besucher reagierten jedoch positiv auf die neue Cebit mit ihren Erlebnis-Angeboten.

Dorothee Bär im Flugtaxi

Im Fokus stehen diesmal Trends rund um künstliche Intelligenz, humanoide Roboter und autonomes Fahren, das auch Altmaier mit einem Testwagen erprobte. Seit 1986 fand die Cebit jährlich im Frühjahr vier Wochen vor der Hannover Messe statt – wegen des erhofften sommerlichen Campus-Ambientes wurde sie nun in den Juni verlegt.

Schon mal Maß nahm auch Digitalministerin Dorothee Bär (CSU), die nach ihrer Ernennung die Idee der Flugtaxis ins Spiel brachte und damit zahlreiche Reaktionen und Lästereien in den sozialen Medien auslöste. Die Technik sei bisher unterschätzt worden, sagt sie. Demonstrativ setzt sie sich am Dienstag in ein Modell der deutschen Firma Volocopter – bleibt aber erst einmal am Boden.

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Verwendete Quellen
  • dpa
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