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Erst prüfen: Wie man unseriöse Dienstleister im Netz erkennt

Erst prüfen  

Wie man unseriöse Dienstleister im Netz erkennt

13.12.2018, 10:36 Uhr | dpa

Erst prüfen: Wie man unseriöse Dienstleister im Netz erkennt. Welcher ist der Richtige? Einen zuverlässigen Dienstleister im Internet suchen und finden, ist nicht einfach.

Welcher ist der Richtige? Einen zuverlässigen Dienstleister im Internet suchen und finden, ist nicht einfach. Christin Klose Foto: Christin Klose. (Quelle: dpa)

Stuttgart (dpa/tmn) - Ob über Suchmaschinenoptimierung oder gekaufte Anzeigen: Unseriöse Dienstleister, Pseudo-Firmen oder -Handwerker tun viel, um sich Spitzenplätze bei Internet-Suchergebnissen zu sichern.

Zudem geben windige Geschäftemacher oft eine lokale Telefonnummer an, um vertrauenswürdiger zu wirken - und das, obwohl sie vor Ort gar keinen Firmensitz haben. Doch es gibt Warnsignale für schwarze Schafe. "Unseriös ist meistens vor allem billig, das heißt: Wenn man ein Angebot bekommt, das zu gut ist, um wahr zu sein, sollte man misstrauisch werden", sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Und der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt, dass seriöse Dienstleister "jederzeit Zugriff auf die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen AGB" ermöglichen. Gleiches gelte für die Verfügbarkeit einer geografische Adresse sowie mindestens einer E-Mail-Adresse. Ist all dies nicht gewährleistet, sollte man einen Bogen um den Dienstleister machen.

Kein objektives Ranking

Auch auf Online-Dienstleistungsportalen schummeln sich windige Geschäftemacher mit unlauteren Mitteln oft nach ganz oben in die Suchergebnisse - eben weil viele Verbraucher dazu tendieren, den erstbesten Treffer zu kontaktieren. "Die Trefferlisten zu Suchanfragen im Internet spiegeln kein objektives Ranking in Bezug auf Seriosität der Unternehmen wider", warnt ein Sprecher der Bundesnetzagentur. "Die Plätze der Suchmaschinenranglisten können durch verschiedene Methoden manipuliert werden." Die Bundesnetzagentur kann etwa Rufnummern abschalten, die missbraucht werden, um eine Ansässigkeit vor Ort vorzutäuschen.

Verbraucher werden oft auch durch viele, nahezu identische Webseiten getäuscht, die sich oft nur durch den genannten Ort unterscheiden, an dem die Firma angeblich ansässig ist. "Der Verbraucher kann dies unter anderem daran erkennen, wenn dieselbe Firma bei weiteren Suchanfragen zu anderen Orten mit einem identischen Internetauftritt zu finden ist", erklärt der Bundesnetzagentur-Sprecher.

Bei Telefonnummern, die keinen Rückschluss auf einen Ort zulassen, sollten Verbraucher grundsätzlich vorsichtig sein. Beispiele hierfür sind ortsunabhängige 0800er- und 032er-Rufnummern sowie Mobilfunknummern. Die Bundesnetzagentur schaltet regelmäßig solche Rufnummern ab, wenn sie missbraucht werden, sagt deren Sprecher. Wettbewerbsrechtlich sei es unzulässig, wenn eine Ortsansässigkeit beziehungsweise Ortsnähe nur vorgetäuscht ist.

Alle Informationen auf einen Blick

Ein Streitpunkt, der immer wieder auftaucht, ist der Preis einer Leistung. Es kann vorkommen, dass bei Handwerkern Arbeiten berechnet werden, die gar nicht getätigt wurden. Oder dass bei Handyreparaturen Zusatzkosten aufgelistet werden, die vorher nicht transparent gemacht wurden.

Vor der Bestellung muss der Anbieter Kunden den Gesamtpreis einschließlich Mehrwertsteuer und aller Steuern und Abgaben nennen, soweit dieser im Voraus berechnet werden kann, fasst der Bundesverband der Verbraucherzentralem zusammen. Anbieter müssten zudem auf alle zusätzlichen Fracht-, Liefer- oder Versandkosten hinweisen. Sonst dürfen diese nicht berechnet werden.

Natürlich muss man auch nicht immer im Internet suchen. Für viele Dienstleistungen finden sich Firmen vor Ort, oft gleich um die Ecke. "In Notsituationen, wie zum Beispiel einer zugefallenen Tür oder einem verstopften Abfluss, sollten Verbraucher möglichst ein örtlich bekanntes Unternehmen beauftragen", rät der Sprecher der Bundesnetzagentur. Denn: "Örtliche Unternehmen unterliegen einer gewissen sozialen Kontrolle, weil sie einen Ruf zu verlieren haben."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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