Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f√ľr einen TextTexas: Witwer von get√∂teter Lehrerin gestorbenSymbolbild f√ľr einen TextGNTM: Sie ist das neue TopmodelSymbolbild f√ľr einen TextNeuer Hertha-Trainer wohl gefundenSymbolbild f√ľr einen TextDepeche-Mode-Star Andy Fletcher ist totSymbolbild f√ľr einen TextFestnahmen bei Queen-LeibgardeSymbolbild f√ľr einen TextEx-Formel-1-Boss Ecclestone verhaftetSymbolbild f√ľr einen TextTodesstrafe: Irak verbietet Kontakt nach IsraelSymbolbild f√ľr einen TextRTL-Moderatorin sorgt f√ľr SchockmomentSymbolbild f√ľr einen TextCathy Hummels postet Foto mit MatsSymbolbild f√ľr einen TextSpektakul√§re Gruselfunde auf Google MapsSymbolbild f√ľr einen Watson TeaserBorussia Dortmund: Sponsor rechnet mit Mannschaft ab

Diese Games provozierten Riesen-Skandale

Von Ali Vahid Roodsari

Aktualisiert am 23.03.2019Lesedauer: 5 Min.
Eine Szene aus "Active Shooter": In dem Game k√∂nnen Spieler die Rolle eines Amokl√§ufers √ľbernehmen.
Eine Szene aus "Active Shooter": In dem Game k√∂nnen Spieler die Rolle eines Amokl√§ufers √ľbernehmen. (Quelle: Revived Games/Hersteller)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

In der Geschichte der Videospiele finden sich immer wieder Games, die gro√üe Kontroversen ausl√∂sten ‚Äď sei es wegen Gewaltdarstellung, Sexszenen oder aus anderen Gr√ľnden. Sieben Skandal-Games im √úberblick.

T√§glich erfreuen sich Millionen Menschen weltweit an Videospielen. Doch manche Games verursachen √Ąrger und landen auf dem Index. Einige Spiele wurden sogar von Gerichten landesweit beschlagnahmt. Hier eine unvollst√§ndige Auswahl skandal√∂ser Spiele von 1982 bis heute:


Der rechte Anzug f√ľr die Schlacht - "Anthem"

Gegen solche großen und schlecht gelaunten Gegner kämpft man am besten mit einigen Mitstreitern.
"Anthem" spielt auf einer fernen und fremden Welt, in der sich Menschen gegen allerleit Unget√ľme behaupten m√ľssen.
+2

1. "Custer's Revenge"

1982 erschien das Spiel "Custer's Revenge" f√ľr Atari 2600. Die Titelfigur soll den amerikanischen Milit√§rf√ľhrer George Armstrong Custer darstellen. Custer ist in den USA eine bekannte Person, er starb 1876 in den sogenannten "Indianerkriegen".

In "Custer's Revenge" kontrolliert der Spieler einen nackten Pixel-Custer. Ziel ist es, Pfeilen und Kakteen auszuweichen und eine Indianerin zu erreichen, die an einem Pfahl gefesselt ist ‚Äď ebenfalls nackt. Sobald Custer bei der Indianerin ankommt, penetriert er die Frau. Dadurch erh√§lt der Spieler Punkte.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Depeche Mode in Trauer: Andy Fletcher ist tot
Depeche Mode: Keyboarder Andy Fletcher, Sänger Dave Gahan und Gitarrist Martin Gore.


Medien, Frauenrechtsgruppen und Indianerverb√§nde sahen in der Szene eindeutig eine Vergewaltigung. Entwickler Mystique argumentierte, dass der Sex einvernehmlich sei und Custer die Frau "verf√ľhre". Dagegen sprachen aber unter anderem, dass die Indianerin gefesselt ist, oder, dass das Spiel "Custer's Revenge" (Custers Rache) hei√üt. Das Spiel erhielt von Kritikern schlechte Bewertungen, Aktivisten versuchten, es verbieten zu lassen. Das gelang ihnen aber nur in Oklahoma City.

2. "Teacher Busters"

Die Bundespr√ľfstelle f√ľr jugendgef√§hrdende Medien (BPjM) setzte 1987 das Spiel "Teacher Busters" f√ľr den Commodore 64 auf den Index. Die Handlung des 8-Bit-Spiels: Der Spieler gibt den Namen eines Lehrers ein und muss ihn mit einem Panzer jagen und t√∂ten. Seine Entscheidung begr√ľndete die Beh√∂rde laut "Gamestar" unter anderem wie folgt:

"Der Spieler wird im Spiel 'Teacher Busters' an T√∂tungshandlungen beteiligt, die er aufgrund der Ausgangssituation im Spielverlauf aktiv mitgestaltet und nachvollzieht. ... Seine Gestaltungsm√∂glichkeiten beschr√§nken sich auf das schnelle Aufsuchen des Opfers, um die eigene T√∂tung zu verhindern und das Abschie√üen des Gegners. Der Spielverlauf l√§sst keine andere Entscheidung zu. Die geistigen und emotionalen Funktionen werden ausschlie√ülich auf die Bew√§ltigung von T√∂tungshandlungen konzentriert. ... Ohne Respekt f√ľr das menschliche Leben lautet die Meldung nach der Liquidierung eines Opfers, der Lehrer sei 'platt gefahren'".

Ein Indizierung bedeutet, dass f√ľr das Game unter anderem nicht mehr geworben werden darf. Auch der offene Verkauf ist verboten. 2012 strich die BPjM "Teacher Busters" wieder von der Liste indizierter Spiele.

3. "Manhunt"

Am 19. Juli 2004 orderte das Amtsgericht M√ľnchen an, das Spiel "Manhunt" bundesweit zu beschlagnahmen. Der Grund: die Gewaltdarstellung im Spiel. Das Amtsgericht begr√ľndete sein Urteil unter anderem so: "Das Spiel vermittelt in erster Linie die Botschaft, dass das T√∂ten von menschlichen Wesen zu einem besonderen Spielspa√ü verhilft, der noch gesteigert wird, je h√∂her das Ma√ü der Gewalt ist."

Tats√§chlich zeichnet sich "Manhunt" durch seine Gewaltdarstellung aus. In dem Game √ľbernehmen Spieler die Rolle des zum Tode verurteilten Verbrechers James Earl Cash. Ein reicher Regisseur besticht die Justiz, um Cashs Hinrichtung zu verhindern. Der Grund: Der Regisseur m√∂chte Snuff-Filme drehen. Dabei wird der Mord eines Menschen zur Erregung von Zuschauern gefilmt. Cash soll darum Bandenmitglieder auf m√∂glichst brutale Art t√∂ten. Je brutaler der Spieler dabei vorgeht, desto besser f√§llt die Bewertung am Ende eines Levels aus.

Neben Deutschland verbannten andere L√§nder das Spiel, wie Neuseeland oder Australien. Ein √§hnliches Schicksal erlebte der Nachfolger "Manhunt 2": Auch hier orderte das Amtsgericht M√ľnchen eine Beschlagnahme an.

4. "Hot Coffee"-Mod in "Grand Theft Auto: San Andreas"

Sei es Gewaltverherrlichung, Sexismus oder Rassismus: Kritiker von "Grand Theft Auto" (GTA) fanden immer wieder Gr√ľnde, die Spielereihe anzugreifen. 2005 fand sich ein weiterer: Das Minispiel "Hot Coffee" in "GTA: San Andreas".

In dem Mini-Game steuert der Spieler die Hauptfigur beim Sex mit seiner Freundin. Urspr√ľnglich sollte die Szene f√ľr Spieler unzug√§nglich sein. Im Juni 2005 ver√∂ffentlichte ein Spieler jedoch einen Mod, der das Minispiel freischaltete. Ein Mod ist eine Ver√§nderung in einem Game durch Spieler, die neue Inhalte wie Missionen oder Kleidung hinzuf√ľgt.

Das Besondere am "Hot Coffee"-Mod: Der Modder ‚Äď Patrick Wildenborg ‚Äď musste selbst keine Zusatzinhalte schaffen, um die Sexszene freizuschalten. Er √§nderte laut eigenen Angaben nur eine Datei. Das zeigt, dass die Entwickler von "GTA: San Andreas" die Sexszene bereits ins Spiel programmiert, in der Endversion aber deaktiviert hatten. Der Mod lie√ü sich durch einen Hack auch f√ľr Konsolenversionen von "San Andreas" aktivieren.

Der "Hot Coffee"-Mod startete in den USA eine Kontroverse und f√ľhrte dazu, dass die Alterseinstufung von "GTA: San Andreas" ge√§ndert wurde. Statt "Mature" (f√ľr Spieler ab 17 Jahren) wurde es als "Adults Only" (f√ľr Spieler ab 18 Jahren) eingestuft. Viele H√§ndler und Vertriebsplattformen in den USA vertreiben keine "Adults Only"-Spiele. "GTA"-Entwickler Rockstar North ver√∂ffentlichte als Reaktion einen Patch, der den Mod wieder r√ľckg√§ngig machte ("Cold Coffee"). In neueren Versionen des Spiels wurde zudem die Szene aus dem Game entfernt.

5. "Hatred"

2015 landete das Spiel "Hatred" des polnischen Entwicklerstudios Destructive Creations auf der Indexliste der BPjM. "Hatred" sollte laut Angaben der Entwickler als Gegenentwurf zum Trend zur politischen Korrektheit in Videospielen dienen. Das Spiel wollte sich von der Masse absetzen und bewusst provozieren. Am Ende kam ein Game ohne nennenswerte Handlung raus: Der Spieler wird im Game zum menschenhassenden Massenmörder, der Polizisten, Soldaten und Zivilisten umbringen will.

Bereits der erste Trailer zum Spiel verursachte bei vielen Spielekritikern negative Reaktionen. Es fielen Worte wie "entsetzlich" oder "geschmacklos". In den USA wurde "Hatred" als "Adults Only" eingestuft. Die Spieleplattform "Good old Games" verzichtete darauf, das Spiel auf seiner Seite anzubieten. Und auf der wichtigen Spieleplattform Steam des Konzerns Valve wurde f√ľr Spieler in Deutschland oder Australien der Vertrieb technisch blockiert. Und die Bundespr√ľfstelle setzt "Hatred" auf Listenplatz D. Hier landen Spiele, die "sowohl jugendgef√§hrdend sind als auch einen m√∂glicherweise strafrechtlich relevanten Inhalt haben."

Loading...
Loading...
Loading...

6. "Active Shooter"

In den USA kommt es immer wieder zu Amokl√§ufen an Schulen. Anfang 2018 dominierte das Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland die Nachrichten. 17 Menschen wurden damals durch einen Amokl√§ufer get√∂tet. Kurz nach dem Massaker plante Spieleentwickler Acid Software, das Spiel "Active Shooter" zu ver√∂ffentlichen. Spieler sollten die Rolle eines SWAT-Polizisten oder eines Amokl√§ufers an einer Schule √ľbernehmen. In der Rolle des Amokl√§ufers z√§hlte das Spiel get√∂tete Polizisten und Zivilisten wie Sch√ľler mit.

Eine Szene aus "Active Shooter": In dem Game k√∂nnen Spieler die Rolle eines Amokl√§ufers √ľbernehmen.
Eine Szene aus "Active Shooter": In dem Game k√∂nnen Spieler die Rolle eines Amokl√§ufers √ľbernehmen. (Quelle: Revived Games/Hersteller)

Das Spiel sollte auf der Spieleplattform Steam des Konzerns Valve erscheinen. Kurz vor der Ver√∂ffentlichung kam es zu einem Aufschrei in den Medien. Unter anderem kritisierten Eltern get√∂teter Kinder des Massakers in Parkland wie Ryan Petty die kommende Ver√∂ffentlichung. Petty schrieb auf Facebook: "Es ist widerw√§rtig, dass eine Firma versucht, Profit aus der Glorifizierung von Trag√∂dien zu schlagen, die unsere Schulen √ľberall im Land betreffen." Auch viele Gamer auf Steam sprachen sich gegen das Spiel aus. Valve entfernte kurz darauf "Active Shooter" von seiner Plattform. Der Bezahldienst PayPal sperrte Spieleentwickler Acid Software.

7. "Rape Day"

In dem Spiel "Rape Day" f√ľr den PC sollten Spieler die M√∂glichkeit bekommen, Frauen zu vergewaltigen. Das Spiel an sich ist ein "Visual Novel": Spieler sehen eine Abfolge von Bildern und m√ľssen Entscheidungen treffen, die den Spielverlauf beeinflussen k√∂nnen.

Im Gegensatz zu "Custer's Revenge" versuchte "Rape Day"-Entwickler Desk Plant aber nicht, die Vergewaltigung zu vertuschen. In der Beschreibung des Spiels auf Steam wurde das sogar hervorgehoben: "Es ist eine gef√§hrliche Welt ohne Regeln. Zombies genie√üen es, Fleisch von warmen Menschen zu essen und sie zu vergewaltigen ‚Äď doch du bist der gef√§hrlichste Vergewaltiger in der Stadt."

Doch bevor Entwickler "Desk Plant" das Game veröffentlichen konnte, kam es zu Nutzerprotesten in den sozialen Medien und auf Steam. Valve entfernte als Reaktion das Game von seiner Plattform.

Die Seite von "Rape Day" auf Steam, bevor Valve das Spiel von seiner Plattform entfernte.
Die Seite von "Rape Day" auf Steam, bevor Valve das Spiel von seiner Plattform entfernte. (Quelle: Screenshot Steam)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
AustralienDeutschlandUSAVergewaltigung

t-online - Nachrichten f√ľr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website