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Fragen zum virtuellen Erbe: Facebook könnte 2070 mehr Tote als lebende Nutzer haben

Fragen zum virtuellen Erbe  

Facebook könnte 2070 mehr Tote als lebende Nutzer haben

30.04.2019, 16:19 Uhr | dpa

Fragen zum virtuellen Erbe: Facebook könnte 2070 mehr Tote als lebende Nutzer haben. Sollte die Facebook-Gemeinde weiter wachsen wie bisher, läge die Zahl der gestorbenen Nutzer bis zum Ende des Jahrhunderts bei 4,9 Milliarden.

Sollte die Facebook-Gemeinde weiter wachsen wie bisher, läge die Zahl der gestorbenen Nutzer bis zum Ende des Jahrhunderts bei 4,9 Milliarden. Foto: Fabian Sommer. (Quelle: dpa)

Oxford (dpa) - Bei Facebook könnten bis 2070 mehr tote als lebende Nutzer registriert sein. Das geht aus einer Studie des Oxford Internet Institute in Großbritannien hervor, deren Ergebnisse am Wochenende veröffentlicht wurden.

Auf der Grundlage von Nutzerzahlen aus dem Jahr 2018 und UN-Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung weltweit berechneten die Forscher, dass mindestens 1,4 Milliarden Facebook-Mitglieder bis 2100 sterben werden. Sollte die Facebook-Gemeinde weiter wachsen wie bisher, läge die Zahl der gestorbenen Nutzer bis zum Ende des Jahrhunderts bei 4,9 Milliarden. Facebook hat derzeit nach eigenen Angaben 2,37 Milliarden aktive Nutzer weltweit.

Die wachsende Zahl gestorbener Facebook-Mitglieder werfe wichtige Fragen zum virtuellen Erbe der Nutzer auf, sagen die Forscher. "Als Gesellschaft haben wir gerade erst angefangen, diese Fragen zu stellen, und wir haben noch einen langen Weg vor uns", sagte Co-Autor Carl Öhman.

Sein Kollege David Watson betonte zudem den möglichen Nutzen von Facebook-Daten als historisches Archiv menschlicher Kultur. Es sei wichtig, dass der Zugang zu diesen historischen Daten nicht nur einem einzigen profitorientierten Unternehmen zur Verfügung stünden. "Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass zukünftige Generationen unser digitales Erbe nutzen können, um ihre Geschichte zu verstehen", sagte Watson weiter.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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