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Facebook ist bereit, höhere Steuern zu zahlen

Rede von Mark Zuckerberg  

Facebook ist bereit, höhere Steuern zu zahlen

14.02.2020, 09:09 Uhr | dpa

Facebook ist bereit, höhere Steuern zu zahlen. Mark Zuckerberg: Techkonzerne stehen wegen ihrer Steuerpraktiken in der Kritik. (Quelle: Reuters/Erin Scott)

Mark Zuckerberg: Techkonzerne stehen wegen ihrer Steuerpraktiken in der Kritik. (Quelle: Erin Scott/Reuters)

Amazon, Google und Facebook erwirtschaften Milliardengewinne, zahlen in Europa aber kaum Steuern. Deshalb stehen die Konzerne seit Jahren in der Kritik. Facebook-Chef Mark Zuckerberg will jetzt einlenken und ein neues Steuersystem unterstützen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigt sich offen für eine Reform des globalen Steuersystems, bei dem Technologieunternehmen stärker zur Kasse gebeten werden. Das Online-Netzwerk unterstütze die Reformpläne der Industriestaaten-Organisation OECD, geht aus einem vorab bekanntgewordenen Redetext für Zuckerbergs Auftritt bei der Münchener Sicherheitskonferenz hervor.

Frustration in Europa

"Und wir akzeptieren, dass dies ein neues Regelwerk bedeuten könnte, dass wir künftig mehr Steuern bezahlen, und dies in unterschiedlichen Ländern." Facebook verstehe, dass es in Europa Frustration über die Besteuerung von Tech-Firmen gebe.

In Europa ist vor allem Frankreich die treibende Kraft für eine neue Besteuerung von Online-Unternehmen. Paris führte 2019 eine nationale Digitalsteuer ein, die hauptsächlich große US-Konzerne wie Google oder Facebook trifft.

Steuerstreit zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron

Die USA drohten daraufhin mit Strafzöllen, Frankreich will fällige Vorauszahlungen auf die nationale Steuer bis Ende des Jahres aussetzen. Die OECD will bei ihren Reformplänen unter anderem erreichen, dass international aktive Digitalunternehmen mehr Steuern in den Ländern bezahlen, in denen die Umsätze erwirtschaftet werden.

Zuckerberg reist am Wochenende nach München und Brüssel. Facebook war in Europa in den vergangenen Monaten immer wieder Kritik ausgesetzt wegen des Umgangs mit Hassbeiträgen und politischer Werbung und weil das Geschäftsmodell auf Nutzerdaten abzielt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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