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Donald Trump macht im Tiktok-Streit einen Rückzieher: App darf bleiben

App darf bleiben  

Trump-Regierung macht im Tiktok-Streit einen Rückzieher

13.11.2020, 09:26 Uhr | dpa, AFP

Donald Trump macht im Tiktok-Streit einen Rückzieher: App darf bleiben. TikTok-Logo: Die Video-App aus China darf in den USA weitermachen.  (Quelle: AP/dpa)

TikTok-Logo: Die Video-App aus China darf in den USA weitermachen. (Quelle: AP/dpa)

Die Hängepartie um die App Tiktok geht weiter: Donald Trump wollte die chinesische Videoplattform spätestens im November vom US-Markt drängen. Jetzt scheint er das Interesse an dem Thema verloren zu haben. Doch das Verbot steht weiterhin im Raum, betont seine Regierung. 

Die populäre Video-App Tiktok kann in den USA vorerst ohne Einschränkungen weitergenutzt werden. Das US-Handelsministerium gab am Donnerstag bekannt, dass es bis auf Weiteres nicht versuchen werde, eine Anordnung umzusetzen, die das Aus von Tiktok im US-Markt bedeuten könnte. Man werde zunächst die Entwicklung von Gerichtsverfahren abwarten.

Handelsministerium macht Rückzieher

US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Tiktok auf verschiedenen Wegen unter Druck gesetzt. Zwei der Anordnungen wurden in den vergangenen Wochen mit einstweiligen Verfügungen ausgesetzt, bei der dritten machte das Handelsministerium nun einen Rückzieher. Es hatte dem chinesischen Tiktok-Eigentümer Bytedance eine Frist bis zum 12. November gesetzt, um sich von Eigentum mit Bezug zum Betrieb der App in den USA zu trennen.

Bytedance verhandelt mit dem US-Softwarekonzern Oracle und dem Einzelhandelsriesen Walmart über einen Verkauf des US-Zweigs von Tiktok. Die App hat in den USA etwa hundert Millionen Nutzer.

Trump verlor im Wahlkampf merklich das Interesse an dem Thema, nachdem der schnelle Verkauf an US-Konzerne gescheitert war.

Angebliches Sicherheitsrisiko

Trump bezeichnete die App als Sicherheitsrisiko, weil chinesische Behörden über sie an Daten von US-Bürgern kommen könnten. Er wollte erzwingen, dass zumindest das US-Geschäft von Tiktok unter Kontrolle amerikanischer Besitzer kommt. Die Regierung in China torpedierte aber Gespräche über einen Verkauf mit einer neuen Regel, die den Export von Software-Algorithmen ohne spezielle Erlaubnis verbietet.

Die Plattform war 2017 durch die Zusammenlegung mit der Mitsing-App Musical.ly entstanden, die mit einer Lippensynchronisierungsfunktion für selbstgedrehte Videos erfolgreich geworden war. Tiktok-Nutzer können 15 bis 60 Sekunden lange Videos erstellen: In den Clips wird getanzt, auch enthalten sie Parodien, Sketche und viele Schönheitstipps. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ermittelt die vor allem bei jungen Leuten populäre App Vorlieben der Nutzer und schlägt ihnen immer weitere Videos vor.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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