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Kreml erhält Einfluss auf Online-Netzwerk

Von afp, arg

13.12.2021Lesedauer: 2 Min.
imago 83666374
Das russische Onlinenetzwerk VKontakte hat über 90 Millionen Nutzer. (Quelle: Alexander Pohl)
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Das größte Onlinenetzwerk Russlands wird künftig vom Sohn eines engen Vertrauten des russischen Präsidenten geleitet. Dies teilte der Konzern mit.

Wladimir Kirijenko wird der neue Chef des russischen Internetunternehmens VK. VKontakte, das soziale Netzwerk des Konzerns, ist vergleichbar mit Facebook und gilt als die größte Onlineplattform Russlands.

Der 38-Jährige ist Sohn von Sergej Kirijenko, einem hochrangigen Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Als Vizechef der Präsidialverwaltung bekleidet Sergej Kirijenko einen Schlüsselposten im Kreml und ist hauptsächlich für Innenpolitik zuständig. Unter Russlands früherem Präsidenten Boris Jelzin war er noch Regierungschef.

In seiner offiziellen Ankündigung lobte VK Wladimir Kirijenko für seine Kompetenz, "komplexe Projekte zu lancieren und erfolgreich zu entwickeln". Er war zuletzt Vizechef des Telekommunikationskonzerns Rostelecom.

Russische Regierung strebt Internetkontrolle an

Experten bewerten die Ernennung des Kirijenko-Sohns zum VK-Chef als weiteren Schritt der russischen Regierung, umfassende Kontrolle über die Onlinenetzwerke ausüben zu wollen.

VKontakte hat nach eigenen Angaben 97 Millionen Nutzer und ist damit das meistgenutzte Onlinenetzwerk in Russland. Darüber hinaus betreibt VK auch diverse andere Onlinedienste. Erst vor zwei Wochen hatte der Energie-Konzern Gazprom über eine Tochterfirma den VK-Konzern übernommen.

Seit Jahren weitet die russische Regierung ihre Kontrollmaßnahmen im Internet aus. Aus Sicht von Experten wird unter dem Deckmantel des Schutzes Minderjähriger und der Bekämpfung von Extremismus versucht, maßgeblich Einfluss auf Internetplattformen zu nehmen und die Meinungsfreiheit zu unterdrücken.

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Gründer nicht mehr in Russland

Der Gründer von VKontakte, Pawel Durow, hatte Russland 2014 verlassen, nachdem er gezwungen gewesen war, sein Unternehmen einem Putin-Vertrauten zu überlassen. Er ist seither nicht nach Russland zurückgekehrt.

Durow ist ebenfalls Gründer der Nachrichten-App Telegram, die ein Konkurrenzprodukt zum WhatsApp-Messengers des Meta-Konzerns (Facebook) darstellt.

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