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Russland sperrt Deutsche Welle

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 04.03.2022Lesedauer: 2 Min.
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Moskauer Büro der Deutschen Welle: Der Auslandssender musste das Büro schließen und wurde mit Sendeverbot belegt. (Quelle: Vladimir Gerdo via www.imago-images.de)
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Die Websites mehrerer unabhängiger Medien sind von Russland aus nicht mehr erreichbar, berichtet der Zensur-Beobachtungsdienst Global Check. Darunter seien auch "BBC", "Deutsche Welle" oder Facebook.

Russland geht weiter gegen unabhängige Medien im Land vor, deren Berichterstattung der russischen Regierung missfällt. Eines der möglicherweise betroffenen Medien ist der britische Nachrichtensender BBC. In der Nacht zum Freitag war die Website des Senders von Russland aus nicht mehr erreichbar. Einen offiziellen Bann scheint Russland jedoch nicht ausgesprochen zu haben, wie der BBC-Russland-Account auf Twitter schreibt:

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Demnach ist die Domain bbc.com nicht im Register der gesperrten Seiten in der zuständigen Behörde Roskomnadzor aufgeführt. Allerdings liegt die Vermutung einer Sperrung durch Moskau dennoch nahe, wie etwa die britische Zeitung "The Guardian" mutmaßt: So habe die BBC nur wenige Stunden vor der Störung ihr Radioprogramm wiederbelebt und begonnen, auf Kurzwelle englischsprachige Nachrichten über den Ukraine-Krieg im Gebiet der Ukraine und Teilen von Russland auszustrahlen.

Klar hingegen ist das Sendeverbot, das Russland gegenüber der Deutschen Welle (DW) ausgesprochen hat. Das russische Korrespondenten-Büro in Moskau wurde am Freitagmorgen geschlossen, die DW-Journalisten müssen im Laufe des Tages ihre Akkreditierungen abgeben. Das Sendeverbot für die Deutsche Welle steht allerdings auch im direkten Zusammenhang mit dem zuvor erfolgten Verbot des russischen Staatssenders RT in Deutschland und innerhalb der EU.

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Laut Global Check und gleichlautenden Informationen der Nachrichtenagentur afp seien zudem auch die sowohl russisch- als auch englischsprachige Nachrichtenseite "Meduza", die Website des US-finanzierten Senders "Radio Free Europe/Radio Liberty" und Facebook von Russland aus nicht mehr erreichbar.

Am Donnerstag hatte bereits der unabhängige Radiosender Echo Moskwy (Moskauer Echo) seine Auflösung bekannt gegeben. Er war zuvor wegen seiner Berichterstattung über den Ukraine-Krieg mit Sendeverbot belegt worden.

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