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Gratis Smartphones: Huawei schießt mit Tweet ein Eigentor

Gratis Smartphones zum Black Friday  

Huawei schießt mit Scherz ein Eigentor

23.11.2021, 12:38 Uhr | t-online, ARG

Gratis Smartphones: Huawei schießt mit Tweet ein Eigentor. Logo von Huawei: Die US-Regierung wirft dem Konzern Spionage vor. (Quelle: Reuters/Aly Song)

Logo von Huawei: Die US-Regierung wirft dem Konzern Spionage vor. (Quelle: Aly Song/Reuters)

Das chinesische Unternehmen Huawei hat sich in den USA auf eigene Kosten einen Scherz erlaubt. Dieser ging aber nach hinten los – zur Enttäuschung der Nutzer.

Der chinesische Technikriese Huawei hat sich auf eigene Kosten einen Scherz erlaubt. So twitterte der US-Account des Unternehmens, dass ein "Black Friday Special" stattfindet, bei dem es für alle Smartphones, die Huawei in den USA verkauft, 100% Rabatt gebe – diese also gratis zu haben wären.

Fakt ist jedoch, dass Huawei seit der Verhängung der Sanktionen vor über zwei Jahren den amerikanischen Markt nicht mehr mit seinen Produkten bedient.

2019 hat die damalige Trump-Regierung wegen Spionagevorwürfen einen sogenannten US-Bann für das Unternehmen verhängt, der es Huawei verbietet, Smartphones in den Vereinigten Staaten zu verkaufen.

Zudem wurde Google auch untersagt, das hauseigene Android-Betriebssystem auf neuen Huawei-Smartphones anzubieten, weshalb der Konzern nicht weiter auf Google-Dienste und den zugehörigen Play Store für Apps setzen konnte. Infolgedessen ist der Smartphone-Absatz des Unternehmens empfindlich eingebrochen. 

Scherz kam nicht gut an

Der Haken an der Sache: Viele US-Bürger haben die Sanktionen entweder vergessen oder wussten darüber schlichtweg nicht Bescheid und freuten sich, ein kostenloses Smartphone ergattern zu können.

So zogen Interessierte angelockt von dem Tweet in die Läden vor Ort oder suchten auf Amazon und in anderen Online-Shops nach Smartphones des Herstellers. Die Enttäuschung folgte prompt: Es gibt überhaupt keine Huawei-Handys im Sortiment.

Nach knapp einer Stunde merkte auch Huawei, dass die Aktion für mehr Verwirrung als Erheiterung gesorgt hat und stellte in einem weiteren Tweet klar: "Ok alle zusammen. Das war nur ein Witz. Wir können in den USA nichts verkaufen."

Leider sorgte die Aufklärung des Sachverhalts auch nicht für Erleichterung. Schnell wurden in dem sozialen Netzwerk Rufe laut, dass man sich als Nutzer hintergangen oder betrogen fühle. Da war es aber bereits zu spät und das Geschehene ließ sich nicht mehr rückgängig machen.

Dem Twitter-Post waren zusätzlich noch drei weinende Smileys angehängt, die wohl die schwierige Lage Huaweis auf dem amerikanischen Markt beschreiben sollten. Oder den Gemütszustand des Social Media-Teams, die im Nachhinein diesen Scherz wohl bereuen dürften.

Im Gegensatz zu den USA lassen sich Huawei-Smartphones in Deutschland weiterhin erwerben. Hier müssen Nutzer aber mit dem hauseigenen Betriebssystem Vorlieb nehmen, denn Googles Android-Plattform läuft auf den chinesischen Smartphones nicht mehr. 

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