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Kein Empfang: Internetprobleme sind Alltag in Deutschland

Langsame Geschwindigkeit, Störungen, Ausfälle  

Studie: Internetprobleme sind Alltag in Deutschland

29.11.2021, 16:12 Uhr | t-online, ARG

Kein Empfang: Internetprobleme sind Alltag in Deutschland. Für Gigabit-schnelles Internet: Glasfaser-Rohre in Nordrhein-Westfalen (Quelle: dpa/Guido Kirchner/Archiv)

Für die Mehrheit der Deutschen gehören Internetprobleme zum Alltag. (Quelle: Guido Kirchner/Archiv/dpa)

Einer aktuellen Studie nach ist eine Mehrheit der Deutschen von Internetproblemen betroffen. Den größten Ärger bereiten Störungsfälle und eine geringe Surfgeschwindigkeit. 

Einer aktuellen Verivox-Umfrage zufolge, die t-online exklusiv vorliegt, hat eine Mehrheit der Deutschen teils massive Probleme mit ihrem Internetanschluss.

So gibt fast jeder Zweite an, dass der eigene Internetanschluss nicht richtig funktioniere. Bei einem Viertel der Befragten fällt dieser hin und wieder komplett aus. 

Vor allem die Politik sehen die Befragten in der Verantwortung. So fordert fast jeder Umfrageteilnehmer, dass die neue Bundesregierung zusätzliche Maßnahmen ergreifen soll, um die prekäre Lage in den Griff zu bekommen.

"Der Netzausbau hinkt der Realität hinterher", sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. "Die massiv gestiegene Nutzung datenintensiver Anwendungen trifft auf eine vielfach unzureichende Infrastruktur. Die neue Bundesregierung ist in der Pflicht, das digitale Deutschland mit unbürokratischen Maßnahmen vom Standstreifen auf die Überholspur zu bringen. Das gilt nicht nur für den Gesundheitssektor, sondern insbesondere auch für den Bildungsbereich."

Fast jeder Befragte hat Probleme mit dem Internetanschluss

So ergab die Umfrage, dass rund 45 Prozent der Internetnutzer in Deutschland von Internetstörungen betroffen sind. Hauptkritikpunkt ist vor allem die Geschwindigkeit beim Surfen.

Doch das ist noch nicht alles: Die Störanfälligkeit der Anschlüsse wird ebenfalls als großes Problem genannt. Für einen Teil der Befragten fällt das Internet von Zeit zu Zeit auch komplett aus. 

Für 40 Prozent der Befragten ist eine zu geringe Bandbreite das größte Problem. Für fast 20 Prozent ist der Anschluss bisweilen gar nicht nutzbar und fällt komplett aus. 

Über die Hälfte der Nutzer gelangt über einen DSL-Anschluss ins Internet. Rund 22 Prozent nutzen einen Kabelanschluss und lediglich 12 Prozent einen Glasfaseranschluss.

Im europaweiten Vergleich hinkt Deutschland weiterhin hinterher: Liegt der Durchschnitt von Glasfaseranschlüssen in Europa bei 33,5 Prozent, sind es in Deutschland lediglich rund 14 Prozent.

Dabei gaben die Umfrageteilnehmer aber  auch an, dass Glasfaseranschlüsse insgesamt die wenigsten Probleme verursachen, gefolgt von den DSL-Anschlüssen. 

Insgesamt ist nur ein verschwindend geringer Teil zufrieden mit dem eigenen Internetzugang: So gaben lediglich 7 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihrem Anschluss keine Probleme haben.

Befragte sehen Politik in der Verantwortung

Für 51 Prozent der Bürger ist der Internetprovider die erste Anlaufstelle, wenn es um Internetprobleme und Beschwerden darüber geht. Nur rund ein Zehntel der Befragten wendete sich bei Problemen an öffentliche Stellen wie die Bundesnetzagentur.

Für 9 Prozent der Befragten waren die vorliegenden Probleme so schwerwiegend, dass der Wechsel des Internetanbieters als einzige Lösung gesehen wurde. Fast ein Drittel der Betroffenen hat mit Internetproblemen zu kämpfen, aber dahingehend bislang nichts unternommen.

Ein einheitliches Bild ergibt sich bei der Frage, wer für besseres Internet sorgen soll: 90 Prozent der Deutschen erwarten von der neuen Bundesregierung, dass zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.

Die Hälfte der Befragten spricht sich zudem für eine bundesweit garantierte Mindest-Surfgeschwindigkeit aus. Rund 40 Prozent wünschen sich bei Internetproblemen die Möglichkeit, ihren Anbieter auch während der Vertragslaufzeit wechseln zu können. 

Fast ebenso viele sprechen sich dafür aus, dass der Staat den Netzausbau selbst in die Hand nehmen soll. Für ein Drittel der Befragten kämen auch Strafzahlungen für die Provider in Frage, sollten die Probleme nicht behoben oder die vertraglich zugesicherte Leistung bereitgestellt werden. 

Durch die Novelle des Telekommunikationsgesetzes, die am 1. Dezember in Kraft tritt, erhalten Internetnutzer mehr Handhabe gegenüber ihrem Internetanbieter.

So lassen sich beispielsweise die monatlichen Kosten senken, wenn der Anschluss besonders störanfällig ist oder man zu langsam surft. 

Anbieter und Methodik

Verivox ist ein Vergleichsportal für Tarife, das sich auf die Märkte Energie, Telekommunikation, Versicherungen und Finanzen spezialisiert hat.

Die Umfrageergebnisse wurden t-online vorab von Verivox exklusiv zur Verfügung gestellt.

Die verwendeten Daten basieren auf einer repräsentativen Online-Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Verivox, an der Ende September 1.004 Personen teilgenommen haben.

Verwendete Quellen:
  • Verivox - Umfrage: Fast jeder zweite Internetanschluss bereitet Probleme – jeder Dritte fordert Netzausbau in staatlicher Hand

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