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Nacktfoto in Google Street View hat für Australierin ernste Folgen

Australierin angezeigt  

Nacktfoto in Google Street View hat ernste Folgen

02.04.2015, 15:47 Uhr | dpa, t-online.de

Eine Australierin muss sich vor Gericht verantworten, weil sie vor einem Kamerawagen von Google blankgezogen hat. Die 38-Jährige hatte ihre Brüste entblößt, offensichtlich um im Kartendienst Google Street View für Wirbel zu sorgen. Ihr drohen eine Geld- oder sogar Haftstrafe.

Die Einwohner der Küstenstadt Port Pirie im Süden Australiens sind offenbar nicht sehr glücklich über ihre exhibitionistische Mitbürgerin. Vor etwa zwei Monaten rannte die 38-Jährige auf die Straße, nachdem sie ein Google-Auto erspäht hatte, das 360-Grad-Aufnahmen für den bekannten Kartendienst Google Maps machte. Die Autos sind wegen ihres Kamera-Aufsatzes auf dem Dach gut zu erkennen.

Nackte Tatsachen in Google Street View

Wie die australische Zeitung "The Advertiser" berichtete, lief die Frau dem Auto hinterher und zog ihr T-Shirt hoch. "Ich habe mich entblößt, als er vorbeifuhr, und dann ist er zurückgekommen und hat noch einmal gefilmt, wohl um sicherzugehen, dass die Aufnahme stimmt", zitierte die Zeitung sie.

Sie sei sich zwar sicher gewesen, dass die Aufnahme in Street View erscheinen würde – das Ergebnis sah sie dennoch erst Ende März, nachdem sie ein Freund darauf aufmerksam gemacht hatte. Sie empfand es als großen Spaß, war anfangs darüber erfreut und hoffte, Google würde das Foto nicht löschen. "Das gehört irgendwie auch ein bisschen zur Meinungsfreiheit", sagte sie "The Advertiser".

Australierin muss sich gegen Shitstorm wehren

Tatsächlich brauchte Google ein paar Anläufe, um die nackte Haut vollständig zu verpixeln. Die Reaktionen auf die Nacktaufnahme fielen aber sehr gemischt aus. Während die 38-Jährige zahlreiche Freundschaftsanfragen und Applaus auf Facebook bekommt, ziehen andere mit zahlreichen Beleidigungen über sie her.

Bei einem Gemeindetreffen wurde die Street-View-Flitzerin als "schlechte Mutter" und "purer Abschaum" bezeichnet, berichtete die australische Ausgabe der "Daily Mail" von einer in Tränen aufgelösten Frau.

Wie eine Sprecherin der Polizei von Südaustralien am Donnerstag erklärte, wurde die Frau letztendlich wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses angezeigt. "Wir haben sehr viele Beschwerden erhalten", sagte die Polizeisprecherin.

Peinlichkeiten in Google Street View

Die Straßenfotos von Google Street View sorgen bereits seit Jahren regelmäßig für Aufregung – vor allem weil die Kamerawagen im Vorbeifahren oft Personen in peinlichen Situationen ablichten. Zudem sorgten kuriose Bildfehler mitunter für Erheiterung. Eine Auswahl der kuriosesten Fundstücke in dem Fotodienst für Google Maps und Google Earth zeigen wir in unserer Foto-Show.

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