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Scharfe Kritik für Spotify wegen Verschwörungs-Podcast

"Infowars"  

Spotify bietet Plattform für Verschwörungs-Podcast

31.07.2018, 16:59 Uhr | dpa

Scharfe Kritik für Spotify wegen Verschwörungs-Podcast . Spotify: Nutzer haben sich über den Podcast "Infowars" beschwert. (Quelle: imago images)

Spotify: Nutzer haben sich über den Podcast "Infowars" beschwert. (Quelle: imago images)

Für Spotify hagelt es Kritik. Der Streamingdienst hat einen Podcast über eine Verschwörungstheorie veröffentlicht. Nun wird geprüft, ob die Inhalte gelöscht werden müssen. 

Spotify ist wegen des umstrittenen Podcasts eines Verschwörungstheoretikers in die Kritik geraten. Nutzer des Streamingangebots können seit einigen Tagen über die App die Show "Infowars" des rechtspopulistischen US-Journalisten Alex Jones abrufen.

Jones hatte in der Vergangenheit unter anderem verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001 in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass der Klimawandel ein Mythos sei.

YouTube und Facebook löschten "Infowars"-Videos

Erste Nutzer hatten sich bei Spotify direkt beschwert und auch über die Sozialen Netzwerke waren Protest laut geworden. "Wirklich, @Spotify, Alex Jones ist verantwortlich für seine Schikane an den Eltern von Sandy-Hook-Kindern und an den Opfer des Attentats in Las Vegas", schrieb die Initiative "Sleeping Giants" auf Twitter. "Und jetzt bietet ihr seinen Podcast an?"

Spotify erklärte, es werde derzeit werde geprüft, ob und inwieweit die Inhalte die Richtlinien des Streamingdiensts verletzen. Dann werde entschieden, ob das Angebot ganz oder in Teilen gelöscht werde, sagte ein Sprecher.

Erst vor einigen Tagen hatte die Videoplattform YouTube vier "Infowars"-Videos wegen Hassrede und der Gefährdung von Kindern gesperrt. Der YouTube-Kanal von Jones hat mehr als 2,4 Millionen Abonnenten. Zuvor hatte bereits Facebook Jones zeitweise von seiner Plattform verbannt und einige Videos von ihm gelöscht.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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