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Falsche Facebook-Gewinnspiele: Gratis-Tickets für Europa Park sind eine Falle

Falsche Facebook-Gewinnspiele  

Datensammler versprechen Gratis-Tickets für Europa Park

24.04.2019, 09:19 Uhr | str, t-online.de

Falsche Facebook-Gewinnspiele: Gratis-Tickets für Europa Park sind eine Falle. Eingang zum Europa Park Rust: Auf Facebook kursieren falsche Gewinnspiele, in denen Tickets für Deutschlands größten Freizeitpark versprochen werden.  (Quelle: imago images/Spöttel Picture)

Eingang zum Europa Park Rust: Auf Facebook kursieren falsche Gewinnspiele, in denen Tickets für Deutschlands größten Freizeitpark versprochen werden. (Quelle: Spöttel Picture/imago images)

Mal sind es Karten für einen Freizeitpark, mal ein Luxus-Wohnwagen oder eine Reise: Immer wieder locken Betrüger mit attraktiven Gewinnspielen Facebook-Nutzer in die Falle. Wir erklären, was den Betroffenen droht und wie man sich schützen kann. 

Facebook hat ein Riesenproblem mit falschen Gewinnspielen. Die Seite "Mimikama.at", die über Internetbetrugsmaschen aufklärt, listet hunderte aktuelle Fälle auf. Und das ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. 

In den Postings werden die User durch attraktive Gewinne zum Klicken, Kommentieren, Liken und Teilen verleitet. Angeblich nehmen sie dadurch nämlich automatisch an der Verlosung teil. Als Hauptgewinn werden derzeit besonders häufig Gratis-Familien-Tickets für einen Freizeitpark präsentiert, etwa für den Europa-Park, Disney World, Phantasialand oder den Movie Park Germany.

Neue Masche der Fake-Gewinnspiel-Veranstalter

"Mimikama.at" spricht von einer regelrechten "Fake-Welle auf Facebook". Zwar sind solche falschen Gewinnspiele nichts neues. Bisher wurden aber  meist andere Hauptgewinne angepriesen, zum Beispiel sogenannte "Tiny Homes" oder luxuriöse Wohnwagen. Auch Traumreisen, Sportwagen und Unterhaltungselektronik waren ein beliebtes Lockmittel. Mit ihrer neuen Freizeitpark-Masche scheinen die Betrüger aber so erfolgreich zu sein, dass "Mimikama.at" sogar eine Pressemitteilung veröffentlichte, um vor den "virtuellen Kaffeefahrten" zu warnen. 

"Wir haben es hier mit viralen Fake-Gewinnspielen zu tun, welche bewusst die Teilnehmer täuschen und dabei missbräuchlich die Namen verschiedener Freizeitparks verwenden", erklärt Andre Wolf, Sprecher des Vereins "Mimikama". "Dabei werden die Teilnehmer zu einem Rädchen in der Verteilermaschine: Sie sollen selbst das Gewinnspiel verbreiten, um die Karten zu bekommen. Mit diesem Trick erreichen die Gewinnspiele eine hohe Reichweite." 

Wer hinter den Fake-Gewinnspielen steckt, lässt sich schwer ermitteln. Auf den ersten Blick scheint die Verlosung durch den Freizeitpark selbst organisiert worden zu sein. Doch das ist alles nur Fassade und nicht ungewöhnlich: Die Betrüger tarnen sich häufig als bekanntes Unternehmen. So wurden beispielsweise auch schon falsche Gewinnspiele im Namen von Ryanair oder der Supermarktkette REWE ausgerufen. "Am Ende der Kette stehen dabei jedoch sehr häufig Provisionsmodelle von Datenhändlern, in denen es darum geht, so viele Menschen wie möglich zu einer Teilnahme zu bewegen", heißt es in der Pressemitteilung von "Mimikama". 

Was bezwecken die Erfinder der Gewinnspiele?

Zu gewinnen gibt es in den allermeisten Fällen gar nichts. Häufig geht es den Betreibern lediglich darum, die Reichweite ihrer Facebook-Seite zu erhöhen, um später mit Werbung Geld zu verdienen oder die Seite weiterzuverkaufen. Facebook verbietet solche Praktiken eigentlich. Doch die Gewinnspiel-Postings werden meistens kurze Zeit später wieder gelöscht. So minimieren die Täter das Risiko, von Facebook erwischt und gesperrt zu werden.

Im Fall der versprochenen Freizeitparktickets wird der Nutzer auf Webseiten gelotst, wo er seine persönlichen Daten eingeben soll. Die Betreiber nutzen die Informationen, um ihr leichtgläubiges Opfer künftig mit noch mehr Werbung und dubiosen Angeboten zu überschütten. 

Nutzer, die bei Fake-Gewinnspielen auf "gefällt mir" oder "teilen" geklickt haben, können auch bei Facebook mit weiteren Spam-Nachrichten, Phishing- oder Abzock-Versuchen rechnen. Die Macher der Gewinnspiele können ihre Opfer etwa per Link auf betrügerische oder mit Malware infizierte Seiten locken und für jeden Besucher eine Provision kassieren. Außerdem müssen die betroffenen Nutzer fürchten, dass alle Profil-Daten, die öffentlich einsehbar sind, an Dritte weiterverkauft werden. 

Screenshot eines falschen Gewinnspiels auf Facebook: Sie erkennen ein Fake-Gewinnspiel an verschiedenen Warnzeichen.  (Quelle: t-online.de/Screenshot)Screenshot eines falschen Gewinnspiels auf Facebook: Sie erkennen ein Fake-Gewinnspiel an verschiedenen Warnzeichen. (Quelle: Screenshot/t-online.de)

Woran erkennt man Fake-Gewinnspiele?

Verschiedene Warnzeichen sprechen dafür, dass ein Gewinnspiel frei erfunden ist: 

  • Als Teilnahmebedingung wird der User zum Liken, Teilen oder Kommentieren des Postings aufgefordert
  • Es wird kein Seitenbetreiber im Impressum genannt 
  • Die Seite hat kaum oder nur wenige Fans
  • Es gibt keine Kontaktmöglichkeiten außer über den Facebook Messenger
  • Die Seite existiert erst seit kurzem oder wurde kürzlich umbenannt
  • Anders als echte Unternehmensseiten haben die gefälschten Seiten keinen blauen Haken
  • Die Macher nutzen aus dem Internet geklaute Bilder

Eine Bilderrückwärtssuche kann oft Gewissheit schaffen. Speichern Sie dazu das Foto aus dem verdächtigen Facebook-Gewinnspiel auf Ihrem Rechner und laden Sie es in der Google Bildersuche hoch. Google findet nun ähnlich aussehende Fotos für Sie. Wenn es sich um einen bereits bekannten Betrugsversuch handelt, finden sich häufig auch Links auf entsprechende Warnungen in den Suchergebnissen. 


Was Sie sonst noch tun können

Webseiten wie Mimikama oder Onlinewarnungen.de informieren regelmäßig über die Risiken von falschen Gewinnspielen und freuen sich, wenn ihre Beiträge gelesen und geteilt werden. Wenn Ihnen ein verdächtiges Posting bei Facebook begegnet, warnen Sie Ihre Freunde – am besten in einer privaten Nachricht. Aber: Teilen oder Kommentieren Sie auf keinen Fall direkt unter dem Gewinnspiel-Posting. Fertigen Sie stattdessen einen Screenshot an und teilen diesen mit einer Warnung vor den Machern.

Außerdem können Sie betrügerische Betreiber und Spam direkt bei Facebook melden. Klicken Sie dazu auf die drei Punkte oben rechts in der Ecke des Postings und dann auf "Feedback geben". Dort können sie unter anderem "Spam" auswählen und Facebook damit einen wichtigen Tipp geben. 

Verwendete Quellen:

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