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App-Bank N26 wird zum wertvollsten deutschen Start-up

Trotz Skandale und Kritik  

App-Bank N26 wird zum wertvollsten deutschen Start-up

18.07.2019, 12:28 Uhr | dpa

App-Bank N26 wird zum wertvollsten deutschen Start-up. Die App der Online-Bank N26 ist auf einem Smartphone zu sehen: N26 gilt nach einer Finanzspritze als wertvollstes deutsches Start-up.  (Quelle: imago images/Thomas Trutschel/photothek.net)

Die App der Online-Bank N26 ist auf einem Smartphone zu sehen: N26 gilt nach einer Finanzspritze als wertvollstes deutsches Start-up. (Quelle: Thomas Trutschel/photothek.net/imago images)

Die Beschwerden von Kunden und Verbraucherschützern nehmen zu. Doch bei den Investoren kommt die Online-Bank N26 gut an: Nach der jüngsten Finanzierungsrunde steigt die Firma sogar zum wertvollsten Start-up Deutschlands auf. 

Die App-Bank N26 steigt mit einer Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar in der jüngsten Finanzierungsrunde zum teuersten deutschen Start-up auf. Die Firma erweiterte die Kapitalrunde zugleich von 300 auf 470 Millionen Dollar (rund 419 Mio Euro). Das Geld soll für die internationale Expansion, den Ausbau des Teams sowie Produktinnovationen verwendet werden, wie N26 am Donnerstag mitteilte.

Die Online-Bank geht gerade ein großes Projekt mit dem Start im US-Markt an und peilt als nächstes die Expansion nach Brasilien an. "Unsere Hypothese ist, dass das, was in Europa funktioniert hat, auch in den USA und Brasilien funktionieren wird", sagte Mitgründer und Finanzchef Maximilian Tayenthal. N26 wolle pro Jahr einen oder zwei neue Märkte erschließen. In den USA stünden inzwischen rund 100.000 Interessenten auf der Warteliste.

N26 holte sich mit der neuen Geldspritze inzwischen mehr als 670 Millionen Dollar bei Investoren. "Wir haben die Vision, das Privatkunden-Banking weltweit zu verändern. Das ist eine Vision, für die man sehr viel Geld braucht", sagte Tayenthal der dpa. Er gehe davon aus, dass es noch weitere Finanzierungsrunden geben werde.



N26 war in den vergangenen Monaten in Negativschlagzeilen geraten, weil Nutzer sich über einen schwer erreichbaren Kundenservice beschwert hatten. Nach jüngsten Angaben wurde der Bereich von 120 Mitarbeitern im vergangenen Jahr auf 400 Mitarbeiter intern und 400 externe Beschäftigte aufgestockt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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