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USA: Hacker wollen Trinkwasser vergiften

Vorfall in den USA  

Hacker wollen Trinkwasser vergiften

09.02.2021, 08:51 Uhr | dpa, avr, t-online

USA: Hacker wollen Trinkwasser vergiften. Ein Wasserhahn (Symbolbild): In den USA haben Hacker Zugriff auf das System einer Wasseraufbereitungsanlage gehabt.  (Quelle: imago images/Kirchner-Media)

Ein Wasserhahn (Symbolbild): In den USA haben Hacker Zugriff auf das System einer Wasseraufbereitungsanlage gehabt. (Quelle: Kirchner-Media/imago images)

Immer wieder werden öffentliche Einrichtungen Opfer von Hackern – von Schulen bis Krankenhäuser. Nun wurde bekannt, dass Unbekannte in den USA den Säuregehalt im Trinkwasser manipulieren wollten.

Hacker haben sich Zugang zu einer Wasseraufbereitungsanlage im US-Bundesstaat Florida verschafft und das Wasser chemisch manipuliert. Der oder die Täter hätten den Anteil von Natriumhydroxid im Wasser mehr als verhundertfacht. Das sagte der Sheriff des Bezirks Pinellas, Bon Gualtieri, am Montag (Ortszeit).

Der Angreifer nutzte dazu die Fernwartungssoftware TeamViewer, um auf das System der Wasseraufbereitungsanlage in Oldsmar zuzugreifen. Ein Mitarbeiter der Anlage konnte live beobachten, wie sich die Maus von selbst bewegte, Programme öffneten und Änderungen vorgenommen wurden, sagte Gualtieri der Nachrichtenagentur "Reuters". Oldsmar hat etwa 15.000 Einwohner.

Keine Gefahr für die Öffentlichkeit

Die Mitarbeiter haben nach Angaben des Sheriffs die "potenziell gefährliche".Änderung sofort rückgängig gemacht. "Zu keiner Zeit gab es eine signifikante negative Auswirkung auf das behandelte Wasser", sagte Gualtieri. Die Öffentlichkeit sei nie in Gefahr gewesen. Auch wenn die Änderung nicht sofort bemerkt worden wäre, hätte es zwischen 24 und 36 Stunden gedauert, bis das aufbereitete Wasser ins Versorgungssystem gelangt wäre.

Natriumhydroxid wird zur Kontrolle des Säuregehalts des Wassers und zur Entfernung von Metallen aus dem Trinkwasser in einer Wasseraufbereitungsanlage verwendet. In hohen Mengen kann es für Menschen schädlich sein und unter anderem schwere Verätzungen verursachen.

Der Fall werde nun unter anderem von der Bundespolizei FBI untersucht. Bislang gebe es keine Verdächtigen. Auch sei noch unklar, ob der Zugriff von innerhalb oder außerhalb der USA erfolgt sei.

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