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Vitamin D – Wie Sie Ihren tĂ€glichen Bedarf decken

dpa, Teresa Nauber

Aktualisiert am 09.05.2018Lesedauer: 3 Min.
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FĂŒr die Pharmakonzerne sind sie ein MillionengeschĂ€ft: kleine Kapseln, die Vitamin D enthalten. Immer wieder ist in Deutschland von Mangel und Unterversorgung die Rede. Scheint ja auch kaum die Sonne hier. Und trotzdem braucht es in der Regel keine Pillen.

Sind Sie hĂ€ufig mĂŒde? Arbeiten Sie in geschlossenen RĂ€umen? Verwenden Sie Sonnencreme? Dann sind Sie womöglich unterversorgt. Das jedenfalls suggeriert ein Selbsttest auf der Internetseite eines Pharmakonzerns. Das Schöne ist: Der vermeintliche Mangel lĂ€sst sich ganz leicht beheben – mit dem frei verkĂ€uflichen PrĂ€parat, das das Unternehmen anbietet. Es geht um Vitamin D.

Fest steht: Ein echter Vitamin-D-Mangel ist tatsĂ€chlich schĂ€dlich fĂŒr die Gesundheit. Davon kann bei den meisten Menschen in Deutschland aber nicht die Rede sein.

Bildung von Vitamin D mit Sonnenlicht

Vitamin D ist die Vorstufe eines lebensnotwendigen Hormons, erklĂ€rt Prof. Helmut Schatz aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Endokrinologie (DGE). Im Unterschied zu anderen Vitaminen nimmt der Mensch nur einen kleinen Teil des Vitamin D ĂŒber die Nahrung auf. 80 bis 90 Prozent bildet der Körper in der Haut selbst, mithilfe von Sonnenlicht.

Kein flÀchendeckender Mangel in Deutschland

Nun ist Deutschland nicht gerade sonnenverwöhnt. Immer mehr Menschen glauben daher offenbar, dass sie unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. Aber was ist eigentlich ein Mangel? "Davon sprechen wir erst, wenn Menschen Symptome haben, also krank sind", erklĂ€rt Birgit Niemann vom Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR). Bei Vitamin D sei das nicht der Fall. "Wir teilen die Ansicht, dass es in Deutschland einen flĂ€chendeckenden Vitamin-D-Mangel gebe, ausdrĂŒcklich nicht."

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Das BfR interessiert aber nicht nur, ob es der Bevölkerung an etwas mangelt – das Institut will auch wissen, wie optimal die Menschen versorgt sind. "Und da gibt es bei vielen Vitaminen noch Luft nach oben", sagt Niemann. Vitamin D gehöre auch dazu.

Dem Robert Koch-Institut zufolge erreicht gut die HĂ€lfte der Erwachsenen in Deutschland die als optimal angesehene Serumkonzentration nicht. Haben die nun alle einen Mangel? "Nein", sagt Niemann. "Es könnte aber sein, dass sie ein Risiko fĂŒr eine Unterversorgung haben."

Denn das Risiko der Unterversorgung besteht immer, wenn die Serumkonzentration unter dem Optimalwert liegt. Von einem Mangel sprechen Mediziner aber erst, wenn der Wert noch viel tiefer liegt. Beides komme relativ selten vor, sagt Schatz.

SÀuglinge haben erhöhtes Mangelrisiko

Ein höheres Risiko haben SĂ€uglinge, die daher flĂ€chendeckend Vitamin D bekommen, und auch ein paar andere: Menschen zum Beispiel, die gar nicht oder nur verschleiert das Haus verlassen, Senioren ĂŒber 65 Jahren und Menschen mit dunkler Hautfarbe. Bei diesen Gruppen kommt eine prophylaktische Gabe von Vitamin D in Betracht, sagt Schatz.

Nun klingt aber auch Unterversorgung nicht wie etwas, das man gern hĂ€tte. Doch was bedeutet das eigentlich konkret? "Das ist ein Kern des Problems", sagt Schatz: "Wir wissen es nicht." Und solange es keine gesicherten Erkenntnisse gibt, sieht die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Endokrinologie abseits der genannten Gruppen bei gesunden Erwachsenen unter 65 Jahren meistens keinen Grund, Vitamin-D-Kapseln zu schlucken. "FĂŒr die Pharmakonzerne ist das natĂŒrlich ein gutes GeschĂ€ft. Aber wir behandeln keine Blutwerte, sondern Menschen mit Symptomen", sagt Schatz.

Vitamin-D-PrÀparate beugen Krankheiten nicht vor

Die fĂŒr ihn und die Fachgesellschaft entscheidende Frage: Werden die Menschen tatsĂ€chlich seltener krank, wenn sie Vitamin D schlucken? Neben der DGE kommt auch die Stiftung Warentest zu dem Schluss, dass das bisher nicht eindeutig nachgewiesen ist. Im MĂ€rz 2018 haben die Tester die aktuelle Studienlage unter die Lupe genommen. Sie schreiben: "Gesunden, aktiven Erwachsenen bringen Vitamin-D-Pillen nichts."

Wer trotzdem meint, dass er ohne NahrungsergĂ€nzungsmittel nicht ĂŒber die Runden kommt, könne auf eigene Kosten solche Pillen schlucken, sagt Schatz. Dosierungen von 800 bis 1.000 Internationalen Einheiten (I.E.) schaden dem Körper zumindest nicht. Nimmt jemand ohne medizinischen Grund mehr als 4000 I.E. zu sich, kann aber zum Beispiel die Niere leiden.

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Und dann ist da ja noch der natĂŒrliche Weg, Vitamin D zu tanken: die Sonne. Wer zu einer optimalen Versorgung seines Körpers beitragen möchte, sollte tĂ€glich vor die TĂŒr gehen. "Sie mĂŒssen dafĂŒr nicht den halben Tag in der Sonne liegen", sagt Niemann. "25 Minuten tĂ€glich genĂŒgen." Dabei sollte rund ein Drittel des Körpers der Sonne ausgesetzt werden.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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