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Wenn Hunde Jogger attackieren

Wenn Hunde Jogger attackieren

31.01.2013, 16:22 Uhr | amr, t-online.de

Wenn Hunde Jogger attackieren.  Jogger sollten keine provozierenden Bewegungen machen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jogger sollten keine provozierenden Bewegungen machen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Beim Joggen durch den Park kommt plötzlich ein großer Hund bellend auf Sie zugestürmt. Wie verhalten Sie sich in solch einer Situation? Viele rennen weg, doch das ist falsch. So wird der Jagdtrieb des Hundes erst recht geweckt. Gerade Läufer machen aus Unwissenheit immer wieder schlechte Erfahrungen. So verhalten Sie sich richtig.

Heranstürmenden Hund ignorieren

Ein Hinterherjagen des Hundes ist in der Regel nicht aggressiv gemeint. Es macht dem Hund einfach Spaß zu jagen. Wer wegläuft, stachelt ihn nur weiter an, deshalb gilt: Auch wenn es schwer fällt - bleiben Sie stehen und ignorieren Sie das Tier! Ein stillstehender Mensch, der den Hund nicht beachtet, ist für den bellenden Angreifer uninteressant. Entweder wird der Hund eine Weile weiterbellen und dann weiterlaufen, oder er nähert sich Ihnen kurz und beschnuppert Sie. Sobald sich der Hund wieder entfernt hat, können Sie langsam weiterjoggen.

Hund nicht provozieren

Schnelle Arm- und Beinbewegungen mit dem Ziel, den Hund in die Flucht zu schlagen, sollten Sie unbedingt vermeiden. Der Vierbeiner fasst dies als Provokation auf. Um sich zu verteidigen, könnte er in solch einer Situation zubeißen.

Vorsicht bei Nordic Walking-Stöcken

Nordic Walker sollten beachten, dass manche Hunde auf Stöcke reagieren. Entweder sehen sie darin ein Spielzeug und versuchen danach zu schnappen oder sie reagieren aggressiv, wenn sie schlechte Erfahrungen damit verbinden. Wenn Ihnen der Hund hinterherläuft, gilt auch hier: Stehen bleiben und das Tier nicht beachten.

Hunde riechen Angst

Der Umgang mit Hunden ist in Wirklichkeit sehr viel ungefährlicher als viele denken. Problematisch wird es erst, wenn man Angst vor dem Tier zeigt. Der Hund wittert dies sofort und das weckt den Jagdinstinkt. Ein Hund kann circa 1000 Düfte unterscheiden, ein Mensch nur ein Drittel davon. Sobald wir Freude, Aufregung, Wut, Glück, Traurigkeit oder eben auch Angst verspüren, produziert unser Körper Pherormone. Das sind Geruchsstoffe, die Menschen nur unbewusst, Hunde aber intensiv wahrnehmen.

Kommunikationsirrtümer zwischen Hund und Mensch

Die meisten Angriffe von Hunden lassen sich durch richtiges Verhalten vermeiden. Hunde sind von Geburt an soziale Wesen und verteidigen mit allen möglichen Mitteln ihr Revier. Bei angeketteten Hunden ist dieser Trieb besonders stark, wenn sie in der Nähe ihrer Behausung oder mit ihrem Herrchen unterwegs sind. Auch muss ein Mensch beim Umgang mit Hunden immer daran denken, dass seine Körpersprache eine ganz andere ist als die des Hundes.

Schwanzwedeln signalisiert nicht immer gute Laune

So kann ein Hund nicht wissen, dass ein Lächeln kein Zähnefletschen ist. Da die Ohren beim Menschen von Natur aus eng anliegen, drücken sie dem Hund gegenüber Unmut oder Aggression aus. Wenn man Hunde anstarrt, sich schnell bewegt oder eine Hand oberhalb seiner Augen hält, betrachtet er dies als Drohung oder Angriff und könnte aggressiv reagieren. Das zeigt ein Hund deutlich durch Bellen, Knurren, hochgezogene Lefzen, flach am Kopf liegende Ohren und gesträubte Haare. Und Vorsicht: Wenn ein Hund mit dem Schwanz wedelt, heißt das nicht immer, dass er gute Laune hat. Es zeigt nur, dass er erregt ist.

Wenn der Hund beißen will

Doch was tun, wenn es wirklich zum Ernstfall kommt und der Hund Sie anspringt und versucht zu beißen? Dann ist es ratsam ihm irgendeinen Gegenstand, den man gerade zur Hand hat, hinzuhalten. Egal ob Tasche, Jacke oder Stock. Wichtig ist, den Gegenstand nicht loszulassen, sondern ihm die Beute streitig zu machen. So lange er daran zerren kann, bleibt er beschäftigt. Der Hundebesitzer wird in der Regel nicht weit weg sein und Ihnen dann zur Hilfe eilen, um seinen Hund zu bändigen. Grundsätzlich stehen die Hundebesitzer in der Pflicht, größere Hunde an der Leine zu führen, sodass solch gefährliche Situationen erst gar nicht entstehen können.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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