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Zecken – Erste Hilfe bei einem Zeckenbiss

Erste Hilfe beim Zeckenstich  

Wie Sie eine Zecke richtig entfernen

Von Alexandra Grossmann

01.07.2019, 08:46 Uhr
 (Quelle: Bitprojects)
2019 wird ein gutes Jahr für Zecken

Zecken werden es dieses Jahr gut haben. Experten sind deswegen besorgt, denn auf einen milden Winter folgte ein warmer Frühling. Viele Zecken haben die kalte Jahreszeit also gut überstanden. (Quelle: Bitprojects)

Zeckenalarm in Deutschland: Hier droht die größte Gefahr. (Quelle: Bitprojects)


Im Sommer drohen gefährliche Zeckenstiche. Wenn Sie einen der Blutsauger auf der Haut finden, müssen Sie ihn sofort entfernen. Wir verraten Ihnen, wie es geht.

In Deutschland ist wieder die Zeit für Zecken angebrochen – die Stiche der blutsaugenden Parasiten können zu Entzündungen führen oder sogar gefährliche Krankheiten wie Borreliose und Hirnhautentzündung auslösen. Wenn Sie einen Zeckenstich – oft auch Zeckenbiss genannt – bemerken, sollten Sie deshalb sofort handeln.

Hat sich eine Zecke in der Haut verankert, sollte sie so schnell wie möglich entfernt werden: Je länger sie ihren Speichel in das menschliche Blut überträgt, desto größer ist die Gefahr einer Infektion.

Veraltete Haushaltstipps vermeiden

Veraltete Tipps wie Kokosöl, Butter oder Knoblauch gegen Zecken sind aber keine geeigneten Mittel für die Erste Hilfe. Durch diese wird das Tier nur gestört und in Unruhe versetzt, sodass es sich womöglich erst recht festhält.

Experten sind sich einig: Gegen die Blutsauger helfen nur mechanische Mittel. Das Kunststück ist, die gesamte Zecke zu entfernen: Wer nicht tief genug zupackt, riskiert, dass das Tier zerreißt. Dann können gefährliche Flüssigkeiten aus abgerissenen Körperteilen fließen. Es kommt auch vor, dass die Beißwerkzeuge in der Haut verbleiben. Diese können nach einiger Zeit von selbst abfallen – oder sich entzünden. Beobachten Sie also die Stelle, an der Sie gestochen wurden, gut.

Spezielle Hilfsmittel sind gut geeignet

Die goldene Regel lautet: Die Zecke hautnah, langsam und kontrolliert entfernen. Dazu eignen sich die eigenen Finger und Nägel, einfacher und sicherer geht es aber mit einer Pinzette, einer speziellen Zeckenkarte oder einem Zeckenlasso.

  • Pinzette: Fassen Sie den Parasiten möglichst weit vorne am Kopf, und ziehen Sie ihn ganz langsam mit einer leichten Drehung heraus. So ist die Chance am größten, dass die Mundwerkzeuge komplett entfernt werden.
  • Zeckenkarte: Die Karte hat eine Auslassung in Form eines "V". Schieben Sie diese unter die Zecke bis zu der Stelle, an der sie in der Haut steckt. Bewegen Sie die Karte nun vorsichtig nach oben und nach vorn – so hebeln Sie den Blutsauger heraus.
  • Zeckenlasso: Das Gerät sieht aus wie ein Kugelschreiber, an dessen Spitze eine Schlinge angebracht ist. Diese wird über einen Druckknopf am Ende des Stiftes betätigt: Legen Sie die Schlaufe möglichst tief unter die Zecke, richten Sie den Griff auf – und ziehen Sie das Tier senkrecht heraus.

Nach dem Entfernen sollten Sie den Zeckenstich sorgfältig desinfizieren. Dazu eignen sich zum Beispiel Alkohol oder eine jodhaltige Salbe.
 


Bedenken Sie immer, dass Zeckenstiche ernsthafte und schwerwiegende Erkrankungen nach sich ziehen können – beobachten Sie die Stelle auch mehrere Tage, nachdem Sie den Blutsauger abgelöst haben. Bildet sich eine kreisförmige Rötung, sollten Sie unbedingt einen Arzt besuchen. Dies gilt auch, wenn Sie zweifeln und sich unsicher sind, ob der Stich Folgen hatte.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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