Sie sind hier: Home > Gesundheit > Gesund leben >

Wetterfühligkeit: Symptome erkennen und behandeln

Wetterfühligkeit deuten und behandeln  

Wie sich das Wetter auf den Körper auswirken kann

26.08.2020, 07:55 Uhr | tl, t-online, mwe

Wetterfühligkeit: Symptome erkennen und behandeln. Müdigkeit: Wenn sich die Witterung ändert, bereitet das vielen Menschen Probleme. (Quelle: Getty Images/Elenaleonova)

Müdigkeit: Wenn sich die Witterung ändert, bereitet das vielen Menschen Probleme. (Quelle: Elenaleonova/Getty Images)

Wer sich schlecht fühlt, schiebt das gerne mal aufs Wetter – oft erntet man dafür nur ein müdes Lächeln. Dabei ist Wetterfühligkeit keine Einbildung. Doch nicht jeder ist gleichermaßen anfällig.

Wie viele Menschen tatsächlich an der sogenannten Wetterfühligkeit leiden, ist schwer festzustellen. Verschiedene Statistiken geben oft unterschiedliche Zahlen an. Schätzungen zufolge ist jeder zweite Deutsche von dem Phänomen betroffen.

Dabei soll es zwei Gruppen von wetterfühligen Menschen geben: Betroffene, die lediglich in ihrer Befindlichkeit gestört sind, und solche, die krank sind und stärkere Symptome haben.

Wetterfühligkeit: Diese Symptome zeigen sich bei Betroffenen

Wissenschaftler haben festgestellt, dass offenbar vor allem Menschen, die generell unter Kreislaufstörungen leiden, von der Wetterfühligkeit betroffen sind. Ältere Menschen klagen außerdem häufiger als jüngere über Symptome. Frauen, die sich in der Menopause befinden, leiden ebenfalls besonders stark bei Wetterwechseln.

Typische Symptome für Wetterfühligkeit sind:

  • Kopfschmerzen
  • Migräneattacken
  • Schwindel
  • Schmerzen in Knochen, Gelenken und Narben
  • instabiler Kreislauf
  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Müdigkeit
  • schlechter Schlaf

Einige Betroffene klagen aber auch über ganz andere Symptome: Bei Wetterfühligkeit beginnen Ihre Narben zu ziepen. Dies ist normalerweise nur bei großen Narben, zum Beispiel nach einer OP, der Fall.

Behandlung: Was Sie bei Wetterfühligkeit tun können

Wetterfühligkeit beruht vor allem auf einem Trainingsmangel des ganzen Körpers. Das führt dazu, dass sich der Körper nicht mehr schnell genug an die unterschiedlichen Wetterlagen anpassen kann. Wenn Sie gegen die Symptome der Wetterfühligkeit vorgehen möchten, sollten Sie daher am besten ein regelmäßiges Ausdauertraining in freier Natur absolvieren: Walken, Wandern, Radfahren oder auch Spazieren gehen bieten sich beispielsweise dafür an.

Verringern können Betroffene ihre Beschwerden außerdem, indem sie sich einen regelmäßigen Tagesablauf angewöhnen, der besonders regelmäßige Weckzeiten, Mahlzeiten und Schlafengehenszeiten umfasst. Mindestens sieben Stunden Schlaf sollten sich Wetterfühlige zudem gönnen, außerdem auf Genussmittel verzichten und auf eine gesunde Ernährung achten.

Hausmittel gegen die Symptome

Auch Hausmittel können die Symptome von Wetterfühligkeit lindern. Empfehlenswert sind unter anderem Melissentee und grüner Tee oder auch Aufgüsse, Tropfen und Dragees auf Basis von Kräutern wie Baldrian, Johanniskraut und Hopfen.

Wenn Sie regelmäßig unter Wetterfühligkeit leiden, dann deutet das daraufhin, dass Ihr Organismus im Ungleichgewicht ist. Ziehen Sie daher am besten auch einen Arzt zurate.

Vorbeugung: Das können Sie tun

Bei einer Wetterfühligkeit müssen keine chronischen Erkrankungen vorliegen. Es gibt jedoch verschiedene Voraussetzungen, die Menschen anfällig dafür machen: "Mitverantwortlich für Wetterfühligkeit ist der Trainingszustand des Körpers", erklärt Prof. Angela Schuh, Leiterin des Fachbereichs für Medizinische Klimatologie, Kurortmedizin und Prävention an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

"Ein Ausdauertrainingsmangel wirkt sich negativ aus, gleichzeitig sind auch Menschen, die übertrainiert sind, besonders empfindlich", sagt die Expertin. Zur Prävention wirke am besten leichtes, moderates Ausdauertraining. Dabei ist man bestenfalls nicht zu warm angezogen: "Man sollte eine leicht kühle Körperschale haben, aber nicht frieren", rät Schuh.

Auch ein sogenannter thermoregulatorischer Trainingsmangel führe zur Wetterfühligkeit. "Dieses System können wir ebenfalls trainieren", so die Professorin. "Zum Beispiel durch Kneippsche Anwendungen, Warm-Kalt-Duschen oder Saunabesuche – immer in Absprache mit einem Arzt."

Ernährung und Schlafverhalten sind weitere Faktoren: "Wer Wetterfühligkeit wegtrainieren will, sollte allgemein ein gesundes Leben führen", sagt die Expertin. "Dazu gehört auch die Beachtung der inneren Uhr und ausreichender Schlaf." Insgesamt hilft ein guter Gesundheitszustand dabei, Wetterwechsel ohne Probleme zu überstehen.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team von t-online

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal