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Zu wenig getrunken? Sechs Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel

Zu wenig getrunken?  

Sechs Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel

18.02.2019, 15:22 Uhr | akl, cch, t-online.de, dpa

Zu wenig getrunken? Sechs Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel. Eine Frau trinkt Wasser: Flüssigkeitsmangel belastet den Körper und äußert sich durch unterschiedliche Symptome. (Quelle: Getty Images/SanneBerg)

Eine Frau trinkt Wasser: Flüssigkeitsmangel belastet den Körper und äußert sich durch unterschiedliche Symptome. (Quelle: SanneBerg/Getty Images)

Unser Körper besteht zu rund 70 Prozent aus Wasser und braucht daher viel Flüssigkeit. Besonders bei Anstrengung, etwa körperlicher Betätigung oder wenn es warm ist, sollte man viel trinken. Doch manchmal vergisst man das einfach. Das sind die sechs häufigsten Anzeichen, dass man zu wenig getrunken hat.

Durst ist ein Alarmsignal

Das deutlichste Warnzeichen für Flüssigkeitsmangel ist Durst. So signalisiert der Körper, dass er dringend Nachschub braucht und ihm Experten zufolge bereits 0,5 Prozent Flüssigkeit fehlen. Grundsätzlich sollte man nicht erst warten, bis sich das Durstgefühl einstellt, sondern über den Tag verteilt immer wieder trinken, damit der Körper ausreichend versorgt ist und leistungsfähig bleibt. Wasser, ungesüßte Tees, aber auch (in Maßen) Apfelsaftschorle sind gute Flüssigkeitslieferanten.

Bei älteren Menschen ist Durst als Warnsignal oft nicht vorhanden. Denn im Alter nimmt das Durstgefühl ab, viele trinken dann zu wenig. Im Alter ist es daher besonders wichtig, an regelmäßiges Trinken zu denken.

Kopfschmerzen als Folge

Trinken wir nicht genug, sendet uns der Körper neben dem Durstgefühl noch weitere unmissverständliche Signale. Wer plötzlich Kopfschmerzen verspürt, sollte nicht sofort zu Schmerzmitteln greifen, sondern langsam ein großes Glas Wasser trinken. In vielen Fällen werden die Kopfschmerzen danach besser. Denn: Trinken wir zu wenig, verdickt sich unser Blut und kann dadurch nicht mehr genügend Sauerstoff ins Gehirn transportieren. Am besten ist es aber, wenn man den Kopfschmerzen vorbeugt – und nicht erst trinkt, wenn der Kopf bereits pocht.

Konzentration schwindet

Rund drei Viertel unseres Gehirns besteht aus Wasser. So ist es nicht verwunderlich, dass wir uns nicht mehr richtig konzentrieren können, wenn wir zu wenig getrunken haben. Wir werden nervös, die Aufmerksamkeit schwindet und auch Müdigkeit ist eine häufige Begleiterscheinung. Viele klagen zudem über Schwindelgefühle. Regelmäßiges Trinken, eine Handvoll Nüsse, eine Banane oder ein Stück Traubenzucker helfen uns aus dem Tief schnell wieder heraus.

Dunkler Urin durch Flüssigkeitsmangel

Und auch am Urin können wir Flüssigkeitsmangel erkennen. Ist der Urin nicht hellgelb, sondern dunkel gefärbt, steckt nicht gleich eine Erkrankung dahinter. Denn auch wer zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, kann die Verfärbung bei sich beobachten. Der Harn ist dann nicht verdünnt, sondern stark konzentriert – und das erkennen wir an der dunklen Farbe. Zum Arzt sollte man dann gehen, wenn trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr der Urin dunkel gefärbt bleibt.

Wie schafft man es, viel zu trinken? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt den Tipp, zu jeder Mahlzeit ein große Glas Wasser zu trinken. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft rät, sich bei der Arbeit, beim Lesen und Fernsehen oder bei anderen Tätigkeiten immer ein Getränk in Sichtweite zu stellen.

Haut und Lippen trocknen aus

Nicht immer sind trockene Heizungsluft oder falsche Pflegeprodukte schuld an trockener, juckender und schuppiger Haut. Hat unser Körper zu wenig Wasser, bekommt das auch unsere Haut zu spüren. Denn der Körper versorgt zuerst die Organe, die die Flüssigkeit wesentlich dringender brauchen. Rissige Lippen können ebenfalls entstehen. Auch hier gilt: Ausreichend trinken und bei Bedarf die Haut mit einer Feuchtigkeitslotion pflegen.

Unangenehme Verstopfung droht

Doch nicht nur unsere Haut wird in Mitleidenschaft gezogen. Flüssigkeitsmangel wirkt sich auch negativ auf unsere Verdauung aus. Dann nimmt das Stuhlvolumen ab und der Stuhl wird hart. Das führt dazu, dass sich dieser nur schwer ausscheiden lässt. Flüssigkeit und Ballaststoffe bringen den Darm wieder in Schwung. Durch die Flüssigkeit quellen die Ballaststoffe auf, der Stuhl wird lockerer und weicher, und auch die Darmtätigkeit wird angeregt.

Wie viel sollten Sie trinken?

Wassergläser: Es wird empfohlen, täglich rund 1,5 Liter zu trinken. (Quelle: Getty Images/LightFieldStudios)Wassergläser: Es wird empfohlen, täglich rund 1,5 Liter zu trinken. (Quelle: LightFieldStudios/Getty Images)

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, täglich rund 1,5 Liter zu trinken, am besten zu jeder Mahlzeit und auch zwischendurch, das schützt den Körper vor Wassermangel. Unter bestimmten Bedingungen, wie sehr heißes Klima, feuchte Luft, extremer Kälte oder Krankheiten mit Fieber, Erbrechen, Durchfall brauchen wir mehr Flüssigkeit. Ebenso bei körperlich anstrengender Arbeit oder Sport können zusätzlich 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde nötig sein. Wird mehr Flüssigkeit getrunken als der Organismus braucht, wird diese über die Nieren wieder ausgeschieden. Dennoch ist es ratsam, auf sein Durstgefühl zu achten.

Männer müssen mehr trinken

Männer brauchen mehr Flüssigkeit als Frauen, da sie mehr schwitzen, erklärt die DGE. Auch die Ernährungsgewohnheiten spielen bei der richtigen Trinkmenge eine Rolle. Wer viel Obst und Gemüse isst, nimmt auch darüber Flüssigkeit zu sich.

Was tun bei Flüssigkeitsmangel?

Betroffene sollten in kleinen Schlucken trinken. Am besten geeignet sind Getränke, die Elektrolyte enthalten. Denn meistens fehlen dem Körper bei einem Flüssigkeitsmangel auch Salze. Wer einen starken Flüssigkeitsmangel hat, könnte eine Infusion benötigen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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