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Darum sind Zecken auch in diesem Winter aktiv

Überträger von Krankheiten  

Darum sind Zecken auch in diesem Winter aktiv

12.02.2020, 11:20 Uhr | dpa

Darum sind Zecken auch in diesem Winter aktiv . Zecken: Schon in der Vergangenheit wurden nicht-heimische Zecken durch Vögel eingeschleppt . (Quelle: imago images/Lutz Winkler)

Zecken: Schon in der Vergangenheit wurden nicht-heimische Zecken durch Vögel eingeschleppt . (Quelle: Lutz Winkler/imago images)

In der Regel schützen sich die meisten vor allem im Frühjahr oder Sommer vor Zecken. Ein Biss kann schwere Borreliose hervorrufen. Auch in diesem Winter sollten Sie sich vor den kleinen Tierchen schützen.

Der anhaltend milde Winter begünstigt Zecken. Dauerte die Zeckensaison früher von etwa März bis Ende Oktober, so sind die Spinnentiere inzwischen ganzjährig aktiv, wie der Jenaer Zeckenforscher Jochen Süss sagte.

"Bei Bodentemperaturen ab sieben Grad marschieren sie los." Zecken sind Überträger von Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Hinzu komme, dass eingewanderte Arten wie Hyalomma-Zecken durch fehlenden Frost hierzulande überwintern könnten, so Süss. Solche in Nordafrika, Südeuropa und Regionen Asiens heimischen Zecken seien schon in der Vergangenheit durch Vögel eingeschleppt worden, hätten dann aber den Winter nicht überlebt. Das habe sich durch die milde Witterung infolge des Klimawandels geändert. "Jetzt schafft sie es, auch in Deutschland ihren natürlichen Zyklus vom Ei über die Larve und Nymphe hin zum erwachsenen Tier zu durchlaufen."

Zecken: Überträger von gefährlichen Viren

Die Hyalomma-Zecke sei nicht nur deutlich größer als der Gemeine Holzbock, sie bewege sich auch mit relativ hohem Tempo auf ihren Wirt zu, erläuterte Süss. Und sie ist potenzieller Überträger des gefährlichen Krim-Kongo-Fieber-Virus. Eine Infektion mit diesem Virus ruft eine Erkrankung hervor, die häufig als hämorrhagisches Fieber verläuft und tödlich enden kann. In Deutschland wurden bisher nur vereinzelte eingeschleppte Fälle nach Reisen bekannt.

Für FSME-Risikogebiete wird eine Schutzimpfung empfohlen; gegen die von Bakterien übertragene Borreliose gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts in Berlin wurden 2018 gut 580 FSME-Erkrankungen gemeldet; bei Borreliose wird von jährlich Zehntausenden Patienten in Deutschland ausgegangen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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