Sie sind hier: Home > Gesundheit > Heilmittel & Medikamente > Heilpflanzen > Kräuterlexikon >

Leinsamen: Wirkung auf den Stoffwechsel

Kräuterlexikon  

Leinsamen helfen bei Verstopfung

28.06.2017, 10:54 Uhr | tl (CF), dpa-tmn

Leinsamen: Wirkung auf den Stoffwechsel. Im Inneren der Blüte bilden sich die gesunden Leinsamen. (Quelle: imago images/Waldemar Boegel)

Im Inneren der Blüte bilden sich die gesunden Leinsamen. (Quelle: Waldemar Boegel/imago images)

Leinsamen werden vor allem bei Verdauungsproblemen angewendet. Viele Menschen wissen dabei nicht, dass es sich um die Samen des Leins handelt, aus dem auch Leinenstoffe hergestellt werden.

Pflanze

Leinsamen gehören zur Gruppe der Hülsenfrüchte und werden vom Lein (Linum) gebildet – einer sehr alten Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum und aus Vorderasien stammt. Die Pflanze wird zwischen 30 und 150 Zentimeter hoch, hat schmale Blätter und weiß-blaue Blüten. Die Samen entwickeln sich innerhalb der Blüten in Kapseln und können von August bis Oktober gesammelt werden. Im Volksmund ist Lein auch als Flachs bekannt.

Verwendete Pflanzenteile

Vor allem die Samen werden verwendet. Aus ihnen wird außerdem Leinöl gepresst.

Inhaltsstoffe

Anwendung und Wirkung

Leinsamen sind eine wichtige Ballaststoffquelle. Sie helfen deshalb eine gesunde Verdauung zu fördern und können gegen Beschwerden helfen. Es gibt sie entweder als ganzes Korn oder geschrotet. Der Körper kann in der aufgespaltenen Form die enthaltenen Öle und Vitamine gut aufnehmen. So wirken die Kerne besser gegen Verstopfungen oder andere Verdauungsbeschwerden.

Aber der geschrotete Leinsamen ist nicht so lange haltbar, wie der heilgebliebene. Die beste Variante ist deshalb, ganze Leinsamen zu kaufen und diese direkt vor dem Verzehr in einem Mörser zu zerkleinern. Beim Zerquetschen der Körner tritt Leinöl aus, das verbessert die Darmpassage. Das Öl enthält außerdem wichtige Omega-3-Fettsäuren.

Man kann aus Leinsamen auch einen Tee machen. Dazu weicht man ihn ein, denn so nimmt er eine schleimige Konsistenz an. So wirkt er ebenfalls gut gegen Verstopfung

Aber auch äußerlich können Leinsamen angewendet werden: Mit einem Umschlag aus gemahlenen Samen kann man Bronchitis behandeln. Leinöl hilft ebenfalls bei Hautproblemen und kann innerlich gegen Gallensteine eingesetzt werden.

Nebenwirkungen

Mehr als zwei Esslöffel am Tag sollte man nicht essen, denn Leinsamen enthalten viel Cadmium, was ab einer gewissen Menge toxisch wirkt. Cadmium ist ein Übergangsmetall.

Solange auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet wird, sind bei Leinsamen keine Nebenwirkungen bekannt, insofern man sich an die empfohlende Verzehrmenge hält. Wegen des enthaltenen Cadmiums ist die Einnahme für Kinder unter zwölf Jahren nicht empfehlenswert. Falls Unverträglichkeiten gegenüber Leinsamen bestehen, sollten sie ebenfalls nicht eingenommen werden

Interessantes

Auch die bekannte Heilerin Hildegard von Bingen nutzte Leinsamen. Die Pflanze wurde bereits in der Steinzeit verwendet, um Stoffe und Seile herzustellen. Noch heute ist Leinen ein beliebter Stoff.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Heilmittel & Medikamente > Heilpflanzen > Kräuterlexikon

shopping-portal