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Das sind erste Anzeichen fĂŒr Gallensteine

t-online, dpa-tmn, fsch

Aktualisiert am 05.02.2022Lesedauer: 8 Min.
Gallensteine: Bauchschmerzen, Übelkeit und BlĂ€hungen sind typische Symptome.
Gallensteine: Bauchschmerzen, Übelkeit und BlĂ€hungen sind typische Symptome. (Quelle: Chinnapong/getty-images-bilder)
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Eine Gallenkolik kann sich durch plötzlich auftretende, krampfartige und sehr starke Schmerzen im rechten Oberbauch bemerkbar machen, der bis in die rechte Schulter oder den RĂŒcken ausstrahlt. Wann sollten Sie handeln?

Das Wichtigste im Überblick


Jeder sechste Deutsche hat Gallensteine, oft ohne es zu merken. Denn erst ab einer bestimmten GrĂ¶ĂŸe verursachen die Ablagerungen in der Gallenblase Schmerzen. Wir sagen Ihnen, wie Sie Gallensteine erkennen und behandeln und mit welchen Maßnahmen Sie vorbeugen können.


Gallensteine: Ursachen, Symptome, Behandlung und Vorbeugung

Verstopft ein Gallenstein den Gallengang, können sich Gallenblase oder BauchspeicheldrĂŒse entzĂŒnden.
Es gibt verschiedene Arten von Gallensteinen.
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Was sind Gallensteine?

Gallensteine sind Ablagerungen in der Gallenblase oder den GallengĂ€ngen, die entstehen, wenn sich zu viele schwer lösliche Stoffe wie zum Beispiel Cholesterin in der GallenflĂŒssigkeit befinden. Der medizinische Fachausdruck fĂŒr das Gallensteinleiden ist Cholelithiasis (von griech. chole = Galle; lithos = Stein). Je nach Lage der Gallensteine wird zwischen Cholezystolithiasis (Gallenblase) und Choledocholithias (Gallengang) unterschieden.

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Warum ist die Galle so wichtig?

Die GallenflĂŒssigkeit, auch Galle genannt, ist ein wichtiger Bestandteil unseres Stoffwechsels. TĂ€glich wird etwa ein halber Liter Gallensaft in der Leber gebildet und in der Gallenblase zwischengespeichert. Sie ist ein kleiner birnenförmiger Beutel unterhalb der Leber. Bei Nahrungsaufnahme wird sie ĂŒber die GallengĂ€nge in den DĂŒnndarm, genauer den Zwölffingerdarm, geleitet, wo sie die Verdauung von Fetten unterstĂŒtzt. Die Gallenblase fungiert also als eine Art Speicher, der immer eine kleine Menge, nĂ€mlich bis zu 50 ml, der gelbgrĂŒnen VerdauungsflĂŒssigkeit bereithĂ€lt. Über den Gallensaft werden außerdem Giftstoffe und Abbauprodukte ausgeschieden.

Wie entstehen Gallensteine?

Die GallenflĂŒssigkeit besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Außerdem enthĂ€lt sie Cholesterin und GallensĂ€uren, die das schwer lösliche Cholesterin im Wasser lösen und der Fettverdauung dienen. Gallenfarbstoffe wie Biliverdin und Bilirubin, das Abbauprodukt des Blutfarbstoffs HĂ€moglobin, sorgen fĂŒr die gelbgrĂŒne FĂ€rbung der FlĂŒssigkeit. Kommt es nun zu einem Ungleichgewicht, weil sich zu viel Cholesterin oder Bilirubin oder zu wenig GallensĂ€ure im Gallensaft befinden, bilden sich Kristalle. Entsprechend ihrer Zusammensetzung unterscheidet man drei Arten von Gallensteinen:

  • Cholesterinsteine kommen in IndustrielĂ€ndern am hĂ€ufigsten vor. Sie sind gelblich gefĂ€rbt, eher weich und können mit bis zu 13 Millimetern in etwa so groß werden wie eine Kirsche. Die ErnĂ€hrung spielt bei ihrer Entstehung eine nennenswerte Rolle.
  • Pigmentsteine bestehen hauptsĂ€chlich aus Bilirubin und sind in der Regel kleiner, dunkler (braun bis schwarz) und hĂ€rter als Cholesterinsteine. Etwa 20 Prozent der Gallensteine sind Pigmentsteine. Die ErnĂ€hrung spielt bei ihrer Entstehung keine Rolle, sondern sie werden durch Erkrankungen wie beispielsweise Leberzirrhose verursacht.
  • Mischungen aus Cholesterin- und Pigmentsteinen sind die dritte Art von Gallensteinen und kommen relativ selten vor. Neben der ErnĂ€hrung begĂŒnstigen entzĂŒndliche Prozesse im Körper die Entstehung dieser Steine.
Cholesterinsteine bestehen zu 70 Prozent aus Cholesterin, sind aufgrund des Gallenfarbstoffs Bilirubin gelblich gefĂ€rbt und bis zu 13 Millimeter groß.
Cholesterinsteine bestehen zu 70 Prozent aus Cholesterin, sind aufgrund des Gallenfarbstoffs Bilirubin gelblich gefĂ€rbt und bis zu 13 Millimeter groß. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Gallensteine kommen bei etwa 15 bis 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland vor – aber nur 25 Prozent der Betroffenen entwickeln tatsĂ€chlich Beschwerden. ZunĂ€chst entstehen nur kleinere Steinchen (Gries), die jedoch zu Gallensteinen heranwachsen und mit zunehmender GrĂ¶ĂŸe starke Schmerzen und weitere Komplikationen verursachen können. Gallensteine, die bei der Untersuchung entdeckt werden und keine Symptome hervorrufen, benötigen keine Therapie.

Ursachen: Das sind die grĂ¶ĂŸten Risikofaktoren

Eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Gallensteinen spielt eine cholesterinreiche und ballaststoffarme ErnĂ€hrung. Aber auch bestimmte Krankheiten und erbliche Vorbelastung können Ursachen fĂŒr Gallensteine sein. Meist sind es mehrere Faktoren, die zur Entstehung von Cholelithiasis beitragen:

  • Geschlecht: Frauen sind doppelt so hĂ€ufig betroffen wie MĂ€nner. Grund dafĂŒr sind die weiblichen Geschlechts- und Schwangerschaftshormone, die zu einer vermehrten Absonderung von Cholesterin fĂŒhren. Durch eine Schwangerschaft, die langjĂ€hrige Einnahme der Anti-Baby-Pille oder eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren wird daher auch das Risiko fĂŒr Gallensteine erhöht.

6-F-Regel: die grĂ¶ĂŸten Risikofaktoren fĂŒr Gallensteine
‱ female (weiblich)
‱ fair (hellhĂ€utig)
‱ fat (ĂŒbergewichtig)
‱ forty (40 Jahre und Ă€lter)
‱ fertile (fruchtbar, schwanger)
‱ family (familiĂ€re Veranlagung)

  • Alter: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, Gallensteine zu bekommen. Personen ab 40 Jahre haben hĂ€ufiger ein Gallensteinleiden.
  • Übergewicht: Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin) infolge einer fett- und kalorienreichen ErnĂ€hrung begĂŒnstigen die Entstehung von Gallensteinen.
  • Gewichtsverlust: Auch Fasten oder strenge DiĂ€ten können Cholelithiasis begĂŒnstigen, da die GallenflĂŒssigkeit in der Gallenblase auf ihren "Einsatz" wartet, sich anstaut sich eindickt.
  • Krankheiten: Erkrankungen, wie Diabetes, Leberzirrhose oder eine SchilddrĂŒsenunterfunktion, können die Bildung von Gallensteinen begĂŒnstigen.
  • Vererbung: Gallensteine treten innerhalb einer Familie hĂ€ufiger auf. Die Anlage fĂŒr Cholelithiasis ist demnach vererbbar.

Info
Gallensteine sorgen im Körper aber nicht immer fĂŒr Probleme. Solange sie keinerlei Beschwerden verursachen, ist keine Therapie nötig.

Symptome: Das sind erste Anzeichen fĂŒr Gallensteine

Die ersten Symptome sind in der Regel schwer zu erkennen und können leicht mit einem Herzinfarkt oder Magen-Darm-Leiden verwechselt werden. Die Beschwerden treten meist wĂ€hrend oder nach dem Verzehr von fettreicher Nahrung auf – in Form von VöllegefĂŒhl oder Übelkeit. Auch BlĂ€hungen und Sodbrennen sind hĂ€ufige Begleiterscheinungen. Bestimmte Speisen, kalte GetrĂ€nke oder Kaffee werden plötzlich nicht mehr gut vertragen. Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis in die Schulter oder in den RĂŒcken ausstrahlen können, sind ebenfalls mögliche Symptome fĂŒr Gallensteine und weisen auf eine Gallenkolik hin.

Neben Beschwerden, die einer Magenverstimmung Ă€hneln, können Gallensteine aber auch Ă€ußere Symptome, wie Juckreiz und eine GelbfĂ€rbung der Haut, hervorrufen. Eine VerfĂ€rbung der Skleren (der weiße Teil des Auges), heller Stuhlgang und Durchfall sind ebenfalls Anzeichen fĂŒr Gallensteine.

Die Symptome bei Gallensteinen im Überblick:

  • VöllegefĂŒhl
  • Übelkeit
  • BlĂ€hungen
  • Durchfall
  • heller Stuhl
  • Sodbrennen
  • Juckreiz
  • GelbfĂ€rbung der Haut oder Augen
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Schmerzen in Schulter oder RĂŒcken

Diagnose: Diese Untersuchungsmethoden gibt es

Aufgrund der verschiedenen Symptome ist es wichtig, bei Verdacht auf Gallensteine einen Spezialisten aufzusuchen. Neben dem Abtasten des Bauchbereichs unterhalb des rechten Rippenbogens gibt es verschiedene Untersuchungsmethoden, mit denen der Arzt herausfinden kann, ob und wo sich Gallensteine gebildet haben.

  • Ultraschalluntersuchung: Die gĂ€ngigste Methode, um Gallensteine zu diagnostizieren, ist eine Sonographie (Ultraschall), mittels der sich Gallensteine in der Gallenblase nachweisen lassen, die grĂ¶ĂŸer als 5 Millimeter sind. Zudem erhĂ€lt der Arzt Aufschluss ĂŒber GrĂ¶ĂŸe und Beschaffenheit der Gallenblase und BauchspeicheldrĂŒse und kann so erkennen, ob eine EntzĂŒndung vorliegt.
  • Blutuntersuchung: Sind Leberenzyme und Gallenfarbstoffe, wie Bilirubin, im Blut erhöht, deutet dies auf einen Stau der Galle hin. Ist das Enzym Lipase erhöht, ist ebenfalls die BauchspeicheldrĂŒse betroffen.
  • Röntgenuntersuchung/Computertomografie (CT): Diese Methoden sind nur dann noch sinnvoll, wenn verkalkte Gallensteine aufgespĂŒrt werden sollen, die jedoch nur ein Viertel der Gallensteine ausmachen. Mit einer Röntgenaufnahme kann auch freie Luft im Bauch erkannt werden, die auf eine geplatzte Gallenblase hinweist.
  • ERCP: Bei diesem Röntgenverfahren (endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikografie) können ĂŒber ein Endoskop, das ĂŒber den Mund bis zum Zwölffingerdarm geschoben wird, die Gallenwege untersucht und kleine Steinchen direkt entfernt werden.
  • MRCP: Bei der röntgenstrahlfreien Magnetresonanz-Cholecysto-Pankreatikografie können die Gallenwege und ihre Umgebung abgebildet werden.

Gallenkolik: Wenn Gallensteine im Gallengang hÀngenbleiben

GefĂ€hrlich werden Gallensteine, wenn sie in den Gallengang rutschen und dort hĂ€ngenbleiben. Die GallenflĂŒssigkeit kann dann nicht mehr in den Darm abfließen. Die Muskulatur im Gallengang will nun den Stein weiterschieben, um den Weg fĂŒr die GallenflĂŒssigkeit freizumachen und zieht sich dabei zusammen. Dann kommt es zu krampfartigen, sehr heftigen Schmerzen im Oberbauch, die zwischen 15 Minuten und fĂŒnf Stunden anhalten und auch in die Schulter oder den RĂŒcken ausstrahlen können. Begleitet sind Gallenkoliken oft von Übelkeit und Erbrechen. Auch wenn die Kolik von selbst wieder vorĂŒbergeht, sollten Betroffene daher zum Arzt gehen, denn durch den Stau kann es zu schmerzhaften EntzĂŒndungen der Gallenblase und BauchspeicheldrĂŒse kommen.

AusfĂŒhrlich: Wie gefĂ€hrlich ist eine Gallenkolik?

Komplikationen: Das können die Folgen einer Gallenkolik sein

Gallensteine sind zunĂ€chst nicht weiter schlimm. Viele Menschen leben jahrelang ohne jegliche Beschwerden mit Gallensteinen. Sobald jedoch die Steinchen mit dem Sekret in die GallengĂ€nge gespĂŒlt werden, dort steckenbleiben und so die FlĂŒssigkeit stauen, können sie ernste Krankheiten auslösen. Blockieren die Steine die GĂ€nge ĂŒber lĂ€ngere Zeit, ist je nach Lage, eine EntzĂŒndung der Gallenblase (Cholezystitis), der GallengĂ€nge oder der BauchspeicheldrĂŒse (Pankreatitis) die mögliche Folge. Eine unbehandelte GallenblasenentzĂŒndung kann zum Platzen der Gallenblase fĂŒhren. Wenn dann Gallensaft in den Bauchraum gelangt, kann es zur Infektion der benachbarten Organe und einer lebensbedrohlichen BauchfellentzĂŒndung kommen.

Auch Gelbsucht, ein Darmverschluss und schwere LeberschÀden können die Folge von Gallensteinen sein. In sehr seltenen FÀllen können sie sogar Gallenblasenkrebs verursachen.

Behandlung: Was tun bei Gallensteinen?

Verursachen die Steine keine oder nur leichte Symptome, ist keine Behandlung nötig. In den meisten FĂ€llen geht eine Gallenkolik von selbst vorbei. In Anbetracht der extremen Schmerzen sollten Sie dennoch einen Arzt aufsuchen. Dieser wird Ihnen geeignete Schmerzmittel und krampflösende Medikamente verabreichen. Als Hausmittel empfehlen sich warme Wickel oder eine WĂ€rmflasche zur Linderung der KrĂ€mpfe. Vermeiden Sie außerdem stark zucker- und fetthaltige Lebensmittel, die die AusschĂŒttung von Gallensaft anregen und somit die Schmerzen verstĂ€rken.

Mit dem ZertrĂŒmmern der Steine oder Auflösen durch Medikamente ist hingegen nicht viel gewonnen. Es bilden sich binnen kurzer Zeit neue Gallensteine, denn ihre Ursache ist nicht behandelt.

Achtung: Bei einer akuten Gallenkolik unter der sie seit mehreren Stunden leiden und immer stÀrkere Schmerzen haben, sollten sie nicht zögern und umgehend einen Notarzt anrufen oder aufsuchen.

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Gallensteine entfernen: Wann ist eine Operation notwendig?

Kleinere Gallensteine können mit einem Endoskop entfernt werden. Die Methode ist ganz einfach: Über die sogenannte Knopflochchirurgie wird ein Endoskop durch den Mund des Patienten eingefĂŒhrt und ĂŒber die Speiseröhre bis zum DĂŒnndarm geschoben. Eine Zange, die am Ende des Endoskops angebracht ist, greift den unerwĂŒnschten Gallenstein und entfernt ihn.

Bei stĂ€ndig wiederkehrenden Beschwerden raten die Ärzte meist zur Entfernung der Gallenblase, da bei großen Gallensteinen auch die Gefahr steigt, an Gallenblasenkrebs zu erkranken. Auch wenn bereits eine GallenblasenentzĂŒndung vorliegt, ist eine OP sinnvoll, da es sonst zum Platzen der Gallenblase kommen kann.

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 190.000 Gallenblasen operativ entfernt. Das geht problemlos, da der Gallengang erhalten bleibt und einfach die Aufgaben der Gallenblase ĂŒbernimmt. Die OP erfolgt minimalinvasiv, das heißt die erforderlichen Instrumente werden durch nur wenige Millimeter große Einschnitte in den Bauchraum geschoben.

Leben ohne Gallenblase: Was Àndert sich nach einer Operation?

Da die Gallenblase nicht lebenswichtig ist, stellt ein Leben ohne das Organ in der Regel kein Problem dar. Die meisten Menschen haben nach einer Entfernung der Gallenblase keine oder nur wenige Beschwerden. Bei normaler gesunder ErnĂ€hrung ist die Leber in der Lage, die nötige Menge an Gallensaft schnell zu produzieren. Ohne die „Produktion auf Vorrat“ von GallenflĂŒssigkeit kann es zu einer schlechteren VertrĂ€glichkeit fettreicher Nahrung kommen. Von daher sollten Sie eher kleine Portionen zu sich nehmen und sehr fettreiche Nahrungsmittel meiden. Bei manchen Menschen erweitert sich nach der Operation der Gallengang und ĂŒbernimmt damit eine Art Speicherfunktion.

Vorbeugen durch ErnÀhrung

Wer Gallensteinen vorbeugen will, sollte sich cholesterinarm und ballaststoffreich ernĂ€hren und möglichst viel bewegen, auch um Übergewicht zu vermeiden. Um die Gallenblase nicht zu ĂŒberlasten, empfiehlt es sich, bestimmte Nahrungsmittel, die sehr fett- und zuckerreich sind, nicht in großen Mengen zu verzehren.

Besser ist hingegen eine ballaststoffreiche ErnĂ€hrung mit viel GemĂŒse, Obst, Vollkornprodukten und HĂŒlsenfrĂŒchten. Die Ballaststoffe binden das Cholesterin und verhindern auf diese Weise eine Anreicherung in der GallenflĂŒssigkeit. Fisch ist ebenfalls eine gute Wahl. Die im Fisch enthaltenen Omega-3-FettsĂ€uren senken das Cholesterin in der GallenflĂŒssigkeit und stĂ€rken zudem das Herz-Kreislauf-System. Vor allem Lachs, Hering, Sardine und Makrele weisen einen besonders hohen Anteil dieser gesunden Öle auf.

Auch eine zu geringe FlĂŒssigkeitszufuhr und Bewegungsmangel fördern die Bildung von Gallensteinen. Achten Sie daher neben einer tĂ€glichen FlĂŒssigkeitszufuhr von zwei bis drei Litern in Form von Wasser und kalorienarmen GetrĂ€nken auch auf genĂŒgend Bewegung.

Kaffee trinken reduziere das Risiko, dass sich Gallensteine bilden ebenfalls, sagt der Gastroenterologe Prof. Heiner Wedemeyer aus Hannover.. Das hĂ€tten zahlreiche Studien gezeigt. In der Regel gilt hier sogar: viel hilft viel. Der Experte: "Drei bis fĂŒnf Tassen Filterkaffee am Tag wĂ€ren optimal."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Andrea Goesch
Deutschland

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