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Warnung vor Potenzmittel "Rammbock"

Von Alexandra Grossmann

Aktualisiert am 12.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Gelee auf einem Löffel: Vor dem Potenzmittel "Rammbock", das Portionsweise als Gelee zu kaufen ist, wird gewarnt.
Gelee auf einem Löffel: Vor dem Potenzmittel "Rammbock", das Portionsweise als Gelee zu kaufen ist, wird gewarnt. (Quelle: ScantyNebula/getty-images-bilder)
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Es wird als NahrungsergĂ€nzungsmittel verkauft, enthĂ€lt aber einen Wirkstoff, den nur der Arzt verschreiben darf: Das TĂŒbinger RegierungsprĂ€sidium warnt vor dem Potenzmittel "Rammbock". Es kann der Gesundheit schaden und sogar zum Tod fĂŒhren.

Das RegierungsprĂ€sisium TĂŒbingen hat eine Warnung vor dem Potenzmittel "Rammbock" herausgegeben. "Die Einnahme des Mittels kann zu erheblichen gesundheitlichen BeeintrĂ€chtigungen fĂŒhren und schlimmstenfalls tödliche Wirkung haben", so das PrĂ€sidium.

"Rammbock" werde ĂŒber WettbĂŒros und das Internet vertrieben, eine Packung mit einer einzelnen Dosis kostet 9,90 Euro. Die Inhaltsstoffe des brĂ€unlichen Gels werden als rein natĂŒrlich bezeichnet: Glukosesirup und Honig, Gelee Royal und Zimt, Nelken, Ginko und Kresse zĂ€hlen dazu. Die Kommentare von Nutzern im Netz sind begeistert.

Erhöhte Dosis eines Wirkstoffs

Der Haken: Das PrĂ€parat enthĂ€lt den Wirkstoff Sildenafil – laut RegierungsprĂ€sidium sogar in einer erhöhten Dosis. Davon ist in der Produktbeschreibung keine Rede. Sildenafil ist wesentlicher Bestandteil des bekannten Mittels zur Behandlung von Erektionsstörungen "Viagra" und verschreibungspflichtig.

"Erhebliche gesundheitliche BeeintrÀchtigungen"

"Der Hintergrund unserer Warnung ist klar", sagt PrĂ€sidiumssprecher Dirk Abel: "'Rammbock' nennt sich NahrungsergĂ€nzungsmittel, mĂŒsste aber als Arzneimittel deklariert sein." Ein solches PrĂ€parat mĂŒsse von einem Arzt verschrieben werden, der prĂŒfen mĂŒsse, ob es fĂŒr den jeweiligen Patienten vertrĂ€glich sei.

Das RegierungsprĂ€sidium TĂŒbingen geht davon aus, dass der Vertrieb von "Rammbock" bundesweit erfolgt. MĂ€nner, die das Mittel erworben oder erhalten hĂ€tten, sollten es keinesfalls zu sich nehmen, sondern ĂŒber den HausmĂŒll entsorgen.


Die Website von Rammbock ist vorĂŒbergehend nicht zu erreichen, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Koral Calisir geht nicht ans Telefon. Das zustĂ€ndige PolizeiprĂ€sidium Konstanz möchte sich zu dem Vorfall nicht Ă€ußern. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Ravensburg will "am Mittag Informationen zu dem Fall herausgeben", so eine Sprecherin zu t-online.de.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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