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Gesundheitsrisiko: Kein Sport mit Schmerzmitteln

Gesundheitsrisiko  

Dürfen Sie trotz Schmerzmittel Sport treiben?

27.10.2020, 18:03 Uhr | dpa-tmn

Gesundheitsrisiko: Kein Sport mit Schmerzmitteln. Laufen: Wenn Sie bereits vor dem Training Schmerzen verspüren, sollten Sie lieber eine Pause einlegen. (Quelle: Getty Images/Dmitry Belyaev)

Laufen: Wenn Sie bereits vor dem Training Schmerzen verspüren, sollten Sie lieber eine Pause einlegen. (Quelle: Dmitry Belyaev/Getty Images)

Einfach eine Tablette einwerfen und dann geht es schon? Wer glaubt, Sport mit Schmerzmitteln sei kein Problem, täuscht sich. Mediziner warnen vor gefährlichen Nebenwirkungen bei hoher Belastung.

Sportmediziner warnen davor, Schmerzmittel prophylaktisch vor dem Training oder Wettkampf einzuwerfen. Die gefährliche Praxis sei vor allem im Nachwuchsbereich inzwischen in besorgniserregender Weise verbreitet, um einem Belastungsschmerz im Wettkampf vorzubeugen, teilt die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin mit.

Gefahr für einen Herzinfarkt und Organschäden steigt

Am häufigsten werden den Angaben nach sogenannte NSAR-Wirkstoffe eingesetzt, zu denen beispielsweise Ibuprofen zählt. Dabei drohen im Zusammenhang mit intensiver körperlicher Belastung jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken. Denn die Wirkstoffe greifen in die Stoffwechselprozesse ein.

So steigt die Gefahr von Magen-Darm-Beschwerden und Herzinfarkten, auch die Niere kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem erhöht sich das Risiko von sogenannten Ermüdungsbrüchen im Knochen. Viele Freizeit-Langstreckenläufer nehmen Schmerzmittel, berichtet die Fachgesellschaft unter Verweis auf Umfragen bei Marathons.

Die Experten betonen, dass Schmerzmittel nicht die Ursachen der Beschwerden bekämpfen. Diese entstünden oft durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastungsfähigkeit des Sportlers.

Deshalb ist es wichtiger, das Training in solchen Fällen anzupassen. Wer Schmerzen beim Sport hat, sollte sie lieber nicht in Eigenregie therapieren, sondern medizinisch abklären lassen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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