Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit >

Wachstumsstörungen können auf Darmerkrankung bei Kindern hinweisen

Symptome für Zöliakie  

Hinter Wachstumsstörungen kann eine Darmerkrankung stecken

28.10.2015, 14:56 Uhr | Elena Zelle, dpa-tmn

Wachstumsstörungen können auf Darmerkrankung bei Kindern hinweisen. Bei Zöliakie hilft nur eine lebenslange Diät.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch wenn es schmeckt: Nicht immer sind Vollkornprodukte gut für den Körper. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kinder haben häufig Bauchweh. Alles mögliche kann die Ursache sein: Angst, zu viele Süßigkeiten oder Aufregung. An Zöliakie denkt man nicht sofort. Ist das Kind auch noch leichter und kleiner als seine Altersgenossen, sollte man den Arzt darauf ansprechen.

Schon Kinder zeigen Unverträglichkeiten gegen bestimmte Nahrungsmittel, zum Beispiel gegen das Getreide-Eiweiß Gluten. Wenn sie wenig Appetit zeigen, Bauchschmerzen haben, wenig wiegen und klein sind, kann das auf Zöliakie hindeuten. Auch Blähungen, übel riechender Stuhl und Müdigkeit sind typische Anzeichen für die Darmerkrankung. Darauf weist der Berufsverband der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Das Kind hat ein erhöhtes Risiko, wenn Zöliakie bei Verwandten ersten Grades vorkommt. Eltern sollten den Kinderarzt unbedingt darüber informieren. Die ersten Symptome beginnen meist drei bis sechs Monate, nachdem das Kind angefangen hat Vollkornbrei, Brot oder Zwieback zu essen.

Chronische Entzündung im Dünndarm 

Die chronische Autoimmunerkrankung des Dünndarms beruht auf einer Unverträglichkeit gegenüber dem in Getreide enthaltenen Klebereiweiß Gluten, die zu einer Entzündung der Dünndarmschleimhaut führt. Langfristig bilden sich die Dünndarmzotten zurück. So werden weniger Nährstoffe aufgenommen.

"Regelmäßige Kontrollen von Wachstum und Gewicht können die frühe Diagnose von Zöliakie erleichtern", sagt Ulrich Fegeler vom BVKJ. "Deshalb ist es wichtig, keine Vorsorgeuntersuchungen beim Kinder- und Jugendarzt zu versäumen."

Nur eine strenge Diät hilft

Betroffene Kinder müssen ihr Leben lang eine strenge Diät einhalten. Sie dürfen kein Weizen, Roggen und Gerste mehr essen. Auch verwandte Getreidesorten wie Dinkel und Grünkern sollten vom Speiseplan gestrichen werden. Halten Kinder die Ernährungsumstellung durch, können sich die Darmzotten erholen und die Beschwerden lassen nach. Wichtig ist auch, dass Eltern Verwandte, Lehrer und die Familien von Freunden über die Erkrankung informieren, damit die Diät auch außer Haus eingehalten wird.

In unserer "Eltern-Welt" finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan werden und mitdiskutieren!

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie die neue Herbst-Winter-Business-Kollektion
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Gesundheit > Kindergesundheit

shopping-portal