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Hausmittel: Tipps gegen lÀstige BlÀhungen

t-online, sc

Aktualisiert am 28.04.2022Lesedauer: 7 Min.
Flatulenzen: Eine WÀrmeflasche beruhigt den Darm und kann so bei BlÀhungen helfen.
Flatulenzen: Eine WÀrmeflasche beruhigt den Darm und kann so bei BlÀhungen helfen. (Quelle: Christian Ohde/imago-images-bilder)
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BlÀhungen sind zwar meist harmlos, aber sehr unangenehm. Zahlreiche Hausmittel können bei diesem Problem helfen und die Beschwerden lindern. Mit ein paar Tipps lassen sich BlÀhungen sogar vorbeugen.

Das Wichtigste im Überblick


Laut Studien haben 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung regelmĂ€ĂŸig BlĂ€hungen. In den meisten FĂ€llen sind sie auch kein Grund zur Besorgnis – und gerade nach einem ĂŒppigen Essen völlig normal. Das wusste auch der Reformator Martin Luther. Ihm werden folgende, berĂŒhmt gewordene Worte zugeschrieben: "Warum rĂŒlpset und furzet ihr nicht? Oder hat es euch nicht geschmecket?"


Diese Hausmittel helfen gegen BlÀhungen

blaehungen hausmittel
ThĂŒringer Kamille blĂŒht spĂ€rlicher - Kapuzinerkresse boomt
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Doch heutzutage spricht keiner wirklich gerne ĂŒber die "Flatulenzen", wie sie im Fachjargon auch genannt werden. Dabei ist es eine rein natĂŒrliche Reaktion des Körpers, den Druck im Bauch herauszulassen. Laut Experten gelten BlĂ€hungen als unnatĂŒrliche Störungen, wenn sie mehr als 20 Mal am Tag auftauchen und dem Körper Schmerzen bereiten. Viele greifen dann voreilig zu Medikamenten aus der Apotheke – dabei kann man gegen die Flatulenzen mit einfachen Hausmitteln oft selbst vorgehen.

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Tee: PflanzlichesHausmittel gegen BlÀhungen

Die Liste von Hausmitteln, die gegen BlĂ€hungen helfen sollen, ist lang. Oft sind es ganz einfache Mittel und Methoden, an die man zunĂ€chst nicht denkt. So kann beispielsweise allein heißes Wasser mit ein paar Tropfen Apfelessig oder Zitronensaft Abhilfe gegen harmlose BlĂ€hungen schaffen. Außerdem stellt die Natur einen breiten Fundus an pflanzlichen Mitteln zur VerfĂŒgung, die bei zu viel Luft im Darm Linderung schaffen können – als besonders wirksam gegen BlĂ€hungen und VöllegefĂŒhl gelten folgende Heilpflanzen:

  • Anis
  • KĂŒmmel
  • Fenchelsamen
  • Gelbwurz (Kurkuma)
  • Pfefferminze
  • Kamille
  • GewĂŒrznelken
  • Löwenzahn
  • Dillsamen
  • Ingwer

All diese HeilkrĂ€uter enthalten Ă€therische Öle, die dafĂŒr bekannt sind, bei Magen-Darm-Problemen Abhilfe zu leisten. Sie wirken verdauungsanregend und entkrampfend. Am besten nehmen Sie die KrĂ€uter als Tee zu sich. DafĂŒr können Sie entweder zu bereits fertigen Mischungen in Teebeuteln greifen oder frische Samen, BlĂ€tter und FrĂŒchte der Pflanzen mit einem Mörser zerkleinert in ein Teesieb geben. Ein Teelöffel reicht meist aus.

So können Sie sich auch eine eigene Teemischung aus den verschiedenen GewĂŒrzen herstellen. Auf diese Weise gelingt es auch, den Geschmack von KĂŒmmel zu ĂŒberdecken, den nicht jeder mag. Der Tee sollte dann etwa zehn Minuten ziehen – trinken Sie etwa drei Tassen verteilt ĂŒber den Tag, idealerweise nach jeder Mahlzeit.

Weitere Hausmittel, die gegen BlÀhungen helfen:

  • Aktivkohle: Die Kohle wirkt entgiftend und hilft, Schadstoffe aus dem Körper zu befördern. Sie reduziert außerdem die Bildung neuer Gase und kann in Kapselform eingenommen werden.
  • Mineral- und Heilerde: Ähnlich wie Aktivkohle binden Mineral- und Heilerde Giftstoffe und somit auch Gase im Körper. Sie sind in Kapsel- oder Pulverform im Handel erhĂ€ltlich.
  • Flohsamen: Mit ihren Schleimstoffen haben Flohsamen eine verdauungsfördernde Wirkung. Sie binden im Darm Wasser, quellen dort auf und vergrĂ¶ĂŸern so den Darminhalt. Geben Sie einen Teelöffel Flohsamenpulver auf 100 Milliliter Wasser. Mehr als ein Glas am Tag sollte allerdings nicht getrunken werden, denn zu viele Ballaststoffe können kontraproduktiv wirken.
  • KĂŒchenkrĂ€uter und GewĂŒrze: Petersilie, Koriander, Knoblauch, Zimt, Majoran und Kurkuma sind nicht nur lecker, sondern helfen auch, die Verdauung auf Vordermann zu bringen. Sie wirken außerdem vorbeugend, da sie die Bildung von Darmgasen verhindern.

Was hilft gegen die Beschwerden? Schnelle Hilfe und Tipps

ZusĂ€tzlich zu den Hausmitteln können Sie weitere Maßnahmen ergreifen, die gegen das Unwohlsein bei BlĂ€hungen helfen:

  • Bauchmassagen gegen BlĂ€hungen: Sind die Beschwerden harmlos, kann eine einfache Bauchmassage schon viel bewirken. Die Massage entspannt und entkrampft nicht nur den Bauch, sondern bringt auch die Verdauung in Schwung. Dazu streicheln Sie den Bauch kreisförmig und mit leichtem Druck im Uhrzeigersinn. Die Wirksamkeit kann gesteigert werden, wenn Sie dafĂŒr Fenchel- oder KĂŒmmelöl zur Hilfe nehmen.
  • EntschĂ€umer-PrĂ€parate mit den Wirkstoffen Dimeticon oder Simeticon: Bei akuten NotfĂ€llen, wie etwa bei einem wichtigen Termin, helfen EntschĂ€umer aus der Apotheke, die zumindest kurzfristig Abhilfe gegen BlĂ€hungen schaffen. Diese werden in Form von Kautabletten eingenommen. Lassen Sie sich vorher vom Apotheker beraten, welche Dosis die richtige ist – außerdem lohnt es sich, einen Blick auf den Beipackzettel zu werfen.
  • Warme Wickel oder eine WĂ€rmflasche sind weitere Tipps um den Verdauungstrakt zu beruhigen. Diese wĂ€rmenden Hilfsmittel entkrampfen den Darm und lassen die Gase wieder frei.
  • Auch Bewegung ist förderlich gegen die Luft im Bauch. Machen Sie nach jeder Mahlzeit einen Verdauungsspaziergang um den HĂ€userblock oder drehen sie eine Runde im Park.

Wie BlÀhungen entstehen

Menschen schlucken reichlich Luft im Alltag, sei es beim Atmen, Sprechen oder Essen. Die Luft wird in der Regel grĂ¶ĂŸtenteils durch den Mund wieder ausgeschieden, der Rest wandert in den Darm. Die dort angesiedelten Bakterien produzieren beim Verdauen Wasserstoff, Stickstoff, Kohlendioxid und Methan. Auf diese Gase prallt die Luft, das Gemisch wirbelt durch den Darm und will nach draußen – als Pups.

ÜberblĂ€hung: Eine akute ÜberblĂ€hung kann in seltenen FĂ€llen sogar auf einen Darmverschluss oder eine DarmlĂ€hmung hinweisen. Luft ist hier zwar vermehrt vorhanden, sie ist jedoch, wie meist auch der Stuhl, blockiert. Beides kann aus unterschiedlichen GrĂŒnden mit starken Bauchschmerzen einhergehen. Eine DarmlĂ€hmung ist immer ein medizinischer Notfall und muss sofort Ă€rztlich behandelt werden.

Die Darmgase sollten freigelassen und lieber nicht unterdrĂŒckt werden: Je mehr Luft sich im Darm ansammelt, desto grĂ¶ĂŸer wird der Dehnungsreiz. HĂ€lt man die Gase zu lange zurĂŒck, können unter anderem ein drĂŒckender, schmerzhafter BlĂ€hbauch (Meteorismus) oder das Roemheld-Syndrom die Folgen sein.

Im Prinzip sind Darmwinde also harmlos und lediglich ein Zeichen dafĂŒr, dass der Darm arbeitet. Von BlĂ€hungen oder Flatulenz spricht man erst dann, wenn sich zu viel Luft im Bauch befindet, die ĂŒber den Darmausgang (After) entweicht.

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Das Roemheld-Syndrom: Das Syndrom, das nach dem Internisten Ludwig von Roemheld benannt ist, bezeichnet Herzbeschwerden, die durch die ĂŒbermĂ€ĂŸige Gasbildung im Dickdarm auslöst werden. Dabei drĂŒcken die Gase das Zwerchfell nach oben, das wiederum Druck auf das Herz ausĂŒbt.

Ursachen von BlÀhungen

Aber wie gelangt ĂŒberhaupt die ĂŒberschĂŒssige Luft in den Bauch und wie bildet sich ĂŒbermĂ€ĂŸig viel Gas im Darm? FĂŒr BlĂ€hungen gibt es verschiedene Ursachen, die meist harmlos sind. Vor allem die ErnĂ€hrung spielt eine wichtige Rolle.:

  • Aerophagie: Von diesem PhĂ€nomen spricht man, wenn unabsichtlich mehr Luft geschluckt wird als notwendig. NervositĂ€t, hastiges Essen oder ĂŒbermĂ€ĂŸiges Rauchen sind hĂ€ufige GrĂŒnde dafĂŒr.
  • Ballaststoffe in zu großen Mengen: Ballaststoffe sind zwar gesund, aber auch nur in Maßen. Ist der Körper an keine große Menge von Ballaststoffen gewöhnt, können sie den Darm ĂŒberfordern und der Körper kann mit BlĂ€hungen darauf reagieren.
  • ÜbermĂ€ĂŸiger Genuss von Kaffee und Nikotin können ebenfalls zu BlĂ€hungen fĂŒhren.
  • NahrungsmittelunvertrĂ€glichkeiten: Intoleranzen wie Laktoseintoleranz oder Fruktoseintoleranz können ebenfalls GrĂŒnde fĂŒr hĂ€ufige Flatulenzen sein. Auf diese UnvertrĂ€glichkeiten können Sie sich beim Arzt testen lassen.
  • Außerdem fĂŒhren Lebensmittel mit Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit, Mannit oder Xylit zu BlĂ€hungen, da der DĂŒnndarm sie nur langsam und unvollstĂ€ndig aufnimmt. Kommen sie unverĂ€ndert im Dickdarm an, gĂ€ren sie dort und bilden dadurch Gase. Zu den Zuckeraustauschstoffen gehören beispielsweise Obst, DiĂ€tprodukte, SĂŒĂŸungsmittel oder Fruchtzucker.
  • BlĂ€hende Lebensmittel: Bei einem besonders empfindlichen Darm können schon die alltĂ€glichsten Lebensmittel zu Verdauungsproblemen, BlĂ€hungen und einem BlĂ€hbauch fĂŒhren. Zu den blĂ€henden Lebensmitteln gehören unter anderem HĂŒlsenfrĂŒchte, KohlgemĂŒsesorten, Rohkost im Allgemeinen, scharfes Essen und unverdauliche Kohlenhydrate.
  • Gestörte Darmflora: Möglich ist auch, dass die Darmflora gestört ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Antibiotika eingenommen werden mĂŒssen. In einem solchen Fall sind die Billionen von Bakterien im Darm aus ihrem natĂŒrlichen Gleichgewicht geraten. Isst jemand dann etwas BlĂ€hendes, wirbelt es das GefĂŒge der Darmbakterien durcheinander. Dies fĂŒhrt dann zu einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Gasbildung, der man mit Probiotika gegensteuern kann.

BlÀhungen nach dem Essen: BlÀhende Lebensmittel

BlĂ€hungen nach dem Essen: HĂŒlsenfrĂŒchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen könnten an den BlĂ€hungen Schuld sein.
BlĂ€hungen nach dem Essen: HĂŒlsenfrĂŒchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen könnten an den BlĂ€hungen Schuld sein. (Quelle: peangdao/getty-images-bilder)

In den meisten FĂ€llen entstehen BlĂ€hungen durch falsche ErnĂ€hrung und ein Übermaß an blĂ€henden Lebensmitteln. Folgende sind allgemein bekannt fĂŒr ihre blĂ€hende Wirkung:

Lebensmittelgruppe Beispiele
Backwaren frisches Brot, HefegebÀck
GemĂŒse Spargel, Kohl, Zwiebeln, Pilze, Paprika, Gurken, Rettich, Knoblauch, Lauch
Obst Trockenobst, Steinobst (z.B. Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen und Pfirsiche), ZitrusfrĂŒchte
Fleisch Ente, Gans
Wurst Mett- und Teewurst, Salami
Fisch RĂ€ucherfisch, Hering, Aal, Lachs, Sardinen
Kartoffelprodukte Bratkartoffeln, Pommes Frites, Kroketten, Kartoffelpuffer
Milchprodukte fettiger KĂ€se, Vollmilch, Sahne
GetrÀnke FruchtsÀfte, kohlensÀurehaltige GetrÀnke, Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee
HĂŒlsenfrĂŒchte Erbsen, Bohnen, Linsen

Doch nicht bei jedem Menschen lösen die oben genannten Lebensmittel zwangslÀufig BlÀhungen aus, denn jeder Körper hat eine ganz eigene Zusammensetzung von Darmbakterien (Darmflora) und vertrÀgt deshalb bestimmte Nahrungsmittel mehr oder weniger gut. Auch die IntensitÀt und HÀufigkeit der BlÀhungen hÀngt von der individuellen Darmflora und der Verdauung ab.

Übrigens: Auch Fruchtzucker (Fruktose) kann BlĂ€hungen auslösen. Gelangt er in den Dickdarm, wird er durch Bakterien zerlegt. Dabei entstehen Gase und teils ĂŒbel riechende FettsĂ€uren, und die Verdauung gerĂ€t aus dem Takt.

Krankheiten als Ursachen von BlÀhungen

Seltener kommen als weitere Ursachen von BlÀhungen sowohl kurzfristige als auch schwerwiegende Krankheiten in Frage. Folgende Erkrankungen werden mit stÀndigen BlÀhungen verbunden:

  • Magen-Darm-Virus
  • Reizdarmsyndrom (RDS)
  • Chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • MagenschleimhautentzĂŒndung, BauchspeicheldrĂŒsenentzĂŒndung
  • Diabetes
  • HerzschwĂ€che
  • Dickdarmtumor

Reizmagen oder Reizdarm? Reizmagen und Reizdarm gehören zu den funktionellen Darmerkrankungen. Treten die Beschwerden im Oberbauch auf, handelt es sich um einen Reizmagen. Einen Reizdarm hat man, wenn der Unterbauch betroffen ist. Viele Betroffene haben eine Kombination aus Reizmagen und Reizdarm. Daher werden diese Begriffe fÀlschlicherweise oft als Synonyme verwendet.

BlÀhungen vorbeugen: Umstellung von Gewohnheiten

Gegen BlÀhungen, die durch Stress verursacht werden, können Entspannungstechniken helfen.
Gegen BlÀhungen, die durch Stress verursacht werden, können Entspannungstechniken helfen. (Quelle: LightFieldStudios/getty-images-bilder)

Liegen keine Vorerkrankungen vor, die eine stĂ€ndige Flatulenz begĂŒnstigen, ist es recht einfach, BlĂ€hungen vorzubeugen. Folgende Maßnahmen helfen, BlĂ€hungen langfristig zu vermeiden:

  • FĂŒhren Sie ein ErnĂ€hrungstagebuch, in dem Sie tĂ€glich dokumentieren, welche Speisen Sie zu sich genommen haben und wie es Ihnen dabei erging. Sollte eine LebensmittelunvertrĂ€glichkeit bei Ihnen vorliegen, hilft dies dem Arzt, eine genaue Diagnose zu stellen.
  • Als langfristige Maßnahme können Sie zusĂ€tzlich Ihre ErnĂ€hrung umstellen. DafĂŒr sollten Sie sich einen auf Sie zugeschnittenen Speiseplan aufstellen. Wichtig ist dabei, langsam zu essen und grĂŒndlich zu kauen, damit Sie nicht zu viel Luft beim Essen schlucken. BlĂ€hende Speisen und hastiges Essverhalten sollten unbedingt vermieden werden.
  • Auch durch eine Lebensstilumstellung können Sie den Störungen vorbeugen. Es ist schon lange bekannt, dass die Psyche einen großen Einfluss auf den Darm hat – so fĂŒhren Stress und Aufregung bei einigen Menschen hĂ€ufig zu BlĂ€hungen oder Durchfall, andere neigen eher zu Verstopfungen, je nach individueller Verdauung. Auch Menschen, die an NervositĂ€t oder AngstzustĂ€nden leiden, schlucken vermehrt Luft, außerdem auch Raucher. So sollten Sie versuchen, Stress zu vermeiden oder ihm zumindest mit Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation entgegenzuwirken. Ebenfalls ist es ratsam, das Rauchen aufzugeben.

Diagnose: Was der Arzt macht

Wenn Hausmittel gegen die BlÀhungen nicht helfen, sollten Sie lieber einen Arzt aufsuchen.
Wenn Hausmittel gegen die BlÀhungen nicht helfen, sollten Sie lieber einen Arzt aufsuchen. (Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa-bilder)

BlĂ€hungen sind in den meisten FĂ€llen kein Grund fĂŒr Panik und können gut mit Hausmitteln behandelt werden. Grund zur Sorge gibt es erst, wenn die BlĂ€hungen mit Begleiterscheinungen wie einem stĂ€ndigen BlĂ€hbauch, Bauchschmerzen, KrĂ€mpfen, Unwohlsein, VerĂ€nderungen im Stuhl oder auffĂ€llig hĂ€ufig auftreten. Mit diesen Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen – eine frĂŒhe Diagnose ist notwendig, um alle EventualitĂ€ten auszuschließen und bei Bestehen einer Krankheit schnellstmöglich handeln zu können.

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Bei der Untersuchung (Anamnese) wird der Arzt zunÀchst eine Bestandsaufnahme Ihrer bereits bekannten Krankheiten, eventuellen Allergien, Medikamenten und Ihren Lebens- und ErnÀhrungsgewohnheiten machen. Je nachdem, an welchen Symptomen Sie leiden, gibt es neben der allgemeinen Kontrolle der Gesundheitssituation weitere Möglichkeiten zur Untersuchung:

  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Stuhluntersuchung
  • Untersuchungen auf LebensmittelunvertrĂ€glichkeiten
  • Blutdruck- und Pulsfrequenzmessung
  • Blutabnahme und -untersuchung
  • Magen- und Darmspiegelung

Nach diesen Untersuchungen wird Ihnen der Arzt zu den geeigneten Maßnahmen raten. Gegebenenfalls kann eine Darmreinigung beziehungsweise eine Darmsanierung nötig werden, um die Darmflora wieder aufzubauen.

BlÀhungen bei Schwangeren durch trÀgen Darm

Haben schwangere Frauen Probleme mit BlÀhungen, hÀngt es hÀufig mit der DarmtrÀgheit zusammen, die mit der Schwangerschaft einhergeht. Das Gelbkörperhormon Progesteron entspannt den Darm, sodass die Verdauung langsamer wird und somit mehr Gase im Darm entstehen.

Besonders in den ersten drei Monaten haben Schwangere mit BlĂ€hungen und Verstopfungen zu kĂ€mpfen, da sich der Darm bereits in der FrĂŒhschwangerschaftsphase auf die Umstellung vorbereitet.

BlÀhungen bei Babys: Koliken sind oft Schuld

Bei SĂ€uglingen sind BlĂ€hungen oftmals der neuen Situation geschuldet, in der sie sich befinden. Der kleine Darm des Babys muss sich an die neue Nahrung gewöhnen, die verdaut werden muss und lĂ€uft auf Hochtouren. Zudem fĂŒhren Dreimonatskoliken (exzessives Schreien) dazu, dass das Baby zu viel Luft verschluckt, was wiederum zu Bauchschmerzen und BlĂ€hungen fĂŒhrt. Ein BĂ€uerchen kann Wunder bewirken – es sollte nur nicht erzwungen werden, denn das kann kontraproduktiv sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Wiebke Posmyk
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