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Sonnenbrand: Helfen die Hausmittel Quark, Joghurt & Co.?

Was bei verbrannter Haut hilft  

Hausmittel bei Sonnenbrand: Helfen Quark, Joghurt und Co.?

28.07.2018, 11:22 Uhr | fo (CF)

Sonnenbrand: Helfen die Hausmittel Quark, Joghurt & Co.?. Bei leichtem Sonnenbrand sorgen einfache Hausmittel wie Quarkwickel für Linderung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei leichtem Sonnenbrand sorgen einfache Hausmittel wie Quarkwickel für Linderung. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grundsätzlich weiß jeder, dass vor Sonne ausreichend Schutz geboten ist, um kurzfristige wie auch bleibende Hautschäden zu verhindern. Sie haben einen Tag in der Sonne verbracht und jetzt juckt und brennt es auf der Haut? Wir sagen Ihnen, welche Hausmittel gegen Sonnenbrand helfen.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand: Kühlen und trinken

Ein Sonnenbrand kann extrem schmerzhaft sein. Ist die Haut erst einmal rot und brennt, heißt es: Sofort raus aus der Sonne!
Um eine leicht schmerzende Rötung zu behandeln, benötigen Sie nicht unbedingt spezielle Cremes. Sie können auch unterschiedliche Hausmittel bei Sonnenbrand einsetzen. Hier gilt: Kühlen hat oberste Priorität.

Sonnenbrand vorbeugen: So cremen Sie sich richtig ein

Dafür bietet sich als erste Maßnahme eine kühle Dusche mit klarem Wasser an. Auf Seife und Duschgels sollten Sie verzichten. Diese können die Haut zusätzlich reizen. Duschen Sie aber auf keinen Fall zu kalt. Durch die starke Kühlung werden die Abwehrkräfte herabgesetzt.

Grundsätzlich sollten Sie bei einem Sonnenbrand viel trinken. Die Hitze, die Ihr Körper wegen des Sonnenbrands verspürt, versucht er durch vermehrte Schweißbildung auszugleichen. Die Folge: Erhöhter Flüssigkeitsverlust. Wasser oder Fruchtschorlen sorgen für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt.

Lesen Sie auch, warum Flüssigkeitsmangel bei Hitze so gefährlich ist.

Quarkwickel kühlen und lindern die Schmerzen

Zu den absoluten Klassikern unter den Hausmitteln zählt Quark, was auch der Dermatologe Eckhard Breitbart in der "Apotheken Umschau" bestätigt: "Er kühlt und spendet Feuchtigkeit. Das sind die zentralen Punkte." Als besonders effektiv gelten Quarkwickel, die Sie auf verbrannte Hautbereiche auftragen. Mischen Sie dazu einen Becher Quark und Buttermilch, geben die Mischung auf ein Tuch und legen es auf die Haut, bis der Quark trocken ist.

Beachten Sie, das Milchprodukte nicht auf offene Wunden aufgetragen werden dürfen, da die enthaltenen Bakterien Entzündungen hervorrufen können. Dies betrifft auch schwere Verbrennungen durch Sonneneinstrahlung, die Sie zum Beispiel an Bläschenbildung erkennen. Sollten Sie sich so stark verbrannt haben, ist ein Gang zum Arzt dringend angebracht.

Sonnenbrand im Gesicht lindern

Meist zeigt sich der Sonnenbrand im Gesicht mit der unverkennbaren Rötung, aber manchmal schwillt sogar das Gesicht  an. Das passiert, weil die UV-Strahlung für den Körper eine Belastung ist und manchmal nicht nur die Haut, sondern auch das Gewebe unter der Haut mit einer Entzündung und schließlich Schwellung reagiert. Welches Hausmittel wirkt am besten gegen Sonnenbrand und Schwellung im Gesicht? 

Milchprodukte wie Quark, Joghurt und saure Sahne eignen sich hervorragend als Gesichtsmaske zur Behandlung von Sonnenbrand und Schwellungen. Für die erwünschte kühlende und feuchtigkeitsspendende Wirkung sollte die Maske für zehn bis 15 Minuten auf dem Gesicht einwirken. Sie darf aber nicht antrocknen, da sie sich dann schwerer entfernen lässt. Das reizt die Haut zusätzlich. Sie können auch etwas geraspelte oder pürierte Salatgurke beimischen. Das pflegt und kühlt zusätzlich und sorgt dafür, dass die Maske nicht so schnell austrocknet und fest wird. Die Mischung entzieht der Haut überschüssige Hitze und lindert das Brennen. Auch die Schwellung geht durch das Kühlen zurück. 

Sonnenbrandgefahr besteht auch bei bewölktem Himmel!

Bei Sonnenbrand im Gesicht sollten Sie auf die Verwendung von Make-up möglichst verzichten. Die chemischen Inhaltsstoffe reizen die Haut zusätzlich und können im schlimmsten Fall Entzündungen hervorrufen. Greifen Sie, wenn unbedingt nötig, auf ein Mineralpuder mit natürlichen Inhaltsstoffen zurück und tragen Sie es mit einem Pinsel auf.

Hausmittel bei Sonnenbrand: Essigwickel

Es gibt noch weitere Hausmittel gegen Sonnenbrand. Abgekochte Teebeutel – beispielsweise von Schwarztee oder Kamille – kühlen ebenfalls und lindern den Schmerz.

Ein eher unbekanntes Mittel gegen Sonnenbrand sind Essigwickel: Tränken Sie ein Baumwolltuch in Essigwasser – zwei Teile Wasser, einen Teil Essig – und versorgen damit die betroffene Hautpartie. Laut dem Wellness-Magazin "Vital" ziehen sich dadurch die Blutgefäße zusammen, sodass sich weitere Entzündungsreaktionen vermeiden lassen. Wiederholen Sie diese Anwendung mehrfach für jeweils etwa 20 Minuten.

Sie haben Kreislaufprobleme bei Hitze? Diese Tipps helfen.

Weitere Hausmittel gegen Sonnenbrand

Der dickflüssige Saft einer Aloe-Vera-Pflanze kann ebenso Abhilfe schaffen. Halbieren Sie ein Stück längs und reiben die betroffenen Stellen damit ein. Auch Zitronenöl wirkt beruhigend. Dafür mischen Sie den Saft einer Zitrone mit etwa 50 Milliliter Olivenöl und massieren die Flüssigkeit ein. Sanddornöl hingegen sollten sie auf ein Tuch träufeln, damit die verbrannten Hautpartien bedecken und das Ganze für eine halbe Stunde einwirken lassen.

Achtung: Manche Menschen reagieren auf die Säure in der Zitrone. Testen Sie daher das Öl vorher an einer kleinen, möglichst unempfindlichen Stelle. Denn bei Sonnenbrand sollten Sie unbedingt jede weitere Reizung der Haut vermeiden.

Bei starkem Sonnenbrand Arzt aufsuchen

Generell gilt: Wenn es sich um einen leichten Sonnenbrand handelt, sind die oben genannten Hausmittel eine gute Wahl, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Bei einem starken Sonnenbrand, der sich durch ein Abschälen der Haut, Bläschenbildung und starke Schmerzen bemerkbar macht, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere für Babys und Kleinkinder.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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