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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Hühnerauge: So entsteht es und so werden Sie es wieder los

t-online, rk (CF)

Aktualisiert am 01.06.2018Lesedauer: 3 Min.
Hühnerauge am Fußballen
Hühnerauge: Fußfehlstellungen oder zu enge Schuhe können Druckstellen begünstigen. Die Hornhaut verdickt sich nach und nach und wächst dornartig nach innen. (Quelle: Suze777/getty-images-bilder)
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Ein Hühnerauge ist eine lästige Beschwerde, die oft durch zu enges Schuhwerk hervorgerufen wird. Wie Hühneraugen entstehen und wie Sie sie

Das Wichtigste im Überblick


  • So entsteht ein Hühnerauge
  • Hühnerauge oder Warze: Wo liegt der Unterschied?
  • Hühnerauge entfernen: Arzt oder Hausmittel?
  • Hühneraugenpflaster: Tipps zur Anwendung

So entsteht ein Hühnerauge

Ein Hühnerauge bildet sich durch regelmäßigen Druck oder Reibung auf eine bestimmte Hautstelle, meist an den Zehen oder anderen Stellen des Fußes. Unpassende, zu enge Schuhe können ein Auslöser sein, aber auch Fehlstellungen des Fußes sind mögliche Ursachen von Hühneraugen.

Zunächst entsteht an der betroffenen Stelle Hornhaut. Bei Dauerdruck beginnt diese jedoch nach innen zu wachsen. Berührungen können dann starke Schmerzen auslösen. Entsprechend dieser Entwicklung findet sich in der Mitte des Clavus, wie das Hühnerauge medizinisch heißt, spitz zulaufender Kegel aus Hornhaut..

Vor allem Frauen, Rheuma- und Diabetespatienten sind von der schmerzhaften Hornhaut betroffen. Zudem gibt es verschiedene Arten von Hühneraugen – je nach betroffener Körperstelle und Konsistenz ändert sich die Bezeichnung. Ein Sonderfall stellt etwa Clavus papillaris dar: Dieses Hühnerauge hat einen weißen Rand und beinhaltet Flüssigkeit in der Mitte, was oftmals mit starken Schmerzen verbunden ist.

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Hühnerauge oder Warze: Wo liegt der Unterschied?

Tatsächlich können manche Arten von Warzen sehr ähnlich aussehen – insbesondere die Dornwarze, auch Stechwarze genannt, die sich an Druckstellen der Fußsohlen entwickelt. Der Unterschied zum Hühnerauge wird bei genauerem Hinsehen aber deutlich: Die Außenseite der Warze weist im Gegensatz zum Hühnerauge kleine, dunkle Punkte oder auch Streifen auf. Diese Merkmale gehen auf Einblutungen zurück.

Hühnerauge oder Warze – bei der Entstehung dieser Beschwerden im Bereich des Fußes gibt es einen weiteren bedeutsamen Unterschied. Während ein Hühnerauge eine körpereigene Reaktion auf starken Druck oder Reibung ist, werden Warzen – mit Ausnahme von Alterswarzen – durch Viren ausgelöst. Im Falle der Dorn- oder Stechwarze sind dies humane Papillomaviren (HPV), die vornehmlich in öffentlichen Sportanlagen übertragen werden und durch kleine Verletzungen am Fuß Zugang zum Körper erhalten.

Hühnerauge entfernen: Arzt oder Hausmittel?

Nicht immer sollten Sie ein Hühnerauge selbst entfernen. Gerade Exemplare in späteren Stadien überlassen Sie besser Ihrem Hautarzt. Er kann Ihnen sagen, ob es sich nicht doch um eine Warze handelt. Selbstständig gegen das Hühnerauge vorgehen sollten Sie nur, wenn es sich noch in einem frühen Stadium befindet und von der Form her entsprechend flach ist.

Weiblicher Fuß taucht in Schüssel mit Blütenwasser.
Ein Fußbad steigert das Wohlbefinden und die Fußgesundheit. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Wenn Sie ein leichtes Hühnerauge selbst entfernen möchten, kommen auch Hausmittel infrage. Mithilfe dieser Anleitung können Sie das Hühnerauge schonend behandeln:

  1. Zuerst weichen Sie die Hornhaut ein. Ein Fußbad ist hierfür ideal. Zum warmen Wasser können Sie ergänzend etwas Teebaumöl oder Kernseife geben. Auch Propolistinktur bietet sich an, um die betreffenden Hautpartien direkt aufzuweichen.
  2. Mit einer Spezialfeile oder einem Bimsstein können Sie nun das Hühnerauge selbst entfernen. Tragen Sie die Hornhaut vorsichtig ab.
  3. Cremen Sie die Stelle nach dem Abtragen gut mit einer fetthaltigen Creme ein.

Wichtig: Achten Sie unbedingt darauf, die Hautpartie beim Abtragen der Hornhaut nicht zu verletzen. Aus genau diesem Grund sollten Sie von einem speziellen Hühneraugenmesser dringend Abstand nehmen: Die Verletzungsgefahr ist hierbei zu hoch.

Je nach Beschaffenheit des Clavus kann es sein, dass die Behandlung mehrfach wiederholt werden muss. Stellt sich nach mehrmaligem Entfernen keine nachhaltige Verbesserung ein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Hühneraugenpflaster: Tipps zur Anwendung

Hühneraugenpflaster gelten als gängige Hilfsmittel für die Entfernung von Hühneraugen. Wie das Fußbad oder die Propolistinktur hilft es dabei, die Haut am Hühnerauge aufzuweichen, indem spezielle hornlösende Säuren zum Einsatz kommen.

Die Anwendung des Hühneraugenpflasters ist denkbar einfach: Kleben Sie es auf das Hühnerauge und belassen Sie es einige Tage an derselben Stelle. Idealerweise bringen Sie es nach einem Fußbad an und nehmen es vor dem nächsten Fußbad wieder ab. Bis Sie das Hühnerauge schließlich ablösen können, ist unter Umständen die Anwendung mehrerer Pflaster erforderlich.

Beachten Sie, dass die Wirkstoffsäuren auf Hühneraugenpflastern recht stark sind. Prüfen Sie das Pflaster entsprechend regelmäßig auf den richtigen Sitz. Die Gefahr: Wenn die Wirkstoffe mit der umgebenden, weitaus dünneren Haut in Berührung kommen, kann dies zu Reizungen und kleinen Verletzungen führen, die wiederum den Weg für neue Keime freimachen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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