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Was hinter stÀndigem RÀuspern stecken kann

t-online, afp, Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 16.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Hals: Dem Drang sich zu rÀuspern sollte man nicht stÀndig nachgeben.
Hals: Dem Drang sich zu rÀuspern sollte man nicht stÀndig nachgeben. (Quelle: NickyLloyd/getty-images-bilder)
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Vermehrte Schleimbildung, ein Kratzen im Hals oder NervositĂ€t: Es gibt viele GrĂŒnde, warum Menschen den Drang verspĂŒren, sich zu rĂ€uspern. Doch statt diesem einfach nachzugeben, sollte man den Auslöser finden. Sogar eine Hausstauballergie kann dahinterstecken.

"RĂ€uspern ist oft ein Hinweis darauf, dass im Hals etwas nicht stimmt", sagt Dr. Michael E. Deeg, Facharzt fĂŒr HNO-Heilkunde und Pressereferent des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-OhrenĂ€rzte.


Hausstauballergie: So bekÀmpfen Sie Hausstaubmilben

Matratze auswechseln: Studien zufolge wird in einer Matratze nach sieben Jahren ein Höchstmaß an Allergenen erreicht. Deshalb rĂ€t die Stiftung Warentest, eine Matratze alle sieben bis zehn Jahre auszuwechseln.
Allergendichte BezĂŒge: Allergiker können Ihre Matratzen vor Milbenbefall gut schĂŒtzen: Mit allergendichten ÜberzĂŒgen, sogenannten Encasings.
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Der beim RĂ€uspern entstehende krĂ€ftige Luftzug schleudert störendes Sekret und Fremdkörper weg, was den Juckreiz im Hals mindert. RĂ€uspert man sich allerdings hĂ€ufiger, ist das erleichternde GefĂŒhl nur von kurzer Dauer. Denn die Reizungen, die dabei an Schleimhaut, Kehlkopf und Stimmlippen entstehen, setzen einen wahren Teufelskreis in Gang.

"RĂ€uspern macht alles nur schlimmer"

"Wer sich immer wieder rĂ€uspert, macht alles nur noch schlimmer", warnt Deeg. "Um sich zu schĂŒtzen, produzieren die SchleimhĂ€ute vermehrt dickflĂŒssiges Sekret, das den RĂ€usper-Drang zusĂ€tzlich verstĂ€rkt." Wer weiter rĂ€uspert, riskiert einen schmerzenden und wunden Hals. Außerdem kann es auf Dauer zu VerĂ€nderungen der Schleimhaut kommen. Die Stimme klingt dann belegt und heiser. "Am besten ist es, das RĂ€uspern weitestgehend zu unterdrĂŒcken und gezielt den Auslöser zu behandeln", sagt Deeg.

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Auch Hausstauballergie kann Ursache sein

Ein hĂ€ufig unterschĂ€tzter Auslöser sind Allergien. Wie Forscher vom Boston University Medical Center berichten, vermuten Ärzte bei stĂ€ndigem RĂ€uspern, Husten oder Heiserkeit hĂ€ufig Sodbrennen und behandeln zunĂ€chst dieses – allerdings oft erfolglos.

In einer Studie an 1.000 Patienten fanden die Bostoner Forscher heraus, dass Allergien hĂ€ufig hinter RĂ€uspern und Heiserkeit stecken – und zwar fast genauso oft wie etwa bei Schnupfen oder NasennebenhöhlenentzĂŒndungen. Zum Beispiel hatten mehr als die HĂ€lfte der Probanden mit diagnostizierter KehlkopfentzĂŒndung und positivem Allergietest eine Allergie gegen Hausstaubmilben.

Die Forscher plĂ€dieren aufgrund ihrer Studienergebnisse dafĂŒr, dass Ärzte nicht nur bei Schnupfen, sondern auch bei RĂ€uspern und Heiserkeit an Allergien denken sollten. Auch HNO-Arzt Deeg empfiehlt einen Allergietest bei hĂ€ufigem RĂ€uspern.

Harmlos, aber hĂ€ufig – das Postnasal-Drip-Syndrom

Zu den hĂ€ufigsten Ursachen des RĂ€usperns gehört das sogenannte Postnasal-Drip-Syndrom, kurz PNDS. Dabei handelt es sich um ein andauerndes FremdkörpergefĂŒhl im Hals, das durch besonders zĂ€hflĂŒssigen Schleim ausgelöst wird. PNDS ist oft wĂ€hrend und noch einige Zeit nach einer ErkĂ€ltung zu beobachten. Bei vielen Patienten ist die Schleimproduktion jedoch ohne ersichtlichen Grund vermehrt.

"Das PNDS ist ein an sich eher harmloses PhĂ€nomen. Allerdings wird es von den meisten Patienten als Ă€ußerst störend empfunden", erklĂ€rt Deeg. Statt sich zu rĂ€uspern, empfiehlt der Experte ausreichend zu trinken. Das verflĂŒssige den Schleim und lasse ihn besser abfließen.

Auch die sogenannte Zenker-Divertikel-Erkrankung kann hĂ€ufiges RĂ€uspern auslösen. Dabei handelt es sich um eine AusstĂŒlpung im Rachen, in der sich immer wieder Speisereste und Speichel verfangen. Die Betroffenen haben oft das GefĂŒhl, dass ihnen etwas im Hals sitzt.

Sodbrennen: Wenn SĂ€ure den Hals reizt

Ein ebenfalls hÀufiger Auslöser ist Sodbrennen beziehungsweise SÀure-Reflux. Dabei steigt ein Teil des Mageninhaltes die Speiseröhre hinauf, manchmal bis in den Hals. "Die enthaltene SÀure greift dabei die empfindlichen SchleimhÀute an. Die Reizungen sind im Hals oft deutlich zu sehen und werden von den Betroffenen als ein Brennen und Kratzen wahrgenommen", sagt Deeg.

Auch hier hilft viel zu trinken, um die SĂ€ure zu verdĂŒnnen und den Hals zu beruhigen. Zudem muss das Sodbrennen behandelt werden. "In den meisten FĂ€llen kann die Gabe von SĂ€urehemmern die Beschwerden lindern", weiß der Experte aus Erfahrung.

Tumore eher selten Auslöser fĂŒr RĂ€usper-Drang

Zudem können gutartige aber auch bösartige GewebeverÀnderungen den RÀusper-Drang auslösen. "Das ist zwar eher selten der Fall und die VerÀnderungen sind meist gutartig. Untersucht werden sollte das aber trotzdem", betont der Hals-Nasen-Ohrenarzt.

Wer ausreichend trinkt, kann dem Drang in den meisten FÀllen gut widerstehen. Wichtig dabei ist, auf Frucht- und KohlensÀure zu verzichten. "Am besten geeignet ist stilles Wasser, das immer wieder in kleinen Schlucken getrunken wird", rÀt Deeg.

Auf Pfefferminzbonbons besser verzichten

Auch Bonbons können den Hals befeuchten und beruhigen. Allerdings rĂ€t der Arzt von Pfefferminze ab: "Das kĂŒhlt zwar fĂŒr den Moment und wird deshalb oftmals als angenehm empfunden, doch die Ă€therischen Öle reizen die empfindlichen SchleimhĂ€ute." Besser seien Wirkstoffe wie Kamille und Salbei.

Und wie sieht es mit Eis oder heißem Tee aus? Von Temperatur-Extremen rĂ€t Deeg ebenfalls ab. Besser sei es, den Tee lauwarm zu trinken, um die SchleimhĂ€ute nicht unnötig zu irritieren. Auch Eis sorge nur kurzzeitig fĂŒr Linderung. "Viele schwören zwar auf das Lutschen eines EiswĂŒrfels, da die KĂ€lte leicht betĂ€ubend wirkt. Doch um sich wieder aufzuwĂ€rmen, verstĂ€rken die SchleimhĂ€ute die Durchblutung im Hals. Schwellungen und Reizungen nehmen zu."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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