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Durchfall: Diese Ursachen können dahinterstecken

Von t-online
Aktualisiert am 14.03.2020Lesedauer: 7 Min.
Ob Viren, Bakterien, Stress oder Nahrungsmittelunvertr√§glichkeit: Die Gr√ľnde f√ľr Durchfall sind vielf√§ltig.
Ob Viren, Bakterien, Stress oder Nahrungsmittelunvertr√§glichkeit: Die Gr√ľnde f√ľr Durchfall sind vielf√§ltig. (Quelle: BrianAJackson/getty-images-bilder)
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Wer fl√ľssigen Stuhlgang hat und √∂fter als dreimal am Tag auf die Toilette muss, hat Durchfall (Diarrh√∂). Besonders l√§stig ist das, wenn √úbelkeit und Erbrechen hinzukommen. H√§ufig stecken Infektionen durch Bakterien oder Viren dahinter. Aber auch Stress oder ernsthafte Erkrankungen k√∂nnen zu Durchfall f√ľhren. Lesen Sie hier, welche Ursachen Durchfall haben kann.

Das Wichtigste im √úberblick


Durchfall ist zunächst nichts anderes als eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers. Dabei versucht der Darm, so schnell wie möglich Giftstoffe und Krankheitserreger loszuwerden, die ihn bei seiner Selbstreinigung beeinträchtigen. Begleitet wird dieser Prozess häufig von Übelkeit, Blähungen und Bauchkrämpfen.

Durchfall: Ursachen kennen und richtig behandeln

Bei starkem, lang anhaltenden Durchfall besteht die Gefahr, dass der K√∂rper zu viel Wasser und Elektrolyte (Mineralstoffe) verliert und austrocknet. Daher ist es wichtig, auf ausreichende Fl√ľssigkeit zu achten und viel zu trinken.

Die erfolgreiche Behandlung einer Durchfallerkrankung setzt voraus, dass man ihre Ursachen kennt. Mediziner unterscheiden dabei zwischen akutem (bis zu zwei Wochen Dauer) und chronischem Durchfall, hinter dem sich oft ernsthafte Erkrankungen verbergen.

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Ursachen f√ľr akuten Durchfall

Hinter plötzlich einsetzendem akuten Durchfall steckt in in der Regel eine Infektion mit Krankheitserregern. Spätestens nach zwei Wochen hat sich der Stuhl meist wieder verfestigt und Magen und Darm funktionieren in gewohnter Weise.

M√∂gliche Gr√ľnde f√ľr akuten Durchfall sind:

  • Infektion durch Bakterien (Kolibakterien, Salmonellen, Listerien, Shigellen,Staphylokokken und Streptokokken)
  • Infektion durch Viren (Noroviren, Rotaviren)
  • Medikamente (Antibiotika, Abf√ľhrmittel)
  • Parasiten (zum Beispiel Am√∂ben)
  • Vergiftungen (Giftpilze, Chemikalien)
  • Angst und Stress

Ursachen f√ľr chronischen Durchfall

Typisch f√ľr anhaltende oder chronische Diarrh√∂ ist, dass sie l√§nger als zwei Wochen andauert und regelm√§√üig wiederkehrt. Bei Dauer-Durchfall kommen verschiedene, mitunter auch ernsthafte Krankheiten als Ursache in Betracht:

  • Reizdarm
  • Morbus Crohn
  • Tumore und Polypen
  • Hormonst√∂rungen oder Schilddr√ľsenerkrankungen
  • Erkrankungen der Gallenblase oder der Bauchspeicheldr√ľse
  • Magenschleimhautentz√ľndung
  • Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung
  • Entz√ľndung der Darmdivertikel (Divertikulitis)
  • Mukoviszidose
  • chronische Dickdarmentz√ľndung (Colitis ulcerosa und Divertikulitis)
  • Lebensmittelallergien
  • Nahrungsunvertr√§glichkeiten (Z√∂liakie, Glutenunvertr√§glichkeit, Weizenunvertr√§glichkeit und Laktoseintoleranz)
  • Einnahme der Pille

Darmerkrankungen als Ursache f√ľr chronischen Durchfall

Zu chronischem Durchfall kann eine Entz√ľndung der Darmdivertikel (akute Divertikulitis) f√ľhren. Bei diesen handelt es sich um Aussackungen der Darmschleimhaut im Bereich des Dickdarms. Wenn sich Darmdivertikel entz√ľnden, k√∂nnen starke Beschwerden auftreten, darunter Bauchschmerzen, Fieber, Verstopfungen, Bl√§hungen und Durchfall. Dabei kann der Stuhl blutig oder schleimig sein.

Chronische Durchblutungsst√∂rungen im Darm (isch√§mische Kolitis) k√∂nnen ebenfalls von einer Diarrh√∂ begleitet sein. Kommen Geschw√ľre hinzu, sind die Durchf√§lle oft blutig. Nicht zuletzt sind bei chronischem Durchfall auch Tumore im Darm, die von der Schleimhaut ausgehen, m√∂glich. Es gibt gut- wie b√∂sartige Formen. Kommt es durch einen Tumor zu einer Verengung im Dickdarm, verarbeiten die Bakterien den Stuhl so lange, bis er fl√ľssig wird und passieren kann. Durchf√§lle, die im Wechsel mit Verstopfungen auftreten, k√∂nnen dagegen ein Indiz f√ľr Mastdarmkrebs sein. Eine Krebsdiagnose erfolgt √≠n der Regel durch eine Darmspiegelung.

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Hinter lang anhaltenden Durchf√§llen und Bauchkr√§mpfen kann sich auch Morbus Crohn verbergen. Diese Erkrankung betrifft den gesamten Verdauungstrakt und zeigt sich wie die Colitis ulcerosa in einer chronischen Entz√ľndung des Dickdarms. Typisch sind h√§ufiger, wiederkehrender Durchfall mit Blut und Schleim im Stuhl sowie Schmerzen im linken Oberbauch. Chronischer Durchfall kann aber auch die Folge einer Bauchspeicheldr√ľsenentz√ľndung sein. Dabei verlieren die Patienten meist stark an Gewicht. Da die Ursachen f√ľr chronischen Durchfall sehr unterschiedlich sein k√∂nnen, ist eine Abkl√§rung durch den Arzt sehr wichtig.

Morgendlicher Durchfall: Es kann der Reizdarm sein

Hinter chronischem Durchfall, der bevorzugt am Morgen nach dem Aufstehen auftritt, kann das Reizdarmsyndrom stecken. Meist kommen Beschwerden wie Kr√§mpfe im Bauch, V√∂llegef√ľhl und Bl√§hungen dazu. Betroffene k√∂nnen allerdings unter verschiedenen Reizdarm-Symptome von unterschiedlicher Intensit√§t leiden. Bei einigen dominiert der Durchfall als Symptom, bei anderen sind es Bl√§hungen oder Verstopfungen.

Bevor die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt werden kann, sollten andere Ursachen wie Nahrungsmittelunvertr√§glichkeiten oder chronisch-entz√ľndliche Darmerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa vom Arzt ausgeschlossen werden. Danach sollte nach den Reizdarmausl√∂sern gesucht werden. Hierbei kommen Ern√§hrung, Stress, Medikamente,St√∂rungen des Darmnervensystems oder Infektionen in Betracht. Erst wenn diese Ausl√∂ser bekannt sind, kann eine gezielte Reizdarm-Therapie erfolgen.

Darminfektion: Durchfall durch Bakterien

Die meisten akuten Durchfallerkrankungen werden durch Bakterien hervorgerufen. Mediziner sprechen hierbei von einer akuten Magen-Darm-Infektion oder Gastroenteritis. Mangelnde Hygiene ist häufig der Grund, dass die Erreger in den Körper gelangen. Vor allem dann, wenn der Durchfall nach dem Essen auftritt, deutet alles auf eine Infektion durch verunreinigte Lebensmittel hin.

Bakterien, die Durchfall ausl√∂sen, tummeln sich h√§ufig in rohem Fleisch, ungegarten oder ungek√ľhlten Lebensmitteln, Rohmilch, aber auch auf Obst und Gem√ľse. Selbst im K√ľhlschrank k√∂nnen sich Erreger wie etwa Listerien oder Yersinien, die niedrige Temperaturen m√∂gen, vermehren. Durchf√§lle durch verdorbene Speisen werden h√§ufig durch die Giftstoffe des Bakteriums Staphylococcus aureus (Staphylokokken) ausgel√∂st.

Wichtig: Wenn Sie glauben, eine Pilzvergiftung zu haben, rufen Sie einen Arzt oder die Giftnotrufzentrale an und beschreiben Sie Ihre Symptome.

Geraten die Erreger durch das Essen in den K√∂rper, greifen sie die Darm-Flora an. Im Darm vermehren sich die Keime und bewirken, dass viel Wasser und Mineralsalze aus der Darmwand abgegeben werden. Die Folge: Im Darm sammelt sich zu viel Wasser an, und der Stuhl wird fl√ľssig. Manche aggressiven Erreger dringen zudem in die Darmwand ein und sch√§digen sie. Dabei kann es zu Blutungen kommen.

Campylobacter ist häufigster bakterieller Darminfekt

Bakterielle Durchfallerkrankungen werden am h√§ufigsten durch den Erreger Campylobacter jejuni verursacht. Die Bakterien produzieren Giftstoffe, der die Darmzellen angreift. Sie gelangen √ľber verunreinigte Nahrungsmittel in den K√∂rper, zum Beispiel durch unzureichend erhitztes Gefl√ľgelfleisch, rohes Hackfleich oder Rohmilch.

Typische Symptome einer Campylobacter-Infektion sind starke, w√§ssrige Durchf√§lle. Sie k√∂nnen auch blutig und mit Schleim versetzt sein. Manchmal treten Fieber und Erbrechen auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es sogar zu Entz√ľndungen von Gelenken, der Gallenblase oder innerer Geschlechtsorgane kommen.

Reisedurchfall meist durch Bakterien verursacht

Besonders unangenehm ist es, wenn man von "Montezumas Rache" im Urlaub heimgesucht wird. Meist liegt eine bakterielle Infektion (Campylobacter oder Koli-Bakterien) zugrunde. Typische Beschwerden der so genannten Reisekrankheit (Reise-Diarrh√∂) sind pl√∂tzlicher Durchfall, √úbelkeit und Erbrechen und Durchfall. Sie treten h√§ufig kurze Zeit nach dem Essen auf. Sch√ľtzen k√∂nnen Sie sich, indem Sie sich gr√ľndlich die H√§nde waschen, auf Eisw√ľrfel verzichten sowie bei ungekochten Lebensmitteln vorsichtig sind. Wasser sollte man grunds√§tzlich nur aus Flaschen trinken und niemals direkt aus dem Wasserhahn. Ansonsten gilt: Finger weg von Blattsalaten und Obst, da diese mit verunreinigtem Wasser gewaschen sein k√∂nnen.

Salmonellen-Infektion als Ursache f√ľr Durchfall

Eine bakteriell bedingte Lebensmittelvergiftung klingt in der Regel von selbst ab. sie kann aber auch einen schweren Krankheitsverlauf haben wie beispielsweise bei einer Salmonellen-Infektion. Bei ihr entz√ľndet sich der sich der D√ľnndarm, was starke, w√§ssrige Durchf√§lle und weitere Beschwerden zur Folge hat. Die Keime lauern mit Vorliebe in rohem oder nicht durchgegarten Fleisch- und Gefl√ľgelprodukten, Fleischsalaten, rohen Eiern, Rohmilch, Mayonnaise, Speiseeis oder in Tiefk√ľhlware.

Salmonellenvergiftung: Die Krankheitssymptome beginnen wenige Stunden bis zwei Tage nach Verzehr der verkeimten Lebensmittel schlagartig mit Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und wässriger Diarrhö. Häufig treten auch Fieber und Kopfschmerzen auf. In schweren Fällen kann es sogar zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen. Gefährdet sind vor allem ältere und immungeschwächte Menschen.

Eine Salmonellen-Infektion wird grunds√§tzlich nur bei schwerem Verlauf mit Antibiotika sowie bei Risikopatienten (√§ltere Menschen, Kleinkindern oder Patienten mit schwachem Immunsystem) behandelt. Allerdings sind viele Salmonellenarten mittlerweile resistent gegen√ľber Antibiotika.

Listerien können ebenfalls Durchfall auslösen

Auch eine bakterielle Lebensmittelinfektion durch Listerien (Listeria monocytogenes) kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, vor allem f√ľr Menschen mit geschw√§chter Immunabwehr und Schwangere. Listerien finden sich vor allem in Rohmilchprodukten, zum Beispiel Rohmilchk√§se, au√üerdem in Rohkostsalat mit Sprossen, in R√§ucherfisch und Hackfleisch.

Typisch f√ľr eine Listeriose sind neben Erbrechen und Durchfall vor allem grippe√§hnliche Symptome wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Gelenkschmerzen. M√∂gliche, gef√§hrliche Komplikationen sind eine Blutvergiftung, eine Hirnhaut- oder Gehirnentz√ľndung. In den meisten F√§llen klingt die Erkrankung meist von selbst ab. Bei sehr schweren Verl√§ufen oder wenn die Betroffenen ein geschw√§chtes Immunsystem haben, verschreibt der Arzt Antibiotika.

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Durchfall durch Infektion mit Viren

Neben Bakterien können auch Viren können Durchfall und Erbrechen auslösen ("Magen-Darm-Grippe"). Am häufigsten sind Infektionen mit Noroviren und Rotaviren, die sehr ansteckend sind. Beide Formen beginnen mit plötzlichem starkem Durchfall und schwallartigem Erbrechen. Bei einer Infektion mit Rotaviren, die besonders bei Kindern häufig auftritt, ist der Stuhl oft mit Schleim durchmischt. Die Symptome verschwinden aber in der Regel nach ein paar Tagen wieder.

F√ľr Babys, kleine Kinder oder √§ltere Menschen sind beide Virenarten aufgrund des hohen Verlusts an Fl√ľssigkeit gef√§hrlich. Oft ist eine Behandlung im Krankenhaus notwendig. Gegen Rotaviren wird von der St√§ndigen Impfkommission (STIKO) seit 2013 eine Impfung f√ľr S√§uglinge empfohlen.

Akuter Durchfall durch Stress

Es gibt auch Durchfall, der in Stresssituationen auftritt, beispielsweise vor Pr√ľfungen, Arztbesuchen oder w√§hrend eines Fluges. Dann sind die Darmnerven in Aufruhr und verursachen eine vor√ľbergehende St√∂rung im Verdauungstrakt. Eine W√§rmflasche, Ruhe und Entspannungs√ľbungen helfen hier besser als jedes Hausmittel gegen Durchfall.Wenn der psychisch bedingte Durchfall regelm√§√üig den Alltag belastet, sollten Betroffene einen Psychotherapeuten aufsuchen. Es gibt spezielle Therapien, die helfen, mit belastenden Situationen besser umzugehen.

Sodbrennen und Durchfall: Wie hängt das zusammen?

Wenn Durchfall von Sodbrennen begleitet wird, h√§ngt das in der Regel mit einer √úberproduktion an Magens√§ure zusammen. Die enthaltene aggressive Salzs√§ure gelangt dabei nicht nur in die Speiser√∂hre, sondern auch vermehrt in den Zw√∂lffingerdarm. In diesem Abschnitt des Magen-Darm-Traktes befinden sich Enzyme, die f√ľr die Verdauung wichtig sind. Werden sie in ihrer Arbeit gest√∂rt, k√∂nnen Bl√§hungen und Durchfall die Folge sein.

Fett- und zuckerhaltige Speisen sowie alkoholische und koffeinhaltige Genussmittel stehen als Durchfall-Ausl√∂ser im Vordergrund und nehmen bei der Produktion der Magens√§ure eine wichtige Rolle ein. Aber auch einige ernsthafte Erkrankungen k√∂nnen zu einer √úberproduktion der Magens√§ure f√ľhren wie beispielsweise eine Infektion des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Wenn Sodbrennen und Durchfall h√§ufig zusammen und immer wieder auftreten, sollten Sie daher besser einen Arzt aufsuchen.

Diagnose: Stuhl gibt Hinweise auf Durchfall-Ursachen

Zur Kl√§rung der Durchfall-Ursache ist in der Regel eine √§rztliche Diagnose in Verbindung mit einer Laboruntersuchung des Stuhls n√∂tig. Aus der Art und Konsistenz des Durchfalls lassen sich R√ľckschl√ľsse treffen, welcher Bereich des Darms betroffen ist. Starker, w√§ssriger Durchfall, der m√∂glicherweise schaumig ist und unverdaute Speiseresten enth√§lt, l√§sst auf Entz√ľndungen im D√ľnndarm schlie√üen.

Tritt der Durchfall immer wieder in kleinen Mengen auf und ist blutig, liegt das Problem möglicherweise im Dickdarm oder Enddarm. Dunkler oder schwarzer Durchfall, so genannter Teerstuhl, kann (muss aber nicht) ein Hinweis darauf sein, dass Blut im Stuhl vorhanden ist. Auch durch bestimmtes Essen oder Medikamente kann sich der Stuhlgang dunkel färben.

Fettstuhl: Dieser hellgl√§nzende, schaumige und √ľbelriechende Durchfall entsteht, wenn die mit der Nahrung aufgenommenen Fette nicht ausreichend vom Stoffwechsel verwertet und in die Blutbahn aufgenommen werden. Anstelle dessen gelangen sie in den Stuhl. Fettstuhl (Steatorrhoe)) kann auf eine Minderfunktion der Bauchspeicheldr√ľse hinweisen, aber auch auf entz√ľndliche Darmerkrankungen.

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Wann sollte man bei Durchfall zum Arzt gehen?

Die meisten akuten Durchf√§lle verschwinden wieder von selbst. Zwei bis drei Tage Schonkost, viel trinken (unges√ľ√üte Kr√§utertees, Heidelbeertee und stilles Mineralwasser) und das √úbel ist nach zwei bis drei Tagen vorbei. Auch eine selbstgemachte Rehydratationsl√∂sung (Elektrolyt-L√∂sung) kann hilfreich sein, um den Fl√ľssigkeitsverlust auszugleichen und den K√∂rper mit Mineralstoffen zu versorgen.

Zubereitung einer Rehydratationslösung mit Elektrolyten nach einer Empfehlung der WHO:

  • 4 Teel√∂ffel Zucker
  • ¬ĺ Teel√∂ffel Salz (Kochsalz = Natriumchlorid)
  • 1 Tasse Orangensaft oder ersatzweise 2 Bananen dazu essen (enth√§lt Kalium)
  • 1 Liter Mineralwasser

Wenn die Diarrh√∂ sehr heftig auftritt, l√§nger als drei Tage dauert, von Fieber und Kreislaufbeschwerden begleitet wird oder sich Blut im Stuhl findet, ist medizinische Hilfe angesagt. Schwangere, √§ltere Menschen oder M√ľtter, deren Babys oder Kleinkinder Durchfall haben, sollten schon fr√ľher einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt auch bei Verdacht auf eine Vergiftung.

Achtung: Von Salzstangen und Cola sollte man bei Durchfall besser die Finger lassen. Zwar verliert der K√∂rper durch die Erkrankung Mineralien. Mit den Salzstangen wird aber nur Kochsalz ersetzt. Auch Cola ist nicht zu empfehlen, denn durch den Zucker nimmt die Wasserausscheidung im Darm zu und der Stuhl wird noch weicher. Das enthaltene Koffein regt zudem die Nieren an und der Fl√ľssigzeitsverlust steigt.

Mit Durchfall-Medikamenten sollte man grunds√§tzlich vorsichtig sein und erst einmal auf bew√§hrte Hausmittel wie M√∂hrensuppe, geriebenen Apfel und eine Elektrolyte zur√ľckgreifen. Gerade bei akutem Durchfall, deren Ursache Bakterien oder Viren sind, versucht der K√∂rper, sich schnell davon zu befreien. Unterdr√ľckt man diesen Prozess mithilfe von Medikamenten mit dem Wirkstoff Loperamid, kann das den Darm auf Dauer sogar sch√§digen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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